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18. Mai: Jubiläum Rheinland-Pfalz

75 Jahre Rheinland-Pfalz und wie die Kirchen das Leben mitgestalten

Bildquelle: © Landtag RLP / SilzRheinland-PfalzSeit dem Bestehen ihres Bundeslandes haben Rheinland-Pfälzer und Rheinland-Pfälzerinnen gemeinsam viele Herausforderungen gemeistert und sind zusammengewachsen

Am 18. Mai 2022 jährt sich die Verabschiedung der rheinland-pfälzischen Landesverfassung zum 75. Mal. Von Beginn an haben auch die drei evangelischen Landeskirchen zu einer guten Entwicklung in Rheinland-Pfalz beigetragen. So beteiligen sich die Kirchen auch vom 20. bis 22. Mai mit einem eigenen Programm beim Rheinland-Pfalz-Tag in Mainz.

(epd). Die drei evangelischen Landeskirchen in Rheinland-Pfalz haben nach Einschätzung ihres Beauftragten am Sitz der Mainzer Landesregierung, Wolfgang Schumacher, zu einer guten Entwicklung des Bundeslandes in seiner 75-jährigen Geschichte beigetragen. Der «gemeinsame Aufbruch» der pfälzischen, rheinischen und hessen-nassauischen Landeskirche aus ihrer Schuldgeschichte der NS-Zeit habe sich auch positiv auf das Land und das Zusammenwachsen seiner Landesteile ausgewirkt, sagte der Leiter des evangelischen Büros in Mainz dem Evangelischen Pressedienst (epd). So hätten die international vernetzten evangelischen Hilfswerke den Menschen in der Wiederaufbauphase nach dem Zweiten Weltkrieg in großer Not geholfen und damit auch Strukturen für eine Sozialpolitik in dem Bundesland gelegt.

Vertrauensvolle Zusammenarbeit

Seit der Gründung des Landes im Jahr 1947 sei das Verhältnis der evangelischen Kirchen und der Landesregierung durch ein offenes und vertrauensvolles Miteinander geprägt, sagte Schumacher, der aus der pfälzischen Landeskirche stammt. «Bei allen gesellschaftlichen Fragen werden die Kirchen mit einbezogen», sagte der Kirchendiplomat aus Kaiserslautern. Als Beispiele nannte er die Themen Soziales, Bildung, Integration und Flüchtlinge.

Arbeit der Diakonie, der Schulseelsorge und Engagement im Religionsunterricht wird wergeschätzt

Trotz ihres gesellschaftlich schwindenden Einflusses werde das Wort der beiden großen christlichen Kirchen in der Landespolitik gehört, versicherte Schumacher. Besonders deren diakonisches Engagement für arme, alte, kranke und beeinträchtigte Menschen sowie für Flüchtlinge und Migranten werde wertgeschätzt. Die Kirchen seien ein wichtiger Akteur etwa beim staatlich organisierten Religionsunterricht oder in der Schulseelsorge. In allen wichtigen Landesbeiräten seien sie mit ihrer Expertise vertreten.

Wichtiger Akteur in der Kita-Arbeit

In der Sache, etwa bei der staatlichen Refinanzierung von Kindertagesstätten in kirchlicher Trägerschaft, werde aber auch hart gerungen, sagte Schumacher. Wenn die Kirchen wichtige staatliche Aufgaben wie die Kita-Arbeit oder soziale Angebote übernähmen, sei der Staat zur finanziellen Kompensation grundgesetzlich verpflichtet.

Kirchen beteiligen sich beim Fest zum 75. Landesjubiläum

Das 75. Landesjubiläum in diesem Jahr wollten die evangelischen Kirchen mitfeiern, sagte Schumacher. Beteiligt seien die Kirchen beim Rheinland-Pfalz-Tag vom 20. bis 22. Mai in Mainz, der von der pfälzischen und hessen-nassauischen Kirche sowie der Diakonie in Rheinland-Pfalz mitgestaltet werde. Am 21. Mai um 10 Uhr gebe es einen ökumenischen Gottesdienst im Mainzer Dom mit der pfälzischen Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst (Predigt) und dem Mainzer Bischof Peter Kohlgraf. Im Zentrum des evangelischen Auftritts steht die multimediale Inszenierung „Liebestoll“. Sie geht auf den „Hammerstein’schen Ehestreit“ aus dem 11. Jahrhundert zurück. Er gilt als die schönste Romanze des Mittelalters und rankt sich um den Alten Dom.

Themen-Special: Evangelischen Kirchen auf dem Rheinland-Pfalz-Tag

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