Herzlich Willkommen! Entdecken Sie, welche Angebote der EKHN zu Ihnen passen. Über das Kontaktformular und auf facebook sind wir offen für Ihre Anregungen.

Menümobile menu

Spitzengespräch

„Umsichtig Ostern feiern"

EKHN/RahnReformationstag in der Christuskirche in Zeiten der Pandemie: Liveübertragung per Internet  anno 2020Reformationstag in der Christuskirche in Zeiten der Pandemie: Liveübertragung per Internet.

Umsichtig und verantwortungsvoll wollen die evangelischen Kirchen in Hessen Gottesdienste in Präsenz an Ostern feiern. Das ist das Ergebnis eines Spitzengesprächs mit dem Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier.

Umsichtig und verantwortungsvoll: So wollen die evangelischen Kirchen in Hessen Gottesdienste an Ostern feiern. Das teilten die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) und die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) sowie die Evangelische Kirche im Rheinland nach einem Spitzengespräch mit dem Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier am Donnerstag (25. März) mit. Sie zeigten sich erleichtert, dass der Ministerpräsident von der „dringlichen Bitte“ abgerückt ist, auf die Gottesdienste mit Präsenz zu verzichten. Ostern, die Feier der Auferstehung Jesu, ist für Christen das höchste Fest.

 

Ostergottesdienste  wie an Weihnachten 

Gemeinsam habe man sich nun verständigt, an Ostern ähnlich wie zu Weihnachten zu verfahren. Nach einem Jahr Corona-Pandemie habe man Erfahrungen gesammelt; die Hygienekonzepte hätten sich bewährt, unterstrichen die Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Beate Hofmann, der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Volker Jung, und der rheinische Präses Thorsten Latzel. Im Rückblick auf Weihnachten bestehe Vertrauen, dass die Kirchen zum einen gute Hygienekonzepte haben und zum anderen jeweils vor Ort verantwortungsvoll entschieden wird, ob Präsenzgottesdienste gefeiert werden können oder nicht, sagten die leitenden Geistlichen. 

 

Hofmann: Osterbotschaft in der Pandemie wichtig  

„Bei aller gebotenen Vorsicht wollen wir nicht völlig darauf verzichten, den Trost der Osterbotschaft gerade jetzt zu verkünden und Orte für Trauer, Gebet und Licht der Hoffnung zu schaffen“, so die Bischöfin. Je nach Pandemieentwicklung sei man in der Lage, ins Mediale und Digitale auszuweichen. Ohnehin gebe es auch diesmal ein vielfältiges und kreatives Angebot: von der virtuellen Andacht, über Stationenwege, Gottesdienste zum Mitnehmen bis hin zu Anregungen, Hausandachten zu feiern.

 

Jung: An Ostern Trost und Kraft gefragt  

 Jung begrüßte das „hohe Vertrauen in die Kirchen, dass sie auch an Ostern mit guten Hygienekonzepten umsichtig und verantwortungsvoll Gottesdienste feiern“. Neben vielen digitalen Formaten vor Ort kündigte Jung auch an, dass er in der kommenden Woche einen Brief an alle evangelischen Haushalte im Gebiet der EKHN senden wolle. In dem Schreiben würden auch Tipps für eine Andacht zuhause an den Feiertagen gegeben. Jung: „Uns ist es an diesem zweiten Osterfest mitten in der Pandemie besonders wichtig, Hoffnungszeichen zu den Menschen zu senden und Trost und Kraft in dieser schweren Zeit zu geben.“

 

Latzel: Seelsorgebedürfnis und Schutz in gutem Ausgleich 

„Die Gemeinden der Evangelischen Kirche im Rheinland sind in der Pandemie hoch verantwortungsvoll in der Abwägung zwischen Verkündigungsauftrag, Seelsorgebedürfnissen und Schutz der Menschen vor der Ansteckung mit dem Virus“, so der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Thorsten Latzel. Die Presbyterien, die für die Art und Gestaltung von Gottesdiensten verantwortlich sind, würden sich unter Berücksichtigung der pandemischen Situation vor Ort – insbesondere der Inzidenzwerte und der örtlich geltenden spezifischen Allgemeinverfügungen der Kommunen und Landkreise – verantwortungsvoll für oder gegen Präsenzgottesdienste entscheiden, so Latzel.

 

Hintergrund

Wie schon zu Weihnachten gelten auch diesmal über die Feiertage strenge Hygienekonzepte. So sind Gottesdienste in Kirchen und im Freien mit Abstand, Maske, vorheriger Anmeldung und ohne Gemeindegesang möglich. Angesichts des dynamischen Infektionsgeschehens sei es weiter nötig, jeweils vor Ort die Situation zu bewerten. Dabei spielen unter anderem die Inzidenzwerte eine zentrale Rolle aber auch die räumlichen und personellen Verhältnisse in den Gemeinden.

Gott stellt unsere Füße auf weiten Raum
und ich glaube, er tut das auch durch die,
die mit uns leben.

(Melanie Beiner zu Psalm 31,9)

to top