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Nachruf

Trauer um Wolfgang Kinzinger

© ZSBPortraitWolfgang Kinzinger, Archivbild Verabschiedung in den Ruhestand 2013

Der Theologe und Psychologe Wolfgang Kinzinger ist am 5. September verstorben. Über Jahrzehnte hinweg hat Kinzinger psychologische Beratungsarbeit und Supervision in der EKHN verantwortet, gestaltet, weiterentwickelt und auch selbst durchgeführt. Zuletzt war er stellvertretender Leiter des Zentrums Seelsorge und Beratung.

Wolfgang Kinzinger gilt als Seelsorge-Pionier in der EKHN. Als Theologe und Psychologe entwickelte er eine große Sensibilität für die Seelsorge und für die Beratung. Dies war für seine gesamte Arbeit und Berufslaufbahn prägend und wichtig.

Nach dem Studium der evangelischen Theologie und der Psychologie, dem Lehrvikariat und dem 2. Theologischen Examen im Jahr 1976 absolvierte Kinzinger zunächst im Rahmen des Vikariates ein Spezialpraktikum in der Psychiatrischen Klinik und Kinderklinik der Universität Frankfurt. Parallel dazu arbeitete er am Seminar für Seelsorge in Frankfurt mit.

Seine berufliche Tätigkeit begann 1977 zunächst außerhalb der EKHN als Diplom- Psychologe im Kinderneurologischen Zentrum Mainz, einer Ambulanz und Klinik für behinderte Kinder und Jugendliche. Von 1981 bis 1982 baute Kinzinger dann im Odenwaldkreis, genauer gesagt in Michelstadt, eine Erziehungsberatungsstelle auf.

Leitende Persönlichkeit in der EKHN

Seine tiefe Verankerung gerade auch in der Theologie machte ihn zu einer einzigartigen Persönlichkeit in diesem Arbeitsbereich und führte ihn 1982 zurück zur EKHN, wo er die Leitung der Evangelischen Zentralstelle für Beratung und Supervision in Frankfurt bzw. der Zentralstelle für Beratungsarbeit, wie sie damals hieß, übernahm.

Die Zentralstelle für Beratungsarbeit hatte sowohl die Aufgabe einer Landeskirchlichen Hauptstelle für Beratungsarbeit wie auch die Aufgabe einer organisationsinternen Supervisionseinrichtung. Die Zentralstelle trug vor allem durch Fallsupervision zur Qualifizierung der Arbeit in den vielen psychosozialen Arbeitsfeldern der Landeskirche und ihres Diakonischen Werkes bei.

Die Funktion der „Landeskirchlichen Hauptstelle“ für die psychologische Beratungsarbeit ist nach wie vor im Zentrum Seelsorge und Beratung verankert, und es ist vor allem diese Aufgabe, auf die sich Kinzinger dann konzentrierte. Aufbau, Entwicklung und die Sicherung des Fortbestandes der Ehe-, Familien- und Erziehungsberatungsstellen wurde zu einem Hauptanliegen seiner beruflichen Tätigkeit.

Ab 2002 war Kinzinger stellvertretender Leiter des Zentrums  Seelsorge und Beratung und übernahm - nachdem Pfarrer Gerhard Helbig den Ruhestand angetreten hatte - am 1. Juni 2008 die kommissarische Leitung. 2013 wurde Kinzinger dann in den Ruhestand verabschiedet.

 

 

 

Tu, was zu tun kannst.
Und dann ist gut, denn mehr geht nicht.
Alles weitere kann ich in die Hände Gottes legen
und darauf vertrauen, dass er es wohl gut mit mir meint.
(Carsten Tag zu Prediger 9,10)

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