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Ruhestandspfarrer Myers

Diakonissen fit machen

Foto: Doris SticklerDass Jeffrey Myers mittlerweile im Ruhestand ist, merken Freunde und Bekannte kaum. Der Pfarrer sprudelt immer noch voller Ideen und setzt sie in die Tat um.

Frankfurt . Wenn Jeffrey Myers in Fahrt gerät, kann ihn wohl nichts und niemand aufhalten. Nicht mal der Ruhestand. Und so nutzt der Theologe den neuen Lebensabschnitt, um sich neuen Aufgaben zu widmen.

Dem Abschied aus dem Amt musste sich Jeffrey Myers notgedrungen fügen. Das Pfarrerdienstgesetz ließ ihm im vergangenen Jahr keine Wahl. Allerdings ist er weit davon entfernt, den verordneten Ruhestand wortwörtlich zu nehmen. »Ich habe Ideen für den Rest meines Lebens und will weiter etwas tun«, stellt er klar und zählt seine gegenwärtigen Wirkungsfelder auf.

Neue Formate für das Pilgern

Seit Herbst 2018 bringt er unter dem Motto »Wanderst Du noch ... oder pilgerst Du schon?« das Pilgerangebot »Lutherweg 1521 − Diakonie unterwegs« voran. Hier entwickelte der Pfarrer für Mitarbeitende, Ehrenamtliche, Bewohnerinnen, Bewohner und Angehörige von Einrichtungen der Inneren Mission zehn unterschiedliche Formate, deren Bandbreite sich von »Pilgern klassisch« über »Pilgern im Grünen« oder »Pilgern auf dem Wasser« bis »Minipilgern in der Stadt« erstreckt.

Die Diakonissen fit für die Zukunft machen

Mit dem an alle Interessierten gerichteten »Pilgern im Herzen« lädt er zu geistlichen Impulsen in die Diakonissenkirche und zu Einblicken in die Geschichte der Reformation und des Pilgerns ins Diakonissenhaus ein. Damit schlägt Jeffrey Myers zugleich den Bogen zu seinem zweiten Aufgabenbereich, den er mit den Worten beschreibt: »Ich helfe den Diakonissen, die Felder für die Zukunft zu bestellen.«

Ein Ort zum Anhalten

Es gehe darum, die Räumlichkeiten »als Ort zum Anhalten und Innehalten, zum Segnen wie auch als Pilgerherberge bekannter zu machen«. Wer wisse schon, dass man im Diakonissenhaus auch übernachten kann? Da Luther 1521 auf seinem Weg von Eisenach nach Worms quasi an der Haustüre vorbeimarschierte, dränge es sich geradezu auf, dort eine Station einzurichten, an der Pilgernde mit den »diakonischen und spirituellen Schätzen« in Berührung kommen«.

Immer besser geworden

In den vergangenen Jahren vor allem mit übergemeindlichen Belangen befasst, stellte Jeffrey Myers in seinem neuen Wirkungsbereich fest, »mit 66 Jahren ein viel besserer Seelsorger als mit 30« zu sein. Er sei überhaupt froh, seit Januar zwei bis drei Mal in der Woche bei den Diakonissen zu weilen. Nicht zuletzt, weil er von den Begegnungen enorm profitiere, denn: »Die Schwestern haben einen unvergleichlichen Schatz an Lebenserfahrung.«

Die wirklichen Beziehungen zwischen Menschen
sind immer ein Angewiesensein,
ein Einander-Brauchen.

(Dorothee Sölle)

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