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Hessen

400 ehemalige Heimkinder erhalten Geld aus Fonds

S. Hofschlaeger/pixelio.deMenschen im Himmel

Gedemütigt und misshandelt - so erging es vielen Kindern in Heimen Mitte des 20. Jahrhunderts. Aus einem Entschädigungsfonds erhalten die Heimkinder heute noch Geld für ihre Qualen.

Rund 400 frühere Heimkinder aus Hessen haben bisher Geld aus dem Fonds für ehemalige Heimkinder erhalten. Dies teilte das hessische Sozialministeriumin Wiesbaden mit. Seit Start des Fonds „Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland 1949-1975“ Anfang 2012 seien rund 3,5 Millionen Euro bewilligt und ausgezahlt worden. Nach Angaben von Minister Stefan Grüttner (CDU) sind die Hilfeleistungen damit „sehr gut“ angenommen worden.

Zwischen 1945 und den 1970er Jahren wuchsen in der Bundesrepublik rund 800.000 Kinder in Heimen auf. Viele von ihnen wurden gedemütigt, misshandelt, zur Arbeit gezwungen oder sexuell missbraucht. Als in den vergangenen Jahren das Ausmaß deutlich wurde, war ein Entschädigungsfonds in Höhe von 120 Millionen Euro aufgelegt worden. Für ihn kommen zu je einem Drittel Bund, Länder und Kirchen als maßgebliche Träger der Einrichtungen auf.

Wie Grüttner betonte, können ehemalige Heimkinder bis Ende 2014 Leistungen aus dem Fonds beantragen. Die Mittel würden nicht mit gesetzlichen Transferleistungen verrechnet. Es kann etwa Geld geben für den „aktuellen Unterstützungsbedarf“ (bis zu 10.000 Euro) oder als Rentenersatzleistungen (300 Euro pro Monat), für die keine Beiträge eingezahlt wurden.

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(Psalm 31,9)

Psalm 31,9

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages/tolga tezcan

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