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Gottesdienste in den Kirchen

Gottesdienste mit Abstand

StenderBibel, Zollstock, Maske, HandschuheFür den Gottesdienst am Sonntag fehlt nur noch das Desinfektionsmittel

Mit Zollstock und Klebeband sind in diesen Tagen Pfarrerinnen und Pfarrer in den Kirchen zwischen Limes und Vulkan unterwegs. Sie messen die Abstände aus, die in Corona-Zeiten zwischen den Besuchern eingehalten werden müssen, wenn wieder Gottesdienst gefeiert wird.

Einige Kirchengemeinden haben bereits angefangen, andere tun es bald wieder. Manche haben sich aus verschiedenen Gründen vorläufig dagegen entschieden: Gottesdienste mit Besuchern abhalten. Denn seit Anfang Mai dürfen in den Kirchen wieder Gottesdienste gefeiert werden. Voraussetzung ist die Verabschiedung und Einhaltung eines Schutz- und Hygienekonzepts durch die Kirchenvorstände. Sie entscheiden nach den örtlichen Gegebenheiten darüber, wann und wie in den Kirchen wieder Gottesdienst gefeiert wird.

Aufgrund des Abstandsgebots von mindestens einem Meter fünfzig ist es gerade in den kleineren Kirchen schwierig, mehr als zehn Menschen regelgemäß Zugang zur Kirche zu gewähren. „Wir wollen niemanden wegschicken“, heißt es deshalb aus Kirchengemeinden, die sich gegen die Öffnung entschieden haben. Andere zählen auf das Verständnis der Abgewiesenen unter den gegebenen schwierigen Umständen.

Das erwartet die Kirchenbesucher im Corona-Gottesdienst

Wer an den kommenden Sonntagen einen Gottesdienst besucht, muss sich auf einige Veränderungen einstellen. Am Eingang und Ausgang wird nicht nur darauf geachtet, dass der Abstand von mindestens einem Meter fünfzig eingehalten wird. Auch die Schutzmaske ist Pflicht ebenso wie die Handdesinfektion. Die sonst üblichen Begegnungen und Gespräche unter den Gemeindegliedern vor der Kirche entfallen somit, auch auf das Singen im Gottesdienst wird gänzlich verzichtet: Damit soll eine mögliche Verbreitung der Corona-Viren über die Atemluft vermieden werden. In der Kirche wird dann strikt darauf geachtet, dass ausschließlich die markierten Plätze eingenommen werden. Pfarrer oder Pfarrerin bewegen sich in mindestens vier Metern Abstand von der Gottesdienstgemeinde. Emporen sind gesperrt oder den wenigen Musikern vorbehalten, die im Gottesdienst aktiv sein dürfen. Vor dem Eingang kann es zu Wartezeiten kommen, in manchen Kirchen wird um Anmeldung gebeten.

Weniger Plätze führen zu mehr Gottesdiensten

„Wenn viel mehr kommen als in die Kirche hineindürfen, würden wir auch zwei Gottesdienste anbieten“, sagt Anne Schneider, Pfarrerin in Oppenrod und Annerod. Sie predigt wieder in der kleinen Oppenröder Kirche - mit vier Metern Abstand zur Gemeinde. Dieter Sandori, Pfarrer in Burkhardsfelden und Lindenstruth, geht davon aus, dass nicht mehr Besucher kommen werden als in Vor-Corona-Zeiten. Dafür reicht das reduzierte Platzangebot in „seinen“ Kirchen aus, meint Sandori.

Offene Türen und Streaming-Angebote bei Gottesdiensten

Auch Markus Witznick in Ober-Ohmen fühlt sich nicht wohl bei dem Gedanken, Menschen abweisen zu müssen. Seine Kirchengemeinde will zunächst Erfahrungen sammeln und diese beim nächsten Gottesdienst umsetzen. Außerdem hofft er auf gutes Wetter, so dass man die Kirchentüren öffnen könnte und auch noch Plätze vor der Kirche anbieten könnte. Wenn das Interesse am Gottesdienst dauerhaft das Platzangebot übersteigt, denkt er mittelfristig auch an ein Streamingangebot.

Zwei Gottesdienst-Teams zur Sicherheit

Die Kirchengemeinde Allendorf feiert in Allendorf und Haigerseelbach erst am Pfingstsonntag Gemeindegottesdienste, um alle Vorbereitungen mit Bedacht zu treffen. In beiden Kirchen sind die Sitzplätze entsprechend der Abstände ausgemessen und gekennzeichnet beziehungsweise die Stühle entsprechend aufgestellt. „Es werden zwei Gottesdienst-Teams zusammengestellt aus Pfarrer, Prädikant, Musiker, Vorsänger, Küster, Ordner und Reinigungspersonal, damit bei einer auftretenden Erkrankung nicht gleich alles wieder zum Erliegen kommt“, heißt es in einer Mitteilung. 

In Ober-Ohmen wie auch im Kirchspiel Grünberg würden zuerst Kirchenvorsteher ihre Plätze räumen, wenn es nötig sein sollte. Pfarrer Lukas von Nordheim in Grünberg kündigt außerdem an, dass die Predigt für alle zur Mitnahme bereit liegt. Das wird auch in anderen Gemeinden, etwa in Queckborn und Lauter, so gehandhabt. 

Um Anmeldung wird gebeten

Kein Risiko bei der zu erwartenden Besucherzahl geht die Kirchengemeinde Großen-Buseck ein. Sie bittet die am Gottesdienstbesuch interessierten Gemeindemitglieder um Anmeldung für die Gottesdienste. Das gilt auch für Siegbach. Dort ist die Zahl der Gottesdienstbesucher ist auf 50 Menschen beschränkt, um die nötigen Abstände einzuhalten. 

In Ewersbach wird die Kirche zur Einbahnstraße

„Wer den Gottesdienst besuchen möchte, muss sich zuvor telefonisch anmelden. Ist die Platzkapazität erschöpft, wird im gewissen Zeitabstand ein zweiter Gottesdienst angesetzt“, erläutert Thielmann aus der Kirchengemeinde Ewersbach. Sie bereitet die Margarethenkirche für einen ersten Gottesdienst von maximal 30 Minuten am 17. Mai vor. Der Zeitabstand zum nächsten Gottesdienst sei nötig, um die Plätze, Türgriffe und Handläufe in der Kirche zu desinfizieren. Ebenso soll vermieden werden, dass es einen Stau von wartenden Gemeindegliedern vor der Kirchentür gibt. In der Margarethenkirche herrsche „Einbahnstraße“: Es gibt einen Eingang und zwei Ausgänge. 

Gottesdienste digital und analog parallel feiern

Viele Kirchengemeinden haben in den vergangenen Wochen Online-Formate entwickelt. Während in Lich und Hungen jeden Sonntag die Gottesdienste live im Internet verfolgt werden konnten und können, wurden anderswo Andachten aufgenommen und ins Netz gestellt. Auch Telefongottesdienste gab und gibt es, zum Beispiel in Ettingshausen, Harbach und Hattenrod. In Hungen und Lich wird weiterhin Gottesdienst parallel analog und digital gefeiert. Auch in anderen Gemeinden wollen Pfarrerinnen und Pfarrer die Onlineangebote gern weiter aufrechterhalten, weil damit andere Kreise angesprochen werden als mit den traditionellen Sonntagsgottesdiensten. Die Maria-Magdalena-Gemeinde Frankfurt setzt weiter auf Virtuelles und führt ihren Video-Konferenz-Gottesdienst „GaAbriEl“ per Zoom mit Kirchenpräsident Volker Jung fort. 

Gottesdienst auf Youtube, Gebete in der Kirche

Die Kirchengemeinde Frohnhausen wird bis Anfang Juni keine öffentlichen Gottesdienste anbieten und setzt auf die YouTube-Übertragung. Das Gotteshaus steht den Menschen aber als „Offene Kirche“ täglich für Gebet und Stille zur Verfügung, teilt Pfarrer Wolfgang vom Dahl mit.      

Gottesdienst zum Mitnehmen

Die Kirchengemeinde Dillbrecht bietet wie andere Gemeinden auch die Möglichkeit, eine Audioaufnahme des Gottesdienstes auf USB-Stick zu erhalten oder über die Homepage abzurufen. Es gibt wie in Ballersbach auch eine „Telefonpredigt“: nach Anrufen einer Telefonnummer wird automatisch die Andacht des jeweiligen Sonntags abgespielt. 

Doppelstühle für Paare im Gemeindehaus

Die Kirchengemeinde Dillbrecht verlagert ihre Gottesdienste ab dem 24. Mai in die Gemeindehäuser. Jan Simon Schäfer vom Kirchenvorstand erklärt: „In den Gemeindehäusern in Dillbrecht und in Fellerdilln werden die Stühle so gestellt, dass der Abstand von 1,5 Metern in alle Richtungen eingehalten ist. Es gibt einige ‚Doppelstühle‘ für Personen aus einem gemeinsamen Haushalt. Wir verzichten auf ein Anmeldeverfahren über das Gemeindebüro. Wenn alle Plätze besetzt sein sollten, findet kein Einlass mehr statt“. 

Open-Air-Feiern als Alternative

Die Kirchengemeinde Messel hingegen setzt auf Open-Air-Feiern vor der Kirchtür. Ab Sonntag, den 17. Mai, gibt es dort wieder Gottesdienst draußen vor der Kirche – bei Regen geht es mit maximal 34 Personen in die Kirche zu den markierten Plätzen. Da es wahrscheinlich kalt sein wird, wird empfohlen, ein Kissen für die blauen Stühle mitzubringen. Auch die Kirchengemeinden Eiershausen und Wissenbach starten an Christi Himmelfahrt (Donnerstag, 21. Mai) mit einem Open Air Gottesdienst um 10.30 Uhr an Meerbachstannen - allerdings nur bei schönem Wetter. 

Auto-Gottesdienst im Odenwald

Auch bei Regen gibt es im Odenwaldkreis am Sonntag, den 17. Mai auf dem Parkplatz vor der Reichenbergschule in Reichelsheim einen Auto-Gottesdienst, den die Kirchengemeinden Reichelsheim und Winterkasten-Laudenau gemeinsam organisieren. 

 

Hier werden wieder Gottesdienste gefeiert (Auswahl):

Annerod

Bad Homburg: Erlösergemeinde

Bad Soden-Neuenhain

Burkhardsfelden 

Darmstadt: nahezu alle Kirchen im Stadtgebiet

Diedenbergen

Dillbrecht

Eiershausen

Eppstein

Ewersbach

Fellerdilln

Flörsheim

Frankfurt: nahezu alle Innenstadtkirchen u.a. mit Katharinenkirche,  Alte Nikolaikirche, Dreikönigskirche, Hoffnungsgemeinde, Friedenskirche, Wartburgkirche 

Gießen: Johanniskirche

Großen-Buseck

Heidenrod-Laufenselden und auf dem Altenberg

Herborn: Stadtkirche 

Heusenstamm 

Hungen

Hofheim:  Johannesgemeinde, Thomasgemeinde 

Idstein-Heftrich

Ingelheim am Rhein: Versöhnungskirchengemeinde

Kirburg  (Westerwald  / RLP)

Kronberg-Oberhöchstadt

Lauterbach  

Lindenstruth

Mainz: Lutherkirche,  Melanchton und Friedenskirche-Mainz-Mombach, Maria-Magdalena-Gemeinde auf dem Lerchenberg mit  Open-Air Gottesdiensten

Messel

Nieder-Moos (Oberhessen) 

Ober-Ohmen

Offenbach: Friedenskirchengemeinde , Kirchengemeinde Bieber 

Oppenrod

Reichelsheim

Schönberg: Markusgemeinde 

Siegbach

Wiesbaden: nahezu alle Innenstadtkirchen (Marktkirche, Bergkirche, Kreuzkirche, Ringkirche, Lutherkirche, Matthäuskirche, Ev. Kirche Wiesbaden-Naurod, Triangelis (Johanneskirche Erbach) Oranier-Gedächtnis-Kirche Biebrich, Thomaskirche; Paul-Gerhardt-Gemeinde Kohlheck (Dotzheim); Michaelsgemeinde Mainz-Kostheim)

Wissenbach

Wölferlingen-Maxsain (Westerwald / RLP) 

Worms

So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge,
sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen.

Epheser 2,19

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages /nottomanv1

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