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Impuls zur Urlaubszeit

Urlaub und Hochwasser nebeneinander – wie verkraftet man das?

Fundus/Birgit ArndtStrandkörbe an einem Strand in Deutschland.Urlaub am Meer.

Sommerferien, Urlaub - endlich. Und gleichzeitig sind da die Bilder, wie Menschen in den Überschwemmungsgebieten vor den Trümmern ihres Hauses und ihres Lebens stehen. Wie bringt man das zusammen, dass es einem selbst gut geht und andere gerade Schreckliches erleben? Dazu teilt Martin Vorländer seine Gedanken im hr1 Zuspruch.

[Kirche im hr] Eine Freundin schreibt mir aus dem Urlaub: „Ich sitze hier gerade in der Sonne, schaue aufs Meer und habe einen Aperol Spritz in der Hand. Aber ich weiß gar nicht, ob ich mich freuen darf, wenn ich die Bilder von den Flutopfern in Deutschland sehe.“ Ich antworte ihr: „Genieß deinen Urlaub! Alles Schöne ist doch umso kostbarer.“

Nichts im Leben ist selbstverständlich

Mir geht das so, seitdem die Wassermassen Häuser, Straßen, Menschenleben weggeschwemmt haben. Das führt schrecklich vor Augen: Alles, was mein Leben ausmacht, kann von einem Tag auf den anderen weg sein. Nichts ist selbstverständlich. Umso mehr bin ich dankbar für jeden guten Tag, den ich erlebe. Ich versuche, mein Glück im Großen wie im Kleinen wertzuschätzen und gleichzeitig mitzufühlen mit den Menschen, die durch die Flut alles verloren haben.

Achtsam werden

In der Bibel steht der Satz: „Freut euch mit den Fröhlichen, weint mit den Weinenden.“ (Römer 12,15) Ich übersetze das so: Lebe intensiv! Nimm Anteil an der Freude und am Leid anderer! Das Schöne und das Schreckliche liegen oft ganz nahe beieinander. Das kann einen manchmal innerlich zerreißen. Aber es macht achtsam für das, wofür ich dankbar sein kann.

Weint mit den Weinenden! Das tun viele zurzeit und noch mehr: Sie machen, was sie können, um zu helfen. Viele packen mit an beim Aufräumen und Wiederaufbauen, da wo es sinnvoll ist und wo es den Betroffenen wirklich hilft. Und noch viel mehr spenden für die Flutopfer. Das braucht es auch. Das ist tatkräftiges Mitgefühl.

Auf das Leben anstoßen

Aber auch: Freut euch mit den Fröhlichen! Also dankbar genießen, wer gerade frei hat und eine schöne Zeit erlebt! Auf das Leben anstoßen, gerade weil es bedroht ist und deshalb kostbar!

Hier gibt es den Impuls von Martin Vorländer zum Anhören

Weitere Infos: https://www.kirche-im-hr.de/

Tu, was zu tun kannst.
Und dann ist gut, denn mehr geht nicht.
Alles weitere kann ich in die Hände Gottes legen
und darauf vertrauen, dass er es wohl gut mit mir meint.
(Carsten Tag zu Prediger 9,10)

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