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Tipps für den Kirchentag

Berlin: Erbarme, die Hesse und Nassauer komme

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Tipps von Hessen-Nassauern für Hessen-Nassauer in Berlin: Über 5.000 von ihnen sind auf dem Weg zum Deutschen Evangelischen Kirchentag, der Mittwoch beginnt. Erstmals sind auch Flüchtlinge dabei. Und viele geben auf dem Markt der Möglichkeiten, vor dem Reichstag oder in einer Turnhalle alles für das Großereignis.

Darmstadt / Berlin, 24. Mai 2017. Erbarme, die Hesse und die Nassauer komme: Fast 5.300 von ihnen sind auf dem Weg nach Berlin. Ab Mittwoch mischen sie sich in der Hauptstadt unter die erwarteten 100.000 Besucherinnen und Besucher des 36. Deutschen Evangelischen Kirchentags. Mit dabei erstmals auch Flüchtlinge aus dem Kirchengebiet. Gemeindegruppen entlang von Dill und Lahn, aus Rheinhessen oder der Wetterau nehmen sie als besondere Gäste mit auf das Großereignis. Und alle erhoffen sich, vom 25. bis 29. Mai auf den 3.000 angebotenen Veranstaltungen möglichst viel wieder mit nach Hause zu nehmen. Zum Beispiel einen Blick auf Barack Obama. Am Donnerstag spricht der frühere US-Präsident mit Kanzlerin Angela Merkel vor dem Brandenburger Tor über die Zukunft der Demokratie. Oder wie wäre es mit einer Stippvisite bei der hessen-nassauischen LichtKirche samt Segensroboter "BlessU-2" in Wittenberg? Am Sonntag zieht der Kirchentag von der Hauptstadt in die Lutherstadt um. Rund 100.000 Gäste werden dann auf den Elbwiesen zum Gottesdienst erwartet. Und was macht man so alles in der Hauptstadt bis dahin?

Ausgewählte Tipps von Hessen-Nassau für Hessen-Nassau

Mittwoch

Gitarren und Gewehre vor dem Reichstag - Luther in den Landesvertretungen 

Zum Auftakt des Kirchentags am traditionellen Abend der Begegnung lohnt zunächst eine Stippvisite am Reichstag. Um "Gitarren statt Gewehre" geht dort am Mittwochabend um 19.30 Uhr auf der Bühne vor dem Parlament. Der hessen-nassauische Pfarrer Wolfgang Weinrich stellt dort mit der Hilfsdorganisation "Brot für die Welt" sein Projekt für ehemalige Kindersoldaten aus Afrika vor. Stars wie Herbert Grönemeyer oder Peter Maffay unterstützen die Aktion. In der Hessischen Landesvertretung in den Ministergärten startet unterdessen schon um 19 Uhr das Programm. Dort wird dort die Ausstellung „Luther und Europa“ eröffnet. Das spektakuläre Gebäude liegt direkt am Areal des traditionellen Abends der Begegnung inmitten eines Weingartens im Schatten des Potsdamer Platzes. Wer es nicht schafft, hineinzukommen, findet vielleicht noch schräg gegenüber ein lauschiges Plätzchen. Dort steht in der rheinland-pfälzischen Vertretung alles  im Zeichen von 500 Jahren Reformation. Gemeinsam mit der evangelischen Kirche der Pfalz heißt es dort „Neuer Himmel. Neue Erde. Die Reformation in der Pfalz“. 

Donnerstag 

Bibelarbeit und Lichtermeer mit Kirchenpräsident 

Mit Hessen-Nassaus Kirchenpräsident Volker Jung in den Tag starten? Das geht gleich am Donnerstagmorgen um 9.30 Uhr auf dem Messegelände. Gemeinsam mit Hunderten Posaunenbläsern wird er in Halle 12 eine Bibelarbeit gestalten. Das interaktive Gottesdienstprojekt „Sublan.tv“, das von Hessen-Nassau unterstützt wird, präsentiert sich dann bei den digitalen Zukunftsdenkern des Kirchentags um 11 Uhr. Bei der Veranstaltung #SmartChurch sind Projektmitglieder am Donnerstag auf der Open-Air-Bühne direkt unter dem Fernsehturm (Panoramastraße) zu hören. Am Nachmittag ab 15 Uhr wird Kirchenpräsident Volker Jung dann im Zentrum Regenbogen (Karl-Marx-Allee 131) unter der Überschrift „Ein Leib - viele Geschlechter“ über Trans- und Intersexualität diskutieren. Auch musikalisch startet Hessen-Nassau am Donnerstag in Berlin noch einmal durch. So tritt der südhessische Pfarrer und Liedermacher Clemens Bittlinger beispielsweise am Abend ab 20 Uhr auf der Bühne am Breitscheidplatz auf. Schließlich können Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Donnerstagabend um 22 Uhr auch stimmungsvoll mit dem Kirchenpräsidenten ausklingen lassen. Er leitet den großen Abendsegen mit Kerzenmeer direkt am Brandenburger Tor. 

Freitag     

Ernsthaft in den Tag, musikalisch in die Nacht  

Der Freitag startet zunächst einmal ausgesprochen ernsthaft. Einen traurigen Anlass bietet die Aktion #Fluchtgedenken. Ein Bündnis von Organisationen, darunter auch die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau mit Kirchenpräsident Volker Jung, erinnert um 11 Uhr am Berliner Hauptbahnhof (Washingtonplatz) mit einer Schweigeminute an den Tod von mehr als 10.000 Flüchtlingen im Mittelmeer. Danach bitetet sich Musik im Doppelpack an. Die Frankfurter Band Habakuk, die gleich viermal in berlin aufspielt, bietet unter anderem ein offenen Singen in der Gedächtniskirche am Freitagnachmittag um 13.30 Uhr. Gleichzeitig lädt Hessen-Nassaus Bläserkreis „BiHuN“ zu einem offenen Singen um 13.30 Uhr in auf das Messegelände  unterm Funkturm in Halle 6.2b ein. Und auch der Kirchenpräsident setzt am Freitag noch einen musikalischen Akzent auf eine Bühne im Grünen. Am Freitag ist er mit vielen Künstlern aus der Heimat beim Konzert „Atem des Lebens. Die Reformation weiter singen“ zu sehen. Es findet auf dem Gelände der Internationalen Gartenausstellung im Stadtteil Mahrzahn statt (Bühne am Koreanischen Garten, Blumberger Damm 130) und sie ist - da auf einem anderen Veranstaltungsgelände - kostenpflichtig.  

Samstag 

Im Zeichen des Fußballs: DFB-Gottesdienst und Pfarrer-Turnier

Der Samstag steht in Berlin im Zeichen des runden Leders. So kommen auch eingefleischte Fußballfans, die es wegen des Pokalfinales zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund am Wochenende in die Hauptstadt zieht, beim Kirchentag auf ihre Kosten. Unter anderem hält der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung den traditionellen DFB-Gottesdienst am Samstag in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche am Breitscheidplatz. Dort geben sich Fans in schwarz-weiß und schwarz-gelb um 11.30 Uhr ein hoffentlich friedliches Stelldichein. Um diese Zeit kämpft die Pfarrer-Mannschaft aus Hessen-Nassau bereits um den Einzug ins Finale der „German Popen Open“. Die inoffiziellen deutschen Fußball-Pfarrer-Meisterschaften beim Kirchentag werden am Samstag ab 10 Uhr im Volkspark Mariendorf angepfiffen. Das hessen-nassauische Theologen-Team will mindestens den dritten Platz aus dem zurückliegenden Turnier verteidigen. Doch der Samstag hält noch mehr neben der schönsten Nebensache der Welt bereit. Kirchenpräsident Jung ist etwa um 13.30 Uhr in der Podienreihe Flucht und Migration in Halle 7.2a auf dem Berliner Messegelände zu hören. Passend zum Thema präsentiert das Dekanat Bergstraße in der Hauptstadt die Ausstellung „Fremde. Heimat.“ Sie ist ebenfalls auf der Messe (City Cube, Ebene 2, Halle B) zu sehen. Nach soviel Ernsthaftigkeit tun zum Abschluss des Tages vielleicht Musik und Humor der Seele gut. Gleich fünfmal auf Berliner Bühnen ist das Duo Camillo aus dem Taunus zu sehen, unter anderem am Samstagabend um 20 Uhr mit einem „Best Of“ in der Messhalle 21a. 

Sonntag 

Auf Wittenberg Wiese und zur LichtKirche 

Ein gewaltiges Unterfangen ist es dann den Kirchentag vom Samstag auf Sonntag von der Hauptstadt Berlin in die Lutherstadt Wittenberg zu verlegen. Dutzende Shuttle-Züge werden rund 100.000 Menschen auf die Elbwiesen zum Abschlussgottesdienst transportieren. Vielleicht reicht es auch zu einem Abstecher in die hessen-nassauischen Lichtkirche nahe Wittenbergs Altstadt. Vom Bahnhof ein Marsch von gut 15 Minuten Dauer in den Themenbereich Globalisierung / Eine Welt bei der Wittenberger Exerzierhalle. Das Team und der Segensroboter "BlessU-" freuen sich über bekannte Gesichter aus der Heimat. Die Maschine spricht nämlich sogar hessisch. 

Noch mehr für zwischendurch 

Lutherweg auf der Messe, Talente in der Turnhalle

Auf dem „Markt der Möglichkeiten“ auf dem Messegelände macht während der Kirchentags auch hessen-Nassau von sich reden. So ist macht hier etwa der Lutherweg aus Hessen Station. Er stellt sich im Geistlichen Zentrum in Halle 8.2 vor. Daneben halten auch die evangelische Ehrenamtsakademie (Halle 2.2, Stand D18-20) oder die Fundraising-Abteilung (Halle 2.2, Stand C08) die EKHN-Fahne in der Hauptstadt hoch. Passend zum Leitspruch des Kirchentags „Du siehst mich“ präsentieren sich die kirchlichen Fluglärminitiativen unter dem Motto „Hörst Du mich auch?“. Sie haben ein „Lärmhaus“ und eine Weinberg-Hütte auf dem Messegelände in Halle 2.1. am Stand G 13 aufgebaut. Auch die Nachwuchsförderung der hessen-nassauischen Kirche zieht es an die Spree. Sie sind mit Spielen und bunten Terminals im Zentrum Jugend zu Gast. In der Turnhalle der Fanny-Hensel-Grundschule (Schöneberger Str. 23) kann jeder seine Talente entdecken. Gefragt sind dabei nicht sportliche Höchstleistungen, sondern ein tiefer Blick in sich selbst, der am Ende auch noch auch noch Spaß machen soll. 

Hessen-Nassau hautnah aus Berlin im Internet 
Wer nicht mit nach Berlin kann, den hält die Multimedia-Redaktion des Evangelischen Medienhauses auch zuhause auf dem Laufenden. Im Internet unter www.ekhn.de (Direkt auch auf dieser Seite: http://www.ekhn.de/veranstaltungen/kirchentage/deutscher-evangelischer-kirchentag.html  und in den sozialen Medien beispielsweise unter www.facebook.com/ekhn.de berichten die Reporter aus Hessen-Nassau hautnah aus Berlin.  

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