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Jung würdigt Alt-Kirchenpräsident

Spengler: Politischer Vermittler und Theologe der Aussöhnung wird 85

EKHNAlt-Kirchenpräsident Helmut SpenglerAlt-Kirchenpräsident Helmut Spengler

Startbahn-West, Apartheid, Mauerfall: Mitten in bewegten politischen Zeiten war Helmut Spengler hessen-nassauischer Kirchenpräsident. Am 19. April feiert er seinen 85. Geburtstag.

EKHNHelmut Spengler (2013)Helmut Spengler (2013)

Darmstadt, 18. April 2016. Anlässlich des 85. Geburtstages von Alt-Kirchenpräsident Helmut Spengler am Dienstag (19. April) hat der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung seinen Amtsvorgänger als „bedeutenden politischen Vermittler und Theologen der Aussöhnung“ gewürdigt. Spengler, der von 1984 bis 1993 an der Spitze der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) stand, habe es mitten in politisch bewegten Zeiten stets verstanden, trotz erheblicher Meinungsverschiedenheiten beispielsweise bei den Auseinandersetzungen um die Startbahn-West am Frankfurter Flughafen oder dem Umgang mit dem Apartheidsystem in Südafrika die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau zusammenzuhalten. Dies sei ihm gelungen, weil Spengler sich dabei den unterschiedlichen Positionen gegenüber immer „gesprächsbereit und respektvoll“ gezeigt habe. Jung:  „Helmut Spengler ist bis heute ein theologisch und geistlich fest gegründeter Mensch, der zugleich immer offen und lernbereit war und ist.  Ich schätze Begegnungen mit ihm sehr. Er ist jemand, mit dem man einfach gerne redet.“

Aussöhnung mit Judentum vorangebracht

Jung erinnerte auch daran, dass in Spenglers Amtszeit der Grundartikel der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, vergleichbar mit einer Präambel, um ein Bekenntnis zum Judentum ergänzt wurde. Spengler habe sich dabei dafür stark gemacht, dass jeglichem Versuch, „Antisemitismus christlich zu begründen, der Boden entzogen wird“. Die Entscheidung der hessen-nassauischen Kirchensynode, die vor genau 25 Jahren fiel, habe Spengler auch als Signal dafür verstanden, die „jüdisch-christliche Aussöhnung nach den Schrecken des Holocausts weiter voranzutreiben“.

Zur Person Helmut Spengler

Helmut Spengler wurde am 19. April 1931 in Wetzlar geboren. Er studierte in Marburg und Bielefeld-Bethel, absolvierte ab 1956 sein Vikariat (zweite, praktische Ausbildungsphase) in Wiesbaden. Anschließend wurde er Pfarrer in Breidenstein bei Biedenkopf, später in Bad Homburg. Ab 1972 war er Stellvertreter des Kirchenpräsidenten, bis er schließlich am 3. Dezember 1984 zum Kirchenpräsidenten gewählt wurde und es bis zum Eintritt in den Ruhestand im Jahr 1993 blieb. Spengler lebt in Darmstadt.

Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi.

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