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Evangelische Akademie

Vom Main an den Rhein: Abschied von Akademiedirektor Thorsten Latzel

EKHN/LatzelDr. Thorsten LatzelDr. Thorsten Latzel

Dr. Thorsten Latzel ist am 13. März als Direktor der Evangelischen Akademie Frankfurt verabschiedet. worden. Schon eine Woche später tritt er sein Amt als Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland an.

Evangelische Akademie/Norbert MiguletzNeue Evangelische Akademie am RömerbergNeue Evangelische Akademie am Römerberg

Der Direktor der Evangelischen Akademie Frankfurt, Thorsten Latzel ist von seinem Amt verabschiedet worden. Schon Ende März tritt er die Nachfolge von Manfred Rekowski als rheinischer Präses an. Er zog dabei eine positive Bilanz seiner achtjährigen Amtszeit als Direktor der Evangelischen Akademie Frankfurt. Die Akademie habe sich seit 2013 zu einem „zentralen, urbanen Diskursort“ und einer „protestantischen Denkwerkstatt“ entwickelt, sagte Latzel in einem epd-Gespräch. Die Einrichtung ziehe ein „sehr diverses“ Publikum aus der Rhein-Main-Region, aber auch aus ganz Deutschland an. Für die Zukunft sei sie bestens aufgestellt. Der 50-jährige Theologe, Pfarrer und Blogger wechselt nach Düsseldorf und tritt dort am 20. März sein neues Amt als Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, der zweitgrößten evangelischen Landeskirche, an.

Akademiearbeit neu ausgerichtet

Der Vater von drei Kindern übernahm die Leitung nur ein Jahr nach der Fusion von Evangelischer Akademie Arnoldshain und Evangelischer Frankfurter Stadtakademie Römer9. Besonders gefordert hätten ihn die personelle wie inhaltliche Neuausrichtung sowie der Umbau des Akademiegebäudes am Römerberg mit seiner charakteristischen Glashülle, der 2017 vollendet wurde, sagte Latzel. Seitdem seien mehrere neue Formate wie die Junge Akademie, ein jährliches Stipendienprogramm für junge Erwachsene, ein Theologie-Slam oder die Satireshow-Analyse „Humor ist...“ hinzugekommen. Neu geschaffen worden sei auch eine Projektstelle „Prävention von religiös motiviertem Extremismus“.

Das „hochfunktionale und ausstrahlungsstarke“ Akademiegebäude mit zwei großen Sitzungssälen und vier Tagungsräumen locke auch viele Fremdveranstalter an. Insgesamt seien dort und in der Dependance, dem Martin-Niemöller-Haus in Arnoldshain, im Jahr 2019 rund 170 eigene und 330 Fremdveranstaltungen mit 13.471 beziehungsweise 16.314 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ausgerichtet worden. Mehrtägige Veranstaltungen finden weiter im Niemöller-Haus statt.

Auf das Digitale umgeswitcht

Die Akademie sei bisher auch gut durch die Corona-Krise gekommen. „Im März 2020 waren wir schon vorbereitet und konnten sofort vom Analogen auf das Digitale umswitchen“, berichtete die stellvertretende Direktorin Anna-Lena Neuser. Auch die sozialen Medien würden regelmäßig bespielt, so habe die Akademie aktuell rund 4.800 Follower bei Facebook.

Die Arbeit sei stark auf Veränderung angelegt, auf eine „Start-up-Kultur“, betonte Latzel. Neues auf den Weg zu bringen gelinge aber nur mit kompetenten Hauptamtlichen und vielen ehrenamtlichen Unterstützern, etwa den Mitgliedern der Arbeitskreise und den 160 Mitgliedern des Fördervereins. Um auch Menschen anzusprechen, die weder analog noch digital erreichbar sind, habe er Ende 2019 begonnen, seine „kleinen geistlichen Beobachtungen über die großen Zusammenhänge“ im Blog „glauben-denken“ zu veröffentlichen. Seitdem seien fast 100 solcher „Theologischen Impulse“ entstanden, etwa über die Widersprüchlichkeit und Verletzlichkeit des menschlichen Lebens und die Krisen der Zeit.

Biografische Stichpunkte

Der in Bad Laasphe im Kreis Siegen-Wittgenstein aufgewachsene Latzel studierte evangelische Theologie in Marburg und promovierte 2002 in Heidelberg mit einer Arbeit über den Heidelberger Katechismus. Nach einer Zeit als Vikar und Gemeindepfarrer wechselte er 2005 ins Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Hannover, wo er als Oberkirchenrat das Projektbüro Reformprozess leitete und auch für die EKD-Kirchenmitgliedschaftsuntersuchungen zuständig war. Die Stelle des Akademiedirektors ist aktuell ausgeschrieben.

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dass Gott mit seiner ganzen Kraft
bei den Schwachen auf uns wartet.

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