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Schulmedizin und Spiritualität

Was heilt?

GlobalStock/istockphoto.comArzt und PatientWenn sich der Arzt dem Patienten freundlich und interessiert zuwendet, kann der Heilungsprozess zusätzlich angekurbelt werden

Alternativen Heilmethoden sind im Trend. Wissenschaftlich belegt ist, dass Meditation einen positiven Einfluss bei Depressionen hat. Und so lädt die evangelische Kirche in Groß-Umstadt am 26. Oktober zum Kongress „Spiritualität und Wissenschaft im Gespräch“ ein.

Einen Termin beim Cranio-Sacral-Therapeuten zu bekommen, ist eine Herausforderung: Er ist auf Wochen hin ausgebucht. Behandlungen der „sanften Medizin“ sind gefragt, zwei Drittel der Frauen und die Hälfte der Männer sollen sie im Laufe eines Jahres laut dem Nachrichtenmagazin Focus in Anspruch genommen haben.  Diese Entwicklung greift auch die evangelische Kirche auf. Deshalb lädt das evangelische Dekanat Vorderer Odenwald am 26. Oktober zu dem Kongress „Heil und Heilung im 21. Jahrhundert“ nach Groß-Umstadt ein.

Gut für die Gesundheit: Meditation und menschliche Beziehungen

Tabletten, Spritzen und Operationen, die bekannten Methoden der klassischen Medizin helfen oft, aber nicht immer, wie manche Patienten erfahren haben. Dann schauen sie sich nach Heilpraktikern um. Kommen dann fragwürdige esoterisch anmutende Methoden ins Spiel? Das mag zum Teil so sein, so ist die Diagnostik der Kinesiologie umstritten. Es gibt aber auch Ergebnisse neuerer Studien über „sanfte Methoden“, die Patienten wie Mediziner überrascht haben: So bekamen die Teilnehmer einer Therapie an der Universität Tübingen mit Yoga-Übungen und Achtsamkeits-Meditationen ihre Depressionen besser in den Griff. Die Psychologen konnten nachweisen, dass Meditation die Biologie des Gehirns tatsächlich verändert. Die Psychologin Julianne Holt-Lunstad machte eine weitere Entdeckung. Sie stellte fest, dass gute soziale Bindungen die Überlebensrate um 50 Prozent erhöhen. Es stellte sich dabei heraus, dass Einsamkeit genauso schädlich ist wie Rauchen.

Auch Christen sind diese Erkenntnisse nicht ganz unbekannt, die biblische Überlieferung erwähnt mehrere  Heilungsgeschichten Jesu, er wendete sich den Kranken zu, berührte sie. Und doch wirken diese Geschichten aus heutiger Sicht unglaublich. Das intuitive Wissen um die Bedeutung menschliche Beziehungen haben Christen aber in ihre Lebensart integriert: In der Kirchengemeinde vor Ort, dem Kirchenchor, der Konfi- oder Seniorengruppe und bei kirchlichen Festen gibt es immer wieder Gelegenheiten, sich kennen zu lernen, Beziehungen zu intensivieren – und auch Konflikte zu bewältigen.

Tu, was zu tun kannst.
Und dann ist gut, denn mehr geht nicht.
Alles weitere kann ich in die Hände Gottes legen
und darauf vertrauen, dass er es wohl gut mit mir meint.
(Carsten Tag zu Prediger 9,10)

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