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Dr. Constanze Thierfelder neue Klinikseelsorgerin im Elisabethenstift

Agaplesion ElisabethenstiftDr. Constanze Thierfelder

Dr. Constanze Thierfelder hat ihren Dienst im Agaplesion Elisabethenstift als Klinikseelsorgerin begonnen. „Ich möchte Menschen begleiten und ihnen helfen, wieder Vertrauen ins Leben zu gewinnen“, sagt die Pfarrerin, die zuletzt am Ausbildungsseminar für den Pfarrdienst der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau in Herborn das Fach Seelsorge lehrte.

Agaplesion ElisabethenstiftDr. Constanze Thierfelder

Mitten in der zweiten Corona-Welle eine neue Stelle im Krankenhaus anzufangen, ist schon eine Herausforderung. So auch für Dr. Constanze Thierfelder. Die evangelische Pfarrerin hat gerade ihren Dienst im Agaplesion Elisabethenstift in Darmstadt begonnen. Nach einigem Organisatorischen – Schlüssel, Diensttelefon, Internetzugang – ist sie schon mitten drin in der seelsorgerlichen Arbeit. Und die ist notwendig, jetzt in der Coronazeit und in der Weihnachtszeit. „Ich bin dabei, mich auf den Stationen vorzustellen“, sagt die promovierte und habilitierte Theologin, „erst einmal in Kontakt kommen, das ist das Wesentliche.“

Als Nachfolgerin von Pfarrerin Andrea Fröhlich, die im August in Ruhestand gegangen war, kann sie gut an Aufgaben anknüpfen. Gut angekommen ist sie auch schon im Seelsorgeteam des Elisabethenstifts. Gemeinsam mit Pfarrerin Eva Engler, Pfarrerin Sylvia Richter (Elisabethen-Hospiz) und der katholischen Kollegin Lena Ullges kümmert sich Dr. Constanze Thierfelder seelsorgerlich um die Patientinnen und Patienten, Angehörige und Mitarbeitende auf dem Campus Elisabethenstift. „Die Zusammenarbeit im Team ist mir sehr wichtig“, sagt Dr. Constanze Thierfelder, „das funktioniert hier sehr gut.“

Die Achtundfünfzigjährige ist im Allgemeinkrankenhaus, aber auch in der Psychiatrie tätig. Manchmal lassen Patientinnen und Patienten sie als Seelsorgerin rufen, oder das Pflegepersonal schickt sie zu Personen, die Bedarf haben. Gern geht sie dann mit Erkrankten spazieren, etwa auf die nahe gelegene Mathildenhöhe. „Bewegung kann schon befriedigend wirken“, so die Mutter einer erwachsenen Tochter. Thema ist dann auch, wie es nach dem Krankenhausaufenthalt weitergehen soll, gerade jetzt in der Corona-Situation.

Helfen, wieder Vertrauen ins Leben zu gewinnen

„Wichtig sind hier Rituale“, sagt Dr. Constanze Thierfelder, die sieben Jahre in einer Beratungsstelle gearbeitet hat. Viele möchten auch geistlichen Zuspruch. Wer möchte, mit dem betet sie auch oder spricht ihm einen Segen zu. Einer ihrer ersten Patienten hatte Geburtstag, und niemand konnte kommen. Sie brachte ihm eine Geburtstagskarte und schenkte ihm Zeit, die sonst kaum jemand hat. „Ich möchte Menschen begleiten und ihnen helfen, wieder Vertrauen ins Leben zu gewinnen“, sagt die Pfarrerin, die zuletzt am Ausbildungsseminar für den Pfarrdienst der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau in Herborn das Fach Seelsorge lehrte. Es sei gerade in der Psychiatrie wichtig, begleitend zur Therapie Patientinnen und Patienten das Gefühl zu geben, dass sie als Menschen angenommen sind mit all ihren Einschränkungen.

Als Seelsorgerin ist sie nicht nur für Patienten und Patienten christlichen Glaubens zuständig.  Im Gespräch mit einer muslimischen Patientin etwa sei es um Schuld gegangen, wie die Theologin, die in der Badischen Landeskirche ordiniert wurde, sagt. Sie konnte ihr Vergebung zusprechen, was sie sehr beruhigt habe. Überhaupt habe sie erlebt, dass es gut sei, beruhigend einzuwirken: „Es fällt mir nicht schwer, mich auf solche Situationen einzulassen.“ Die wichtigste Frage sei hier stets: „Was tut hier not?“ Mit einem guten Gespür und guten Worten könne sie Bedürfnisse erkennen und befriedigen.

Wegen Corona – sie wird selbst zweimal pro Woche getestet – kann sie nicht „von Tür zu Tür“ auf den Stationen gehen. Daher ist sie darauf angewiesen, „gerufen oder geschickt“ zu werden. Auch die Gesprächssituation muss verantwortlich gewählt werden, entweder in einem großen Raum, wo Abstand möglich ist, oder draußen. Corona-gemäß ist auch ein Angebot in der Stiftskirche, das sie mitgestaltet: „Eine Stunde im Advent“, jeden Sonntag von 11 bis 12 Uhr. Patientinnen und Patienten können einfach kommen und die Atmosphäre des festlichen Raums mit Adventskranz und Weihnachtsbaum spüren. Es werden Texte gelesen und Musik gespielt - „etwas Wohltuendes in einer schweren Zeit“.  

„Seelsorge ist einer der Schwerpunkte der Arbeit der evangelischen Kirche in Darmstadt“, sagt Dekanin Ulrike Schmidt-Hesse. „Ich freue mich, dass Frau Dr. Thierfelder unsere Dienste in diesem wichtigen Aufgabenbereich verstärkt“. Pfarrerin Dr. Constanze Thierfelder wird am 4. Februar 2021 um 16 Uhr in der Stiftskirche durch die Dekanin in ihr neues Amt eingeführt. 

 

Ich bin gewiss,
dass weder Tod noch Leben,
weder Engel
noch Mächte noch Gewalten,
weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges,
weder Hohes noch Tiefes
noch irgendeine andere Kreatur
uns scheiden kann
von der Liebe Gottes,
die in Christus Jesus ist,
unserm Herrn.

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