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Rat der EKD

Drei Hessen-Nassauer jetzt im evangelischen Spitzengremium

EKDRat der EKDSchlussbild mit Rose: zu später Stunde tritt der frischgebackene Rat der EKD zum ersten Mal gemeinsam vor die Kameras. Aus der EKHN ist Kirchenpräsident Jung dabei (hintere Reihe, 2. von links), Marlehn Thieme steht etwas verdeckt in der 2. Reihe als erste von rechts. Rats-Mitglied Andreas Barner ist nicht auf dem Bild zu sehen.

Jetzt steht fest, dass auch drei Mitglieder der EKHN im neuen Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland sitzen. Neben Kirchenpräsident Volker Jung setzten sich der Unternehmer Andreas Barner sowie die frühere Vorstandsdirektorin Marlehn Thieme durch.

Darmstadt / Bremen, 11. November 2015. Drei Mitglieder aus der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) sind am Dienstag in den Rat Evangelischen Kirche in Deutschland gewählt worden. Neben dem hessen-nassauischen Kirchenpräsidenten Volker Jung sind auch der Vorstandsvorsitzende des Pharma-Unternehmens Boehringer Ingelheim, Andreas Barner, sowie die frühere Deutsche-Bank Vorstandsdirektorin Marlehn Thieme aus Bad Soden nun Mitglieder im Spitzengremium des deutschen Protestantismus. Sie hatten sich für einen der 14 Sitze im bundesweiten Leitungsgremium der evangelischen Kirche beworben. Insgesamt elf Wahlgänge hatten sich bis zum Dienstagabend hingezogen, bei denen die Kandidatinnen und Kandidaten jeweils eine Zweidrittelmehrheit erreichen mussten, um in den Rat einzuziehen. Am Mittwochmorgen wurde dann auch der neue Ratsvorsitzende der EKD gewählt: Der alte ist auch der neue. Der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm wurde mit der überragenden Mehrheit von 124 Stimmen bei 125 abgegebenen Voten im Amt bestätigt. Seine Stellvertreterin wurde die westfälische Präses Annette Kurschus. Die neue Legislaturperiode reicht bis 2021.

Vorstellungsreden von weniger Selbstbeschäftigung bis mehr Reformationsjubiläum

In seiner Vorstellungsrede ging der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung (55) auf aktuelle Herausforderungen der Kirche ein und mahnte weniger Selbstbeschäftigung an. Die Leitfrage dürfe nicht lauten: „Was brauchen wir?“, sondern „Was braucht die Welt, was brauchen die Menschen von uns?“. Andreas Barner (63) wies darauf hin, dass heute auch eine Wirtschafts- und Unternehmensperspektive in der Kirche wichtig sei, die er einbringen könne. Als Unternehmensvertreter stehe er für den christlichen Glauben ein. Marlehn Thieme (58) hob das kirchliche Engagement in Kindergarten und Kirchengemeinde hervor, um auch Jüngeren den Glauben nahe zu bringen. Das Reformationsjubiläum 2017 sehe sie zudem als Chance, die evangelische Grundfragen neu zu stellen.

Sechs Frauen und acht Männer im evangelischen Spitzengremium

Insgesamt wurden sechs Frauen und acht Männer in den EKD-Rat gewählt. Neben Jung gehören dem Leitungsorgan mit Heinrich Bedford-Strohm (Bayern), Annette Kurschus (Westfalen), Kirsten Fehrs (Hamburg/Lübeck) und Markus Dröge (Berlin) künftig fünf Leitende Geistliche an. Zu den Ratsmitgliedern gehören neben Thieme und Barner außerdem die Politiker Kerstin Griese (SPD) und Thomas Rachel (CDU) sowie die Universitäts-Professoren Jacob Joussen und Elisabeth Gräb-Schmidt. Weitere Ratsmitglieder sind die Hannoversche Kirchenamtspräsidentin Stephanie Springer und Michael Diener, Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbands. Ebenfalls gewählt wurde Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werkes in Württemberg. Als 15. Mitglied gehört Präses Irmgard Schwaetzer von Amts wegen dem Rat an.

Hintergrund: Zusammensetzung und Aufgaben des Rats der EKD

Dem Rat der EKD, der für sechs Jahre gewählt wird, gehören 15 Mitglieder an. 14 dieser Mitglieder werden gemeinsam von Synode und Kirchenkonferenz gewählt. Die Präses der Synode steht kraft ihres Amtes als Mitglied des neuen Rates bereits fest. Wahlberechtigt sind die 120 Mitglieder der 12. EKD-Synode und die Mitglieder der Kirchenkonferenz der EKD, die von den Leitungen der Gliedkirchen gebildet wird. Jede Landeskirche hat bei der Ratswahl eine Stimme. Der Rat leitet die EKD in allen Angelegenheiten, die nicht ausdrücklich anderen Organen vorbehalten sind. Insbesondere soll er mit theologischer und missionarischer Arbeit die Gemeinschaft der Gliedkirchen in der EKD befördern, für die Zusammenarbeit der kirchlichen Werke und Verbände in allen Bereichen sorgen, die evangelische Kirche in der Öffentlichkeit vertreten und zu Fragen des religiösen und gesellschaftlichen Lebens Stellung nehmen.

Fernsehtipp zur Ratswahl

Kirchenpräsident Volker Jung ist am kommenden Sonntag, 15. November von 9.40 bis 10.10 Uhr im HR-Fernsehen im Interview zu sehen. Titel der Sendung: „Zur Sache, Herr Kirchenpräsident!“. Die Fragen stellt Meinhard Schmidt-Degenhard.

Es sollen wohl Berge weichen
und Hügel hinfallen,
aber meine Gnade
soll nicht von dir weichen.

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