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Wahlen am Freitag, den 13.

Stimmzettel für Kinder und Jugendliche

S. BreidebandSchülerin neben Papproboter mit SchlitzDie 16-jährige Schülerin Eva-Maria Käs hat die Wahlurne selbst gestaltet

Mit dem Gang in die Wahlkabine bestimmt jeder Wähler mit, in welche politische Richtung sich das Land entwickelt. Doch diese Gruppe ist davon ausgeschlossen: Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren. Allerdings ermöglicht ihnen die U18-Wahl, dass auch ihre Stimme gehört wird. Dafür macht sich die evangelische Jugend stark.

Hess. JugendringStimmzettelStimmzettel zur U18-Wahl mit den Namen der Kandidaten, die tatsächlich zur Wahl am 22. September antreten

„Ihr Wahlrecht ist ein kostbares Gut. Viele Menschen auf dieser Welt kämpfen darum. Verschenken Sie Ihre Stimme nicht.“  Mit diesen Worten ermutigt Nikolaus Schneider, der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), am 22. September zur Wahl zu gehen. Dabei richtet sich Schneider an die Wahlberechtigen in Deutschland. 

Wahl für Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche, die jünger als 18 Jahre alt sind, dürfen allerdings noch nicht an den offiziellen Bundes- und Landtagswahlen teilnehmen. Doch eine Idee davon erhalten sie am Freitag, den 13. September, dann können sie selbst ihre Kreuzchen auf einem Stimmzettel machen. Sie sind eingeladen, an der U18-Wahl teilzunehmen. Dabei gibt es Wahlzettel mit echten Kandidaten, eine Wahlkabine und Wahlurne – und am Ende werden selbstverständlich die Stimmen ausgezählt. „Es geht darum, Kinder und Jugendliche für die Wahl zu interessieren und das Wahlsystem erfahrbar zu machen“, erklärt Mathhias Roth, der ehrenamtlich die U18-Wahl in Friedberg für die Evangelische Jugend im Dekanat Wetterau  mitorganisiert. Denn auch fünf evangelische Jugendverbände in der EKHN unterstützen die Wahl. Von rund 69 Wahlveranstaltungen allein in Hessen organisiert die evangelische Jugend zwölf. 

Kinder und Jugendliche werden motiviert darüber nachzudenken, was ihnen wichtig ist

Eine der Organisatorinnen ist Conny Habermehl vom Evangelischen Jugendwerk. Sie erklärt die Idee, die hinter der Aktion steckt: „Wichtig ist, dass Kinder und Jugendliche sich schon früh Gedanken darüber machen, was ihre ureigensten Interessen sind, die sie vertreten möchten.“ Gedanken hat sich auch Eva-Maria Käs gemacht. Die 16-jährige Schülerin hatte die Idee, auch in Friedberg eine U18-Wahl durchzuführen. Und die Dekanatsjugendreferentin Stephanie Breideband erklärte sich bereit, das Projekt zu unterstützen. Die Schülerin, die auch im Vorstand der Evangelischen Jugend im Dekanat Wetterau aktiv ist, erzählt von ihrer Motivation: „Ich habe mich für die U18-Wahl eingesetzt, weil Politik jetzt schon auf das Leben von uns Jugendlichen einwirkt – aber die Politiker haben oft ganz andere Interessen.“ Durch die Wahl hätten sie nun die Möglichkeit, ihre eigenen Interessen zu zeigen und ein Statement abzugeben. Eva-Maria Käs ist diejenige, die dafür gesorgt hat, dass die Stimmabgabe auch richtig Spaß macht, denn sie hat die Wahlurne in Form eines Roboters selbst gestaltet.

Direktkandidaten erfahren die Interessen der Jugendlichen

Doch nicht nur durch ihr Kreuzchen zeigen die jungen Leute, was ihnen wichtig ist. Denn zur Wahl am 13. September gehört in Friedberg auch ein Begleitprogramm, zu dem alle Direktkandidaten eingeladen sind. „Die Jugendlichen können ihnen zu den Themen Fragen stellen, die sie interessieren. Und sie haben die Gelegenheit, ihre Anliegen vorzubringen“, erklärt Matthias Roth. Auch hauptberuflich hat er mit der Vertretung der Interessen von Jugendlichen zu tun, dann arbeitet der 25-Jährige als Assistent der Geschäftsführung der Evangelischen Jugend in Hessen und Nassau (EJHN). Schmunzelnd berichtet er, dass politisches Interesse bereits ganz früh beginnen kann: „Ich habe an einem Wahlstand einen 7-jährigen Jungen gesehen, der laut überlegt hat, ob er lieber die Grünen oder die Piraten wählen soll. Welche Partei würde seine Leidenschaft für Computerspiele unterstützen?“ Roth betont, dass alle angefragten Politikerinnen und Politiker sofort zugesagt hätten, sich den Fragen am 13. September zu stellen.

Politik verständlich machen

Bevor die Kinder und Jugendlichen mit dem Stimmzettel hinter der Wahlkabine verschwinden, haben die Initiatoren für politische Aufklärung gesorgt. Vor allem in Zusammenarbeit mit den Schulen wurden im Sozialkunde- und Politikunterricht die Wahlprogramme der Parteien besprochen. Besonders beliebt bei den Jugendlichen ist es, sich mit dem „Wahlomat“ im Internet vorzubereiten. Roth sieht in der Wissensvermittlung eine Herausforderung: „Die Parteiprogramme sind für viele Jugendliche schwer verständlich. Deshalb sollen die Direktkandidaten ihre Haltung so erklären, dass die Kinder und Jugendlichen sie verstehen.“ Zudem liegen die Parteiprogramme in jugendgerechter Sprache in einem der Wahl-Pavillions auf der Kaiserstraße 2 in Friedberg aus.

Macht es Sinn, dass Jugendliche unter 18 auch an offiziellen Wahlen teilnehmen? Dazu hat Eva Maria Käs eine klare Meinung: „Im Moment halte ich das für schwierig. Wenn, dann müssten wir uns im Politikunterricht noch besser auf die Wahl vorbereiten.“ 

Im Internet erfahren Sie die Orte, an denen die U18-Wahl stattfindet:

U18-Wahllokale

U18-Veranstaltungen

Es geht darum, die Menschen zu werden,
die wir in Gottes Augen sind.
Und es geht darum, das zu leben,
was wir in Gottes Augen sind!

(Volker Jung)

Volker Jung

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von Quelle: gettyimages, stockam

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