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Trauer um Pfarrer Friedrich Kappesser

© Bernd-Christoph MaternPortraitPfarrer Friedrich Kappesser †

Im Alter von 65 Jahren ist Pfarrer Friedrich Kappesser verstorben. Der Theologe, leidenschaftliche Kirchenmusiker und Philosoph war seit seinem Vikariat 1988 Gemeindepfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Niederlahnstein und außerdem von 1995 bis 2012 Dekan des evangelischen Dekanats Nassau.

© Bernd-Christoph MaternBlick auf Altar, Musiker und Propst SchützIn einer Trauerfeier in der Lahnsteiner Christuskirche mit Propst Dr. Klaus-Volker Schütz und Dekanin Renate Weigel gedachten langjährige Weggefährten des Dekanats Nassauer Land an das Leben und Wirken des Verstorbenen.

In einer Trauerfeier in der Lahnsteiner Christuskirche mit Propst Dr. Klaus-Volker Schütz und Dekanin Renate Weigel gedachten langjährige Weggefährten des Dekanats Nassauer Land an das Leben und Wirken des Verstorbenen.

Zuhören, hinhören, verstehen ...

Kappesser wurde unter anderem für seine fundierten theologischen Impulse geschätzt, mit denen er die Botschaft der Bibel in die Lebenswirklichkeit der Menschen zu übersetzen wusste und heutige Fragen ans Leben aufgriff. Dabei eröffnete er auf Grundlage des Evangeliums stets neue Perspektiven auf Glaube, Kirche und Welt. Den Blick auf die Menschen, ehrenamtliches Engagement und den Grundauftrag der Verkündigung nicht zu verlieren, war ihm als Gemeindepfarrer wie Dekan immer wichtig. „Zuhören, hinhören und verstehen“ waren für ihn die Maxime.

... und voneinander lernen 

Sein Wissen und seine Erfahrung hat er in der Ausbildung zahlreicher Prädikantinnen und Prädikanten weitergegeben. Als Dekan setzte er Akzente durch die Verbindung von theologischen Themen mit Kunst und Kultur. In der Partnerschaft zwischen dem Dekanat und dem evangelisch-lutherischen Distrikt Mabira in Tansania war ihm der gegenseitige Austausch über Glaubensfragen wichtig. „Wer lernt hier eigentlich von wem?“, formulierte er einmal sowie „Dass der kleine Horizont, den wir haben, nicht die ganze Welt bedeutet, das lernen wir von dieser Partnerschaft.“ In einem Schreiben bekundeten auch die Partner in Mabira ihre Anteilnahme.

Seine christliche Überzeugung brachte er nicht nur wohl bedacht und klar strukturiert in Worten den Menschen nahe. Seine Leidenschaft galt der Kirchenmusik. Die setzte er sowohl im Pfarramt als auch im Dekanat als berührende Form der Verkündigung ein, sei es als Leiter des Posaunenchores oder als Geiger solistisch und in unterschiedlichen Ensembles. Ein Streichensemble und eine Sopranistin umrahmten die Gedenkstunde in Lahnstein.

Kappesser ist in Solingen geboren und einem hessischen Pfarrhaus aufgewachsen. Nach seinem Abitur in Laubach studierte er Theologie und Philosophie in Heidelberg und Marburg. Nach einer vierjährigen Assistenz am theologisch-systematischen Institut der Universität Erlangen absolvierte er sein Lehr-Vikariat in Ober-Rosbach, bevor er nach Niederlahnstein kam. 

Unser Glaube kann davon ausgehen,
dass Gott mit seiner ganzen Kraft
bei den Schwachen auf uns wartet.

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