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Studierende als Unternehmensgründer

Stylische Mode für Rollstuhlfahrer

BlauherzMode für Rollstuhlfahrer"Blauherz" will Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrern Mode anbieten, die modisch und funktional zugleich ist

Beim Shoppen achten wir darauf, dass uns eine Hose gefällt und gut sitzt, sie zu unserer Figur passt. Aber dann erleben wir: Während unseres 8-Stunden-Tages im Büro zwickt und schneiden oft die Nähte ein. Jeans sind eben zum Gehen und nicht zum Sitzen gemacht. Und jetzt stellt man sich vor: 1,6 Millionen Menschen in Deutschland sitzen den ganzen Tag – und zwar im Rollstuhl.

„Blauherz gibt einem das Gefühl, dass man nicht anders ist, sondern dass man einfach so wie jedermann ist“, sagt Katharina Nagel. Die 26-Jährige hatte vor zweieinhalb Jahren einen schweren Autounfall und sitzt seitdem im Rollstuhl. Sie geht zur Physiotherapie, arbeitet daran, sich wieder besser bewegen zu können, musste sich aber gleichzeitig auf die Veränderungen in ihrem Körper einstellen und dabei merken: „Rollifahrerhosen sind meistens nicht besonders stylisch“.

„Jeder sollte sich schön und modisch kleiden können – egal ob du gehst oder sitzt“, findet Johanna Stolch. Hosen für Rollstuhlfahrer müssen viel aushalten, denn die Menschen werden oft gehoben und umgesetzt. Vor knapp zwei Jahren erzählt ihr eine Freundin, die im Rollstuhl sitzt, wie schwierig es für sie ist, passende Kleidung zu finden. „Wir wollten das ändern und eine Modemarke schaffen, die modisch und funktional zugleich ist“, erzählt Johanna, sie ist Projektleiterin beim inklusiven Modelabel BLAUHERZ. 

13 Studierende gehören zum BLAUHERZ-Team

Mittlerweile engagieren sich 13 junge Studentinnen und Studenten der Uni Mannheim bei BLAUHERZ, ein Projekt der Enactus Mannheim. Keiner von ihnen hat Mode studiert, sie kommen aus den Bereichen BWL, Kultur und Psychologie, und sie alle stecken viel Zeit und Liebe in das Projekt. Mit ihrem Startup haben sie bereits verschiedene Wettbewerbe gewonnen, wie die Google Impact Challenge und den Wettbewerb für soziale Innovationen. 

„Wir sind im Jahr 2018 und Inklusion ist einfach ein Thema und Blauherz lebt es wirklich“, sagt Katharina. Sie trägt die Rollstuhlfahrer-Hose, die die Mannheimer Studierenden entwickelt haben. Die schlichte, blaue Hose ist am Bund hinten höher geschnitten, unnötige Taschen am Hinterteil fehlen, der Stoff ist elastisch und sie hat einen Magnetverschluss, damit auch Menschen mit motorischen Einschränkungen die Hose selbstständig auf und zu machen können.

Mode für und mit jedem

Bestellen kann man die Hosen auch im Gebiet der EKHN online. Die Mode wird im Pilgerhaus Weinheim mit Hilfe von sozial benachteiligten Menschen und Menschen mit Behinderung hergestellt, „damit wollen wir Arbeitsplätze schaffen, unter anderem für geflüchtete Näherinnen“, erklärt Johanna. 

Ihre Vision ist ein nachhaltiges Modelabel für jeden zu entwickeln – Menschen mit und ohne Behinderung. 

Der Online-Shop ist im Aufbau und neben einer Damen-Rollstuhlfahrerhose soll es demnächst auch ein Männermodell geben. Mehr Infos zu Blauherz und den Online-Shop finden Sie unter www.blauherz.eu

Was ist Inklusion?

Inklusion kommt von dem lateinischen Verb „includere“, was übersetzt „einschließen“ heißt. Dabei geht es nicht mehr um die Integration von „Ausgegrenzten“, sondern Inklusion bedeutet nach der UN-Behindertenrechtskonvention, dass von vorneherein allen Menschen die uneingeschränkte und gleichberechtigte Teilnahme an allen Aktivitäten ermöglicht wird. 

zum Themen-Special "Inklusion"

GOOD NEWS

In der Serie „good news“ geben wir den Menschen eine Stimme, die das Leben noch ein bisschen lebenswerter machen– unabhängig von ihrer Weltanschauung. Denn wir finden: Es gibt so viele fantastische Aktionen von bisher unbekannten Heldinnen und Helden des Alltags, die die goldene Regel mit Leben füllen. Die goldene Regel sagt: „Behandle andere so, wie du selbst behandelt werden möchtest“.

[Lara Hoffmann]

Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist, und was der HERR von dir fordert,
nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.

Micha 6, 8

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von Hans Genthe

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