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Fluglärm

300. Montagsdemo am Flughafen mit Kabarettist Reichow

Jörn von LutzauSeit Jahren kämpft die Bürgerinitiative Sachsenhausen gegen Fluglärm und den Ausbau des Frankfurter Flughafens.

Die Betroffenen des Frankfurter Fluglärms demonstrieren nächsten Montag zum 300. Mal gegen Fluglärm. Dort wollen sie eine Kampagne „Deutschland fliegt nicht“ mit einer bundesweiten Aktionswoche starten.

Der Mainzer Kabarettist Lars Reichow tritt auf der 300. Montagsdemonstration am 11. November auf dem Frankfurter Flughafen auf. Das Bündnis der Bürgerinitiativen gegen den Flughafenausbau habe mit Reichow erstmals einen namhaften Unterhalter für die Kundgebung ab 18 Uhr im Terminal 1 gewinnen können, sagte der Pressesprecher Thomas Scheffler am Montag dem Evangelischen Pressedienst (epd). Neben dessen Auftritt unter dem Motto „Nicht um jeden Preis“ werde eine Mainzer Fastnachtskapelle die Kundgebung begleiten.

Bundesweite Aktionswoche gegen Fluglärm 2020 geplant

Auf der Demonstration wird nach Schefflers Angaben eine Kampagne gegen Kurzstrecken- und Inlandsflüge unter dem Motto „Deutschland fliegt nicht“ ins Leben gerufen. Die Vereine „Gegenwind 2011 Rhein-Main“, „Stop-Fluglaerm.de“ und „Klima-, Umwelt- und Lärmschutz im Luftverkehr“ starteten eine Online-Kampagne und regionale Aktionen, die zu einer bundesweiten Aktionswoche vom 10. bis 16. Februar 2020 führten. In dieser Woche sollten möglichst viele Menschen auf Inlandsflüge verzichten. Zur Jubiläumsdemonstration erwarteten die Bürgerinitiativen 1.000 bis 1.500 Teilnehmer.

Forderung: Nachtflugverbot ausweiten

Die wichtigsten Forderungen der Bürgerinitiativen sind nach den Worten von Scheffler die Verlagerung der Inlandsflüge auf die Schienen und die Verringerung der Flugbewegungen auf dem Frankfurter Flughafen von mehr als 500.000 im vergangenen Jahr auf 380.000 im Jahr. Außerdem solle das Nachtflugverbot in Frankfurt von 23 bis 5 Uhr auf 22 bis 6 Uhr ausgeweitet werden. „Exzessiver Dauerlärm durch an- und abfliegende Flugzeuge, hohe Feinstaubbelastungen unter den Flugrouten, Gefahren durch herabfallende Ziegel nach Wirbelschleppen gefährden Gesundheit und Leben“, teilten die Bürgerinitiativen mit. Seit dem 14. November 2011, nach Inbetriebnahme der Nordwestlandebahn, versammeln sich jeden Montagabend Bürger im Terminal 1 des Flughafens, um gegen den Lärm und die Umweltschäden durch die Flüge zu protestieren. In der Regel kämen derzeit 100 bis 250 Personen zur Montagsdemonstration, sagte Scheffler. Als größten Erfolg werteten die Bürgerinitiativen die Einführung des begrenzten Nachtflugverbots. Von den Grünen, die in Hessen das Verkehrs- und das Umweltministerium besetzten, seien sie enttäuscht, sagte der Sprecher. Einzig die Linke unterstütze die Forderungen vorbehaltlos.

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Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi.

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