Herzlich Willkommen! Entdecken Sie, welche Angebote der EKHN zu Ihnen passen. Über das Kontaktformular und auf facebook sind wir offen für Ihre Anregungen.

Menümobile menu

Ist das „christlich-jüdische Abendland“ zu retten?

Kurs-Nr.: , 18.02.2020, Darmstadt

Termin: In Kalender übernehmen Download PDF Drucken Teilen

Infos

Termin 18. 02. 2020 18:00 – 20:00 Uhr

Ort Katholisches Bildungszentrum nr30, Nieder-Ramstädter Straße 30, 64283 Darmstadt

Kosten Eintritt frei

Links

Vortrag/Diskussion Politik und Gesellschaft Darmstadt-Stadt Vortrag

Ist das „christlich-jüdische Abendland“ noch zu retten?
Diskussionsabend am 18. Februar 2020, 18 Uhr, in Darmstadt im Katholischen Bildungszentrum nr30, Nieder-Ramstädter Str. 30, 64283 Darmstadt

Ein Blick in die politische Begriffsgeschichte zeigt, dass das sogenannte „christlich-jüdische Abendland“ früher wie heute vor allem im rechten Diskurs als Abwehrfolie dient. Gegen die so konstruierte kulturelle christlich-jüdische Einheit lässt sich vor allem alles Muslimische als „fremd“ zurückweisen. Dagegen wird oft eingewandt, dass die europäische Geschichte für Juden und Jüdinnen an vielen Stellen vor allem als Leidens- und Verfolgungsgeschichte zu lesen ist und der christliche Antisemitismus als wesentliches Ergebnis der gemeinsamen Kulturgeschichte gelten muss. Und doch haben jüdische Menschen und Gemeinden jahrhundertelang in Europa gelebt und tun es auch nach der Shoah. Jüdische Kultur- und Geistesgeschichte in Europa fand in Austausch und Abgrenzung mit der christlichen Umwelt statt. Jüdische Denker*innen, Wissenschaftler*innen und Politiker*innen sind aus der christlich geprägten europäischen Geschichte nicht wegzudenken. Und vor allem in Deutschland hat nach der Shoah ein christlich-jüdisches Gespräch eingesetzt, aus dem sich eine Erneuerung der christlichen Kirchen nach Ausschwitz entwickeln konnte und das auch an anderen Stellen der Gesellschaft den Aufbau liberaler demokratischer Strukturen prägte.

Gibt es also doch ein „christlich-jüdisches Abendland“? Ist der Begriff politisch brauchbar und unter welchen Bedingungen? Muss er als rechte Vereinnahmung erkannt und verworfen werden?

Diese Fragen diskutieren Helmut Kellershohn (Historiker, Theologe, Rechtsextremismusforscher) und Joshua Ahrens (Rabbiner), moderiert von Maria Coors (Studienleiterin für Antisemitismus und interreligiösen Dialog) und Matthias Blöser (Projektreferent Demokratie stärken der EKHN).

Details

Veranst. Kath. Bildungszentrum nr 30

Telefon

Telefax Langtitel

E-Mail nr30@bistum-mainz.de

Diese Seite:Download PDFDrucken

Karte
Karte verkleinern

Die wirklichen Beziehungen zwischen Menschen
sind immer ein Angewiesensein,
ein Einander-Brauchen.

(Dorothee Sölle)

to top