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Inklusion

Spatenstich für integratives Wohn- und Kindergartenprojekt in Mainz

vgajic/istockphoto.comDer Bau des Inklusionsprojektes „Drei Höfe und ein Haus“ hat begonnen.

Kindergarten, Behinderte und tägliches Arbeiten dicht an dicht - in dem neuen Bauvorhaben in Mainz soll ein Neubau entstehen, in dem Inklusion mehr als leere Worthülse sein soll.

In Mainz entsteht in den kommenden Monaten für 3,16 Millionen Euro ein innovatives Wohn- und Kindergartenprojekt. Das sternförmige Gebäude soll eine evangelische Kindertagesstätte, sieben Wohnungen für Menschen mit Behinderung und Büros beherbergen. Evangelische Kirchengemeinde und die Stiftung Nieder-Ramstädter Diakonie feierten am Montag den ersten Spatenstich. Nach den Plänen der Bauherren sollen bereits im August 2018 die ersten Kinder in der Einrichtung betreut werden. Das Projekt „Drei Höfe und ein Haus“ entsteht neben der Emmauskirche am Standort des früheren kirchlichen Kindergartens, der wegen Baumängeln geschlossen und abgerissen werden musste.

Die Nieder-Ramstädter Diakonie betreibt in direkter Nachbarschaft bereits eine Wohnanlage für 24 behinderte Menschen. Einige der Bewohner in dem Gebäude aus den 1980er Jahren leben noch immer in Doppelzimmern, sie beklagen sich über die fehlende Privatsphäre in den Wohngemeinschaften. „Das Haupthaus ist in keinem guten Zustand“, sagte die Leiterin der Einrichtung Christina Schneider, „wir wünschen uns schon lange eine Modernisierung.“

Neues „Viertel“ soll entstehen

Diese Umbauten könnten nach der Fertigstellung des Neubaus endlich beginnen. Die Betreuungsplätze sollen sich nach dem Ende der Arbeiten auf zwei Gebäude verteilen. Das diakonische Unternehmen will auch seine Regionalleitung in das neue Haus verlegen. Die evangelische Emmauskirchengemeinde konnte ihren Kindergarten nach Wasserschäden und Schimmelbildung bereits seit 2013 nicht mehr nutzen. Da eine Sanierung zu teuer geworden wäre, beschlossen die Verantwortlichen, das Gebäude abzureißen und durch einen Neubau an derselben Stelle zu ersetzen.

Nach der Fertigstellung entsteht neben der Kirche ein kleines Viertel, in dem die Kindergartenkinder, Bewohner der Nieder-Ramstädter Diakonie und die Kirchengemeinde jeweils einen eigenen Hofbereich nutzen können. Von den Baukosten entfallen rund 1,7 Millionen Euro auf die Kindertagesstätte. Davon zahlt die Stadt Mainz 852.000, den Rest bringen Kirchengemeinde und evangelisches Dekanat aus Eigenmitteln in das Projekt ein. Zur Finanzierung verkaufte die Kirche zwei in ihrem Besitz befindliche Reihenhäuser.

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Wer Halt gewährt,
verstärkt in sich den Halt.

(Martin Buber)

Martin Buber

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages_rusm

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