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Regierungspräsidium entzieht Wolfgang Ernst zu Ysenburg Stiftungsvorsitz

Kirche begrüßt Abberufung des Büdinger Fürsten

EKHN/RahnLogos Evangelische Kirche Logos Evangelische Kirche

Fürst Wolfgang Ernst zu Ysenburg und Büdingen bleibt in den Schlagzeilen: Nun entzieht ihm das Regierungspräsidium den Vorsitz der kirchlichen Präsenzstiftung.

Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hat die Entscheidung des Regierungspräsidiums Darmstadt am Montag (17. Juni) begrüßt, Wolfgang Ernst zu Ysenburg und Büdingen aus dem Vorstand der Stiftung „Präsenz zu Büdingen“ abzuberufen. Die Stiftung aus dem 13. Jahrhundert dient dazu, kirchliche Gebäude in Büdingen instand zu halten. „Das ist eine kluge Entscheidung“, erklärte der Sprecher der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Volker Rahn. Zuletzt hatte die EKHN Befürchtungen geäußert, der Fürst komme seiner Verantwortung an der Spitze der Stiftung nicht mehr nach. So hätte er beispielsweise durch den Verkauf von Immobilien der Stiftung zuletzt über 600.000 Euro erlösen müssen, die aber im Stiftungsvermögen nicht verzeichnet seien. Die EKHN ist der Auffassung, dass es sich bei der „Stiftung Präsenz“ aufgrund des Stiftungszwecks und der Herkunft des Stiftungsvermögens um eine kirchliche Stiftung handelt und sie mitverantwortlich ist.

Fortbestand der Stiftung ist gefährdet

Gleichzeitig stelle sich nun die Frage nach der Zukunft der Stiftung „Präsenz zu Büdingen“, die als eine der ältesten in Hessen gilt. Die EKHN hält ihren Fortbestand nur für gesichert, wenn künftig der Vorstand mit Personen besetzt wird, die aufgrund ihrer Kompetenz und Nähe zum Stiftungszweck ausgewählt werden. „Wir brauchen jetzt verantwortungsbewusste Menschen an der Spitze der Stiftung, die etwas von Geld und Gebäuden verstehen und zudem mit der evangelischen Kirche verbunden sind“, sagte Rahn. Auch die Kirche biete nach wie vor ihre Hilfe bei der Beratung der Stiftung an, die bisher stets abgelehnt worden sei. Die Besetzung des Vorstands mit dem jeweils ältesten männlichen Nachkommen des letzten regierenden Fürsten zu Ysenburg und Büdingen und einer Hilfsperson als weiterem Vorstandsmitglied, wie in der bisherigen Satzung vorgesehen, sei keine Gewähr für eine kompetente Wahrnehmung der schwierigen Verwaltung dieser Stiftung.

Klage der EKHN gegen das Land wird aufrecht erhalten

Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau will unterdessen ihre Klage gegen das Land Hessen weiter aufrecht erhalten, in der sie gegen die Genehmigung der Stiftungssatzung prozessiert. „Wir wollen hier mehr Transparenz und eine ganz klare Stiftungssatzung“, so Rahn. Die EKHN befürchte, dass die derzeit gültige Satzung auch dazu dienen kann, die Stiftung aufzuheben. In der Folge würde das Vermögen an den Privatmann Wolfgang Ernst zu Ysenburg und Büdigen fallen. Die Baulasten für die Marien- und die Remigiuskirche sowie für zwei Pfarrhäuser in Büdingen und einen Friedhof blieben dann dagegen allein bei der evangelischen Kirche.

Du stellst meine Füße auf weiten Raum.

(Psalm 31,9)

Psalm 31,9

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages/tolga tezcan

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