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Geklonte Affen

Bischof Hein: "Vorstellung ist für mich erschreckend"

monkeybusinessimages/istockphoto.comFrau im Labor hält ein ReagenzglasFrau im Labor hält ein Reagenzglas

Nach dem gelungenen Klon-Versuch bei Javaneraffen hat sich der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) Martin Hein besorgt geäußert. „Ich halte das für einen moralisch höchst problematischen Eingriff mit Langzeitwirkung“, sagte Hein dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Chinesischen Forschern ist es laut Medienberichten gelungen, einen Affen zu klonen. 22 Jahre nach dem Klon-Schaf „Dolly“ ist damit erstmals das Klonen eines menschenähnlichen Primaten geglückt. Hein sagte, mit dem Klonen von Affen sei ein weiterer Schritt hin auf die Möglichkeit menschlichen Klonens vollzogen. „Das Klonen ist das Schaffen von Identitäten“, sagte Hein der Mitglied im Deutschen Ethikrat ist. Das halte er unter moralischen Gesichtspunkten für problematisch. „Die Vorstellung, dass man ein Parallel-Lebewesen schafft, ist für mich erschreckend.“

„Müssen das Tierwohl stärker in den Mittelpunkt stellen“

Bischof Hein betonte gleichzeitig: „Unter den gegenwärtigen gesetzlichen Bestimmungen ist das in Deutschland nicht machbar.“ Er wünsche sich, dass es weiter einen breiten gesellschaftlichen Widerstand gegen diese Forschung gebe. Die Forscher verweisen bei ihrem Experiment auf einen möglichen Nutzen für Tierversuche, die mit genetisch identischen Tieren aussagekräftiger werden könnten. Hein warnte: „Tiere sind nicht einfach Waren oder Dinge. Wir müssen die Frage des Tierwohls künftig stärker in den Mittelpunkt stellen.“

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Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.

Lukas 19, 10

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages / hudiemm

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