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Fan-Gottesdienst mit Jung

DFB-Pokal: Dosen gegen Lederhosen mit Hessen-Nassau

Esther StoschKirchenpräsident Volker Jung, der auch Sportbeauftrater der EKD istKirchenpräsident Volker Jung, der auch Sportbeauftrater der EKD ist

Hessen-Nassau hat einen Stammplatz im DFB-Pokalfinale in Berlin inzwischen fast immer so gut wie sicher. Schuld daran ist der Kirchenpräsident. Denn der ist nicht nur Leitender Geistlicher in Hessen-Nassau, sondern auch bundesweiter evangelischer Sportbeauftragter. Mit den "Dosen" aus Leipzig und den "Lederhosen" aus München feierte er nun wieder einen Fan-Gottesdienst. Wer da wohl mehr für den Sieg betete?

EKHN/RahnKirchenpräsident Jung im DFB-Gottesdienst in der Berliner GedächtniskircheKirchenpräsident Jung im DFB-Gottesdienst in der Berliner Gedächtniskirche

Auf Umwegen ist auch Hessen wieder beim DFB-Pokalfinale in Berlin dabei gewesen: Wie schon in den Vorjahren hielt der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Volker Jung, in seiner Rolle als Sportbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland, den traditionellen Fan-Gottesdienst vor dem Anpfiff zum Fußball-Finale zwischen RB Leipzig und Bayern München. Jung stellte dabei in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche am Samstag (25. Mai) die besondere Rolle des Gebets im Sport heraus, betonte aber auch zugleich, dass Gott keine „Fee“ sei, die einfach Wünsche erfüllt. Die ökumenische Feier stand unter dem Leitthema „Beten für den Sieg?“.

Das Gebet bedeutet nach Jung, vor Gott sein Herz zu öffnen, „für das, was einen im Innersten bewegt und um Begleitung durch Gott zu bitten“. Dort hätten auch Wünsche und Sehnsüchte ihren Platz – auch die Bitte um einen „Sieg im Sport“, sagte er in seiner Predigt. Zum Gebet gehöre aber auch immer, die eigenen Wünsche „wirklich Gott anzuvertrauen und es Gott zu überlassen, was daraus wird“. Jung: „Gott ist keine gute Fee, die einfach Wünsche erfüllt.“

Vielmehr geht  es nach Jung darum, im Gebet auch auf Gott zu hören. Mit dem Gebet stellten sich Menschen in einen größeren Zusammenhang, der über die Welt hinausreiche. So würden Sportler etwa darum beten, Kraft zu bekommen, eine gute Leistung bringen zu können. Oder sie würden darum bitten, nicht verletzt zu werden und den Gegner nicht zu verletzen. Jung: „Gott ist Gott. Und wenn es heißt: Bittet, so wird euch gegeben, dann heißt das nicht, dass Gott alles  erfüllt. Aber es ist die Ansage, dass Gott unser geöffnetes Herz füllen wird – mit dem, was uns hilft, einen guten Weg zu finden und zu gehen.“

Nach Ansicht Jungs gehört zugleich der Dank in das Gebet. Auch mit Blick auf die bevorstehenden Europawahlen sagte er, dass es „wunderbar ist, dass wir in unserem Land in Freiheit und Frieden leben können“.

Wie in den vergangenen Jahren luden die evangelische und katholische Kirche in Deutschland am Tag des DFB-Pokalfinales zu einem ökumenischen Gottesdienst in die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche in Berlin ein. Neben Kirchenpräsident Volker Jung gestaltete unter anderem Weihbischof Jörg Michael Peters (Trier) den Gottesdienst.

Für den DFB wirkten Generalsekretär Dr. Friedrich Curtius und DFB-Vizepräsident Eugen Gehlenborg sowie Fanvertreter von RB Leipzig und FC Bayern München, die Sportseelsorgerin der Deutschen Bischofskonferenz, Elisabeth Keilmann, und der Sportpfarrer der bayerischen Landeskirche, Pfarrer Martin Voß, am Gottesdienst mit.

Lobe den HERRN, meine Seele,
und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat.

Psalm 103, 2

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages/issalina

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