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Brexit

Deutsche in London sind enttäuscht über Brexit

Christopher Ames/istockphoto.comGeht nach dem „Brexit“ ein Riss durch Europa?

Nach dem Referendum in Großbritannien lädt Kanzlerin Merkel zu Krisengesprächen in Berlin ein. Premierminister Cameron hat nach dem „Nein“ zu Europa seinen Rücktritt angekündigt. Viele Mitglieder der deutschen Gemeinde in London sind erschrocken, frustriert und verunsichert über den Ausgang des Referendums.

Foto privat/EKHNGeorg Amann ist Pfarrer der Deutschen Evangelischen Gemeinde in London

Brexit oder Bremain – das Referendum der Briten über den Verbleib in der europäischen Union ist denkbar knapp ausgegangen. 51,9 Prozent stimmten für „Leave“, 48,1 Prozent für „Remain“. „Wir bedauern diese Entscheidung, aber respektieren sie“, heißt es in der Erklärung der Europäischen Kommission. In der deutschsprachigen Gemeinde in London haben sich viele Mitglieder für den Verbleib in der EU engagiert. Obwohl nur wenige wahlberechtigt waren, haben sie bis zuletzt für den Verbleib in der EU die Daumen gedrückt. Pfarrer Georg Amann beschreibt, dass viele irritiert sind. Im Mittelpunkt stehe die Frage „Was heißt das jetzt im Blick auf das Miteinander von Menschen verschiedener Nationen, Kulturen und Hintergründe in diesem Land?“ 

Der Welt die Gemeinsamkeiten zeigen

Der Pfarrer ist überzeugt, dass „vielfältige Verbindungen nach Europa bestehen bleiben“. Auch wenn er die Entscheidung für falsch halte, respektiere er die „demokratische Entscheidung in einem Land mit funktionierenden politischen Institutionen“. Amann ist „gespannt, wie in einigen Jahren Großbritannien und die EU aussehen werden“. „Hoffentlich gelingt es uns, ganz im Sinne der ermordeten Unterhausabgeordneten Jo Cox, der Welt zu zeigen, dass uns viel mehr verbindet als uns trennt‘“, sagt der Pfarrer.

Die Abstimmung habe deutlich gezeigt, wie zerrissen das Land ist. Das betreffe die verschiedenen nationalen Ergebnisse ebenso, wie die Parteien, Kollegengruppen oder Familien. Seinen Gemeindemitgliedern rät er: „Es ist gut, dass wir als Christen für unsere Sorgen und Fragen das Gebet als einen Ort haben. Aber ich wünsche mir auch den Blick nach vorne: Dass wir als Christen noch deutlicher vorleben, dass wir Differenzen, die es immer geben wird, in Respekt vor dem anderen austragen.“

Amann zitiert den anglikanische Erzbischof Justin Welby: „ich wünsche mir, dass sich unsere Gemeinden weiterhin für ein gastfreundliches, großzügiges und barmherziges Miteinander in diesem Land und in Europa engagieren.“ 

Kirchenpräsident: „Trotz Brexit Gemeinschaftssinn neu beleben“

Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi.

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