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Positive Religionsfreiheit

Verbände unterzeichnen Positionspapier „Religion an der Hochschule“

gettyimages/MeinzahnSchild der Bushaltestelle Uni Campus Westend

Vertreter von christlichen, jüdischen und muslimischen Hochschulverbänden haben am Donnerstag in Frankfurt am Main ein interreligiöses Positionspapier „Religion an der Hochschule“ unterschrieben. Bei dem Papier handele es sich um eine Selbstdarstellung und Selbstverpflichtung, sagte die evangelische Bundesstudierendenpfarrerin Corinna Hirschberg.

Das Positionspapier sei von einer bundesweiten interreligiösen Arbeitsgemeinschaft erstellt worden. Eine erste öffentliche Diskussion zum Thema habe es bereits im August 2014 gegeben.

Positive Religionsfreiheit

Unterzeichnet wurde das Papier im Festsaal der Goethe-Universität auf dem Campus Westend von Spitzenvertretern des Verbandes der Evangelischen Studierendengemeinden in Deutschland, der Studentenmission in Deutschland, dem katholischen Forum Hochschule & Kirche, der Jüdischen Studierendenunion Deutschland und dem Rat muslimischer Studierender & Akademiker. In ihm setzen sich die religiösen Hochschulgruppen unter anderem für die Menschenrechte, die Gleichberechtigung der Geschlechter, für religiöse Vielfalt und die positive Religionsfreiheit ein, „die auch die Freiheit einschließt, die Welt ohne Gott und Religion zu verstehen“.

Hochschulstandort attraktiver machen

Außerdem respektieren die Verbände, „dass Menschen ihr Leben in verschiedenen Lebensformen gestalten und lehnen jede Form von Diskriminierung ab“. Schließlich heben sie hervor, dass die Akzeptanz von Religionen den „Hochschulstandort attraktiver macht“, und dass die Glaubensgemeinschaften zu einem „menschlichen, solidarischen, friedlichen und gegenseitig bereichernden Zusammenleben“ an den Universitäten beitragen.

Das Positionspapier gehe einen großen Schritt auf die Hochschulen zu und betone stark die „Dienlichkeit der Religion“, etwa den Zusammenhalt, die ethischen Impulse und die Krisenbewältigung, sagte der Göttinger Religionswissenschaftler und Soziologe Alexander-Kenneth Nagel. Dies sei im Prinzip richtig. „Ich hätte allerdings noch einige Wünsche an die Hochschulen hineingeschrieben“, sagte er.

Kooperation von Staat und Religionen

Der ehemalige Präsident der Goethe-Universität, Rudolf Steinberg, hob hervor, dass auf dem Campus Westend Religion sichtbar sei, unter anderem mit den Fachbereichen Evangelische und Katholische Theologie und einem Institut für Islamwissenschaft, einem evangelischen und katholischen Studentenwohnheim sowie einem „Haus der Stille“. Dies liege auch daran, dass der Staat und die Religionen laut Grundgesetz nicht strikt getrennt seien, sondern in einem Kooperationsverhältnis zueinander stünden. So habe etwa das Land Hessen für den Bau des „Hauses der Stille“ 800.000 Euro zur Verfügung gestellt.

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Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi.

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