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Video-Gottesdienst zum CSD

Freitag: Christen aus der LGBT-Community vertrauen auf Gottes Menschenliebe

PeterHermesFurian/istockphoto.comHomosexuelle Paare in RegenbogenfarbenDas CSD-Gottesdienst-Team geht davon aus, dass alle in Gottes Gemeinschaft gleichberechtigt und gleich wichtig nebeneinander stehen

Beim Christopher Street Day feiert die LGBT-Community traditionell zusammen. Doch sie reagiert auch auf die Corona-Pandemie. Deshalb lädt ein kleines Team in diesem Jahr zu dem digitalen, ökumenischen Video-Gottesdienst „Ein buntes Netz, das trägt“ am 14. August ein. Kurze Predigtimpulse werden darauf hinweisen, dass alle Menschen mit unterschiedlichen Geschlechtern, Kulturen oder Lebensphasen zusammengehören.

Mit einem digitalen Gottesdienst beteiligt sich ein buntes, ökumenisches Team an der Aktionswoche zum Christopher Street Day (CSD) Darmstadt 2020. Wegen der Pandemie wird der Gottesdienst in diesem Jahr digital gefeiert – mit der Premieren-Ausstrahlung am CSD-Vorabend, Freitag, 14. August, um 19 Uhr, auf der Website www.csd-gottesdienst-darmstadt.de. Das Motto lautet: „Ein buntes Netz, das trägt“.

Persönliche Erfahrungen aus der LGBT-Community 

Menschen der LGBT-Community aus verschiedenen Konfessionen berichten in dem Gottesdienst, was sie in glücklichen und schweren Zeiten trägt, wie sie mit anderen vernetzt sind und was ihr persönlicher Glaube damit zu tun hat. Sie fragen nach, wie Gottes Geist Verbindungen über alle vorhandenen Abgrenzungen hinweg schaffen kann. Und sie laden ein, Schubladen-Denken aufzugeben und neugierig auf das Anders-Sein anderer zu sein. Denn sie vertreten: „In Gottes Gemeinschaft stehen alle gleichberechtigt und gleich wichtig nebeneinander.“

Glaube stärkt, um für menschliche Würde einzutreten

Der ökumenische Gottesdienst anlässlich des CSD in Darmstadt wird von Christ*innen aus der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Alt-Katholischen Kirche und der Katholischen Kirche in Verbindung mit Mitgliedern des Darmstädter Vereins „Vielbunt e.V.“ gestaltet, angestoßen von der Ökumenischen Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK)/ Regionalgruppe Darmstadt. Sie sind überzeugt, dass der Glaube an einen die Menschen liebenden Gott hilft, gemeinsam Netze zu- und untereinander zu knüpfen. Dieser Glaube schenkt „stärkende Kraft, die uns gemeinsam für die Würde und Rechte jedes Menschen eintreten lässt“, wie es in einem Gebet heißt. Der Gottesdienst wurde in der Martinskirche der Evangelischen Martin-Luther-Gemeinde in Darmstadt aufgenommen, unterstützt von der dortigen Gemeindepfarrerin Tanja Bergelt. 

Gottes Geist verbindet

In persönlichen Statements, die als Videos in den Gottesdienst eingespielt werden, berichten Menschen aus der queeren Community, welche Netze sie tragen, aber auch, welche negativen Erfahrungen sie persönlich gemacht haben. Kurze Predigtimpulse weisen darauf hin, dass alle Menschen mit unterschiedlichen Geschlechtern, Kulturen oder Lebensphasen zusammengehören. Gottes Geist schaffe Verbindungen über alle Abgrenzungen und Eingruppierungen hinweg. Es gelte, innere Schubladen zu öffnen und neugierig auf das Anders-Sein der Anderen zu werden. In einem Statement heißt es: „Gottes Geist fügt mehr Verschiedene zusammen, als wir das mit unseren Freundeskreisen können. In Gottes Gemeinschaft stehen alle gleichberechtigt und gleich wichtig nebeneinander. Meine Ängste zu überwinden und mich vor vielen Jahren als schwuler Mann zu outen, gelang mir erst, als ich eine Gemeinschaft und verständnisvolle Mitmenschen fand, die mich akzeptierten so wie ich bin.“ Vielfalt sei wertvoll und notwendig, Interesse füreinander und Solidarität wichtige Elemente des Lebens.

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Glück ist Verbundenheit,
also eben nicht die unverbundene Selbststeigerung,
die alles andere benutzt zur eigenen Optimierung.

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