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Preisträger des 3. Fundraisingpreises der EKHN benannt

Überzeugend für die eigene Sache werben

Darmstadt, 23. Juli 2009. Flörsheim hat Herz - was viele Bürgermeister von ihrer Gemeinde sagen würden, setzte die evangelische Kirchengemeinde Flörsheim am Main wörtlich um.

Für den Bau ihres neuen Gemeindehauses installierte sie ein großes leuchtendes LED-Herz auf der Baustelle. Mit Hilfe einer Sondertelefonnummer konnten Anrufer das Herz zum Leuchten bringen und gleichzeitig 59 Cent spenden. Auch der Verkauf von Herzbrezeln und ein Benefizkonzert gehörte zu den Fundraising-Maßnahmen, mit denen die Gemeinde im Jahr 2008 insgesamt 41.622,24 Euro Spenden zusammenbrachte.

Die präzise Analyse der Situation vor Ort, die gute Konzeption und Durchführung dieser Aktivitäten überzeugte das Kuratorium des Fundraisingpreises 2009 der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Es sprach der Gemeinde Flörsheim und acht weiteren Gemeinden den Preis samt 2.000 Euro Preisgeld zu. Damit wurden zum dritten Mal interessante und nachhaltige Fundraisingaktivitäten ausgezeichnet.

Überreicht werden die Preise im Rahmen des Kirchenvorstandstags 2009 am 19. September in Wiesbaden. Zuvor präsentieren die Gemeinden dort ihre Ideen. Es sind neben Flörsheim auch die Stiftung der Kirchengemeinde Battenfeld, die Stiftung Talkirche Eppstein, die Kronberg Stiftung, die Melanchthon-Kirchengemeinde Mainz, die Friedensgemeinde Mühlheim am Main, die Kirchengemeinde Seligenstadt und Mainhausen, die Kirchengemeinde Westhofen und die Johannisgemeinde Wolfsheim.

„Wir waren wieder überrascht und begeistert, mit wie viel Engagement und Einsatz Kirchengemeinden sich auf den Weg gemacht haben und kreativ und überzeugend für ihre Sache werben. „Gerne hätten wir noch mehr Preise verteilt“, resümierte der Vorsitzende des Kuratoriums Pfarrer Wolfgang Prawitz.

Weinkönigin in Wolfsheim und anonymer Spender in Mainz

Zwei weitere Beispiele: Die evangelische Johannisgemeinde Wolfsheim muss ihre Kirche für zwei Millionen Euro restaurieren. Gemeindemitglieder fragten sich nach ihrem persönlichen Beitrag. Erika Müller, die im Jahr 1953 Rheinhessische Weinkönigin und im Jahr danach sogar Deutsche Weinkönigin war, erinnerte sich an die Wein-Raritäten von damals, die wohlbehütet in ihrem Keller schlummerten. Sie stellte diese der Kirchengemeinde für eine Versteigerung zur Verfügung und zeigte: Fundraising kann Sache der ganzen Gemeinde werden.

Ein anonymer Wohltäter brachte die Melanchthon-Kirchengemeinde Mainz in Schwung. Er versprach: „Wenn bis Ostern 2009 mindestens zweihundert Personen für den geplanten Kindergartenumbau gespendet haben, gebe ich weitere fünfzigtausend Euro dazu. Ich wünsche dem Projekt viel Erfolg.“ Über Faltblätter, im Internet und durch persönliche Ansprache bekam die Kirchengemeinde die 200 Spender zusammen.

Verantwortlich: gez. Pfarrer Stephan Krebs, Pressesprecher

Die wirklichen Beziehungen zwischen Menschen
sind immer ein Angewiesensein,
ein Einander-Brauchen.

(Dorothee Sölle)

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