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Gottesdienste und Aktion

Buß- und Bettag als Chance für eine positive Wende im Leben

istockphoto, joste_djFrau vor WegscheideWo stehe ich? Welche Richtung passt besser zu mir?

Es kostet Zeit und Energie darüber nachzudenken, was im eigenen Leben nicht rund läuft und wie eine neue Orientierung aussehen könnte. Der Buß- und Bettag gibt die Möglichkeit zu einem Richtungswechsel im Leben.

EKHN, Bist. MZ

Im Alltag kann es zu kurz kommen, über das eigene Leben oder seine Umgebung nachzudenken. Der Buß- und Bettag dient als ein „rituelles Erinnern an das, was nicht so gut läuft“, sagt Doris Joachim-Storch vom Zentrum Verkündigung der EKHN in Frankfurt.  „Es geht darum zu schauen: Wo stehe ich? Das ist eine Voraussetzungen,  um gegebenenfalls im persönlichen als auch im gesellschaftlichen Leben umzukehren“. Laut Pfarrerin Joachim-Storch kostet das intensive In-sich-gehen viel Kraft. Auch das Nachdenken über politisch relevante Themen wie zum Beispiel die Haltung zu Flüchtlingen oder Umweltschutz verlangt vom Einzelnen einiges ab. Joachim-Storch betont, dass es aber an diesem Tag nicht nur beim Nachdenken bleiben solle. Auch das Beten, sozusagen der zweite Aspekt, sei sehr wichtig, denn dadurch könne Kraft geschöpft werden und es wirke entlastend.

Zentraler Gottesdienst mit prominenten Kirchenvertretern in Mainz

Auch wenn der Buß-und Bettag seit 1995, mit Ausnahme von Sachsen, kein gesetzlicher, arbeitsfreier Feiertag mehr ist, gibt es besondere Gottesdienste am 20. November. In Mainz in der Christuskirche wird um 19 Uhr der zentrale Gottesdienst mit prominenten Kirchenvertretern gefeiert, das Motto lautet: „Auf dem Weg zum Reformationsjubiläum 2017 - Ökumenische Gemeinschaft, konfessionelle Grenzen und Toleranz“. Die Liturgie gestaltet Propst Klaus-Volker Schütz. Predigen werden Karl Kardinal Lehmann und  der Kirchenpräsident der EKHN, Volker Jung. Aus katholischer und aus evangelischer Perspektive werden die beiden somit die Entwicklung seit der Reformation beleuchten. Wie können die beiden Kirchen aufeinander zugehen? Wo gibt es Grenzen?

Wann lebst du?

Einen weiteren Impuls zum Nachdenken geben die EKKW (Evangelische Kirche von Kurhessen Waldeck) und die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern. Sie haben eine Aktion unter dem Motto „Wann lebst du?“ entwickelt. „Ist das ein schöner Augenblick, den ich gerade erlebe? Erfüllt mich mein Leben?“  So ermutigt Pfarrer Christian Fischer, der Internetbeauftragte der EKKW sich Zeit, zur Besinnung zu nehmen. Auf der Aktions-Seite gibt es Gebete zum Buß- und Bettag und interaktive Elemente. Nutzer können zum Beispiel bei einer Umfrage teilnehmen oder selbst geschriebene Gebete hochladen.

Hintergrund

Der Buß-und Bettag fällt jedes Jahr auf den Mittwoch vor dem Ewigkeitssonntag, also dem letzten Tag im Kirchenjahr. Er wurde 1852 bei der Eisenacher Konferenz als gemeinsamer Landesbußtag festgelegt. Bei dieser Konferenz wurden zwei weitere Bußtage festgelegt: Aschermittwoch und Karfreitag. Der Buß- und Bettag wurde 1995 in allen Bundesländern, außer in Sachsen, als finanzieller Ausgleich für die Pflegeversicherung  abgeschafft. Joachim-Storch findet das schade: „Es wäre schön, wenn er noch ein Feiertag wäre“.

Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt;
und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.

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