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Frieden stärken

Ursprungsmythos der Olympischen Spiele

istockphoto, ZU_09Alexander-Kampage, Szenen aus dem antiken Griechenland - WagenrennenGriechische Mythen versuchen, die Entstehung der Spiele zu erklären; dabei spielt auch ein Wagenrennen eine entscheidenden Rolle

Bereits vor rund 2700 Jahren traten Sportler bei Olympischen Spiele zu Wettkämpfen an, im Hain von Olympia, in Griechenland. Griechische Mythen versuchen zu erklären, warum die Spiele entstanden sind. In der damaligen Vorstellung sollen die Götter ihre Finger im Spiel gehabt haben.

istockphoto, ZU_09Sport-Disziplinen bei antiken Olympischen SpielenWagenrennen, Ringkampf, Laufen, Faustkampf, Weitsprung und Diskuswerfen gehörten zu den olympischen Sportarten der Antike; bei leicht- und schwerathletischen Wettbewerben traten die Sportler allerdings unbekleidet an

Der Ursprung der olympischen Spiele ist ein Wagenrennen, bei dem es nicht mit rechten Dingen zuging. Die griechische Sage erzählt von Oinomaos, dem König über das Gebiet um Olympia. Der hatte zwei Probleme: Seine Tochter Hippodameia war so schön, dass sie sich vor Freiern kaum retten konnte. Und das Orakel von Delphi hatte Oinomaos verheißen: „Der Mann, der deine Tochter heiratet, wird dein Mörder sein.“

Vater Oinamaos, der Unbesiegbare?

Bei aller Liebe zu seiner Tochter - diesem Schicksal wollte Oinomaos entgehen. Darum machte er zur Bedingung: Wer Hippodameia heiraten will, muss ihn vorher im Wagenrennen besiegen. Der Sieger bekommt seine Tochter zur Frau. Der Verlierer stirbt. Oinomaos konnte seiner Sache sicher sein. Von seinem Vater, dem Kriegsgott Ares, hatte er ein Pferdgespann bekommen, das war schneller als der Wind. Auf diese Weise hatte schon ein gutes Dutzend heiratswilliger Männer beim Wagenrennen sein frühes Ende gefunden.

Auch Pelops erhält göttlichen Beistand

Bis Pelops kam. Der junge Mann war auch nicht von schlechten Eltern und zudem ein Liebling Poseidons, dem Gott des Meeres. Der gab ihm seine Pferde, stark wie das Meer und dem Mythos nach geflügelt.
Es kam, wie es kommen muss. Pelops siegte beim Wagenrennen. Oinomaos musste sterben. Pelops bekam Hippodameia zur Frau und wurde König über die ganze griechische Halbinsel, die nach ihm benannt ist: Peloponnes. Insel des Pelops.

Durch Sport den Frieden stärken

Ein Gott trickst den anderen aus. Ein Held tötet den anderen. Ethisch einwandfrei klingt das nicht. Da wirkt es wie ein Trostpflaster, dass Pelops nach dieser Geschichte die Olympischen Spiele gegründet haben soll und ihnen einen friedlichen Anstrich gab: Während der Spiele herrschte heilige Waffenruhe. In den Hain von Olympia kam keiner mit Waffe rein. Für die alten Griechen, die sich sonst immer und ewig untereinander gestritten haben, wurde Olympia zu einem Symbol für Eintracht und Zusammenhalt. Durch Sport den Frieden stärken. Das ist die große Idee und Hoffnung auch für die olympischen Spiele heute.

Religion ist das,
was uns unbedingt angeht.

(Paul Johannes Tillich)

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