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70. Geburtstag

Amtierender Kirchenpräsident würdigt seinen Vorgänger Peter Steinacker

S. Krebs

"In seiner Amtszeit als Kirchenpräsident hat Prof. Dr. Peter Steinacker der EKHN wichtige Impulse gegeben und nötige Veränderungen gefördert“, so würdigt Dr. Volker Jung, Kirchenpräsident der EKHN, seinen Vorgänger im Amt.

Anlass ist der 70. Geburtstag Peter Steinackers am 12. Dezember. Der in Frankfurt Geborene bekleidete das Amt des Kirchenpräsidenten der EKHN von 1993 bis 2008. Jung hebt seine Leistungen hervor: „Zusammen mit seinem Stellvertreter Hans-Helmut Köke hat er wichtige Strukturreformen angestoßen, die die EKHN für die Zukunft geöffnet haben.“ Jung betont, dass Steinacker außerdem weitere wichtige Impulse gesetzt habe. Intensiv habe er den Dialog mit Kunst, Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft gesucht, gepflegt und gefördert.

 

Interreligiösen Dialog gestaltet

„In seine Zeit fiel auch die Entdeckung der interkulturellen und interreligiösen Herausforderungen in unserer Gesellschaft. Diese Herausforderung hat Peter Steinacker als einer der ersten führenden Theologen in Deutschland erkannt und angenommen“, berichtet Kirchenpräsident Jung. Er erzählt, dass auf Steinackers Initiative hin die EKHN mit Projekten in Kairo und Beirut ihre interreligiöse Kompetenz stark erweitert habe. Dabei seien viele Kontakte zu Muslimen und anderen Religionsgruppen geknüpft worden. Steinacker selbst sei darüber zu einem international anerkannten Kenner islamischer Theologie geworden.

Jung hebt hervor: „Die EKHN hat Peter Steinacker sehr viel zu verdanken – bis heute. Peter Steinacker ist weiterhin aktiv als Kuratoriumsvorsitzender der EKHN Stiftung. Für unsere Kirche bringt er dort seine Lebenserfahrung und seine theologische Kompetenz ein."

 

Zur Person:

Peter Steinacker ging in Frankfurt am Main zur Schule, legte die Reifeprüfung ab und begann mit dem Studium der Evangelischen Theologie und der Philosophie, das er in Tübingen und Marburg fortsetzte. In Marburg promovierte er über das "Verhältnis der Philosophie Ernst Blochs zur Mystik" und übernahm eine Assistentenstelle an der dortigen Theologischen Fakultät. 1975 wechselte er als Assistent an die Gesamthochschule Wuppertal, wo er in den Fächern Altes Testament und Systematische Theologie mitarbeitete. 1980 habilitierte er sich, wiederum in Marburg, mit einer Arbeit über die "Kennzeichen der Kirche". Er wurde in der Rheinischen Kirche ordiniert und 1985 Gemeindepfarrer in Wuppertal.

In jener Zeit arbeitete Steinacker in der "Perspektivkommission" der EKHN mit. Außerdem publizierte er regelmäßig in wissenschaftlichen Zeitschriften. Während seiner Amtszeit als Kirchenpräsident war er auch als Honorarprofessor für Systematische Theologie an der Universität Marburg tätig.
Seit 1993 amtierte Steinacker als Kirchenpräsident der EKHN. Steinackers Amtszeit war geprägt vom Ringen um die künftige Gestalt der Kirche. Die EKHN stellt sich mit mehreren Reformprojekten auf die fortschreitende Säkularisierung und den demografischen Wandel ein. Weitere große Themen sind die Auseinandersetzung mit dem Terrorismus sowie der Dialog mit dem Islam. Steinacker förderte intensiv den Dialog der Kirche mit anderen gesellschaftlichen Kräften. In seiner reichen Vortragstätigkeit widmete er sich vor allem theologischen und ethischen Grundsatzfragen, u.a. zu kirchlich-gemeindlichen, zu wirtschaftlichen und sozialen, zu familienethischen sowie zu Fragen der Bildung und der gesellschaftlichen und politischen Kultur.

Zum 31.12.2008 trat Steinacker in den Ruhestand. Er geht jedoch weiter seiner Lehrtätigkeit an der Universität Marburg nach und hat einen Lehrauftrag an der Universität Frankfurt angenommen.

In der Konzentration auf das, was ist,
kann sich so etwas wie ein Raum öffnen,
ein Gewahrsam schärfen für die Gegenwart Gottes.

(Carsten Tag)

Carsten Tag

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages / rusm

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