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Tschernobyl

Ausstellung: 30 Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl

colourbox.deReaktor Nr. 4 in TschernobylReaktor Nr. 4 in Tschernobyl

Eine Fotoausstellung im Wiesbadener Kunsthaus zeigt Bilder, die ein Fotograf vergangenes Jahr rund um Tschernobyl aufgenommen hat. Die Ausstellung ist bis zum 29. Mai 2016 für Besucher geöffnet.

Strahlend blauer Himmel ist über einem altmodischen, aber schönen Riesenrad mit viel Grün rundherum zu sehen. Erst wenn man genauer hinschaut, kann man auf dem Bild erkennen, dass die Metallstangen am Fahrgestell schon Rost angesetzt haben. „Erschreckend ästhetisch“ nennt Fotograf Axel Ruske die Bilder, die er voriges Jahr rund um Tschernobyl aufgenommen hat.

Das Riesenrad ist Teil eines großen Vergnügungsparks, der in der ukrainischen Stadt Prypjat zum Tag der Arbeit am 1. Mai 1986 eröffnet werden sollte. Doch dazu kam es nie, denn am 26. April jenes Jahres ereignete sich die folgenschwere Reaktorkatastrophe im Block 4 des benachbarten Atomkraftwerks von Tschernobyl. Das nie in Betrieb genommene Riesenrad prangt auf einem von insgesamt 36 Bildern, die Ruske von diesem Samstag bis 29. Mai im Kunsthaus auf dem Wiesbadener Schulberg zeigt. „30 Years after - Tschernobyl nach der atomaren Katastrophe“ lautet der Titel der Ausstellung.  

Mit einem Kamerateam des ZDF zusammen hatte sich der 61-Jährige im Sommer 2015 fünf Tage lang an den Ort des Geschehens begeben. Etwa 800 bis 1.000 Bilder hat der Fotograf in der Ukraine geschossen. Die Palette reicht von der Ruine des noch immer hoch verstrahlten Reaktors Nummer 4 mit einigen Kränen rings herum zum Flicken der immer häufiger entstehenden Löcher über eine auf dem Boden liegen gebliebene Puppe mit abgerissenem Arm und Bein bis zu der scheinbaren Idylle mit dem Riesenrad in Prypjat.

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Und dann ist gut, denn mehr geht nicht.
Alles weitere kann ich in die Hände Gottes legen
und darauf vertrauen, dass er es wohl gut mit mir meint.
(Carsten Tag zu Prediger 9,10)

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