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Kirchensynode tagt ab heute in Frankfurt

Auftakt mit Armut, Politik und Reformation

EKD/Cover des Themenheftes "Reformation und Politik"Lutherjahr "Reformation und Politik"Lutherjahr "Reformation und Politik"

Politik, Reformation und Armut sind die großen Themen zum Auftakt der Synode am Donnerstag. Im Frankfurter Dominikanerkloster wird am Mittag auch die Luther-Botschafterin der EKD, Margot Käßmann, erwartet.

Frankfurt a.M., 8. Mai 2014. Am Donnerstagmorgen tritt in Frankfurt am Main die Kirchensynode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) zu ihrer diesjährigen Frühjahrstagung zusammen. Unter der Leitung von Präses Dr. Ulrich Oelschläger beraten die 152 Vertreter der knapp 1,7 Millionen Mitglieder zählenden Kirche noch bis Samstag unter anderem über das Schwerpunktthema Armut und den Bericht von Kirchenpräsident Dr. Volker Jung zum Verhältnis von Kirche und Politik. Auf der Tagesordnung stehen heute auch die Planungen für das 500-Jahr-Jubiläum zur Reformation 2017. Dazu wird Margot Käßmann, die Botschafterin für das Reformationsjubiläum, am Mittag in Frankfurt erwartet.

Bericht des Kirchenpräsidenten: Volker Jung für politisch wache Kirche

Zum Auftakt der Synode wird sich Kirchenpräsident Volker Jung in seinem traditionellen Bericht zur Lage in Kirche und Gesellschaft mit dem Verhältnis von Kirche und Politik auseinandersetzen. Unter dem biblischen Leitsatz „Gebt dem Kaiser was des Kaisers ist, und Gottes was Gottes ist“ wird Jung für eine Kirche plädieren, die sich in gesellschaftspolitischen Fragen zu Wort melden soll, aber darauf aufpassen muss „das Religiöse nicht zu politisieren“. Von der Geschichte des Christentums und seinen Erfahrungen mit der weltlichen Macht ausgehend, wird er einen Bogen bis zu aktuellen Herausforderungen wie der Flüchtlingspolitik und der Sterbehilfe spannen. Jung wird auch an die Kirchenmitglieder appellieren, die bevorstehenden Europawahlen ernst zu nehmen. Nach Ansicht des Kirchenpräsidenten ist vielen zu wenig bewusst, welche tragende Rolle der Staatenbund beispielsweise für die Entwicklung des Friedens und die Stärkung der Wirtschaft habe.

Reformation: Margot Käßmann für weltweite Dimension der Feier

Als Gast wird am Donnerstagmittag in Frankfurt auch Margot Käßmann erwartet, die Botschafterin des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland für das Reformationsjubiläum 2017. Sie will über den Stand der Vorbereitungen für die 500-Jahr-Feiern informieren. Dabei wird sie für eine ökumenische, interreligiöse und weltweite Ausrichtung der Feierlichkeiten plädieren. Die Synodalen werden unterdessen am Nachmittag darüber entscheiden, wie intensiv sich die hessen-nassauische Kirche bis 2017 bei dem großen Jubiläum engagiert. Dazu liegt ein Antrag vor, der den Aufbau einer Projektgruppe und Fördermittel in Höhe von rund 3,5 Millionen Euro vorsieht. Damit sollen Veranstaltungen in der Region aber auch die zentralen Feiern in Wittenberg 2017 unterstützt werden.

Schwerpunktthema der Synode: Armut stärker zum Thema machen

Einen inhaltlichen Schwerpunkt setzen die Delegierten auf ihrer Tagung dann am Nachmittag mit dem Thema Armut und Möglichkeiten zu ihrer Bekämpfung. Die Synodalen wollen eine Selbstverpflichtung verabschieden, die dazu aufruft, das Problem Armut mehr als bisher in den Blick zu nehmen. Dazu sollen Gemeinden beispielsweise sensibler dafür gemacht werden, bei der Gestaltung ihrer Angebote etwa auch mehr Arbeitslose einzubeziehen. Am Freitagmorgen wird die Tagung mit weiteren Impulsen zur Armuts-Prävention und dem Thema Öffentlichkeitsarbeit fortgesetzt.

Informationen wie Zeitplan und Tagesordnung zur Synode finden Sie direkt hier.

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Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi.

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