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Erdbeben in Nepal

EKHN-Notfallseelsorger hilft in Nepal

Paul Hahn/JohanniterJohanniter helfen in Nepal den Erbeben-Opfern

Der evangelische Pfarrer und Notfallseelsorger Andreas Mann aus Wiesbaden ist mit der Johanniter Unfallhilfe acht Tage lang in Nepal gewesen. Als einer der vielen Ersthelfer erlebte er die Folgen des Erdbebens hautnah. Vor Ort leistete er vielen Einheimischen und Touristen seelischen Beistand.

Charlotte MattesAndreas Mann, Beauftragter für Notfallseelsorge der EKHNAndreas Mann, Beauftragter für Notfallseelsorge der EKHN

Andreas Mann folgte einem Hilfeersuchen der Deutschen Botschaft in Kathmandu. Der Pfarrer stand vielen deutschen Touristen und Angehörigen in den chaotischen Tagen nach dem Erdbeben Ende April bei. „Ich versuche in einer hektischen, chaotischen Situation, wo vieles über die Leute hereinbricht, den einzelnen Menschen im Blick zu behalten, Zeit mitzubringen und erst einmal für Ruhe und Stabilität zu sorgen“, beschreibt der 56-Jährige seine Arbeit als Notfallseelsorger.

Das ganze Ausmaß der Katastrophe

Bei einer Expedition ins Landesinnere bekam Mann erstmals einen optischen Eindruck vom Ausmaß der Katastrophe. „98 Prozent aller Häuser waren zerstört, es gab keine Hilfslieferungen, keine medizinischen Teams, und viele Straßen waren durch Erdrutsche blockiert.“ Die Basis Stationen seien medizinisch unterbesetzt gewesen und unterdurchschnittlich ausgestattet. „Verschiedenste Einrichtungen waren zerstört oder von einer Qualität, wo wir keine Gartengeräte reinstellen würden.“

„Ich dachte, ich bin im falschen Film.“

Bei seiner Ankunft in der Hauptstadt Kathmandu sei er zunächst verblüfft gewesen. Die Bilder der Verwüstung, die er aus den Medien kannte, waren auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Vielmehr war ein geregeltes Alltagsleben zu beobachten. „Ich dachte, ich bin im falschen Film. Was sollte ich hier machen“, fragte sich Mann. In der Hauptstadt konnten viele Schäden schnell wieder repariert werden. Trotzdem lagen einige Stadtteile noch komplett in Schutt und Asche.

Beängstigende Zukunft

Der Notfallseelsorger sorgt sich um die Zukunft der nepalesischen Landbevölkerung. In wenigen Monaten wird der Monsun Nepal erreichen und viele Menschen leben zurzeit nur unter Planen. „Ich weiß nicht, wie das funktionieren soll. Das ist die Katastrophe nach der Katastrophe.“ Er könne nur hoffen und wünschen, dass Nepal aus den Köpfen der Weltbevölkerung nicht so schnell wieder verschwindet, weil irgendwo die nächste Katastrophe stattfindet.

Hintergrund

Die Erdbeben in Nepal ereigneten sich Ende April/ Anfang Mai 2015. Das erste und stärkste Beben, dessen Epizentrum rund 80 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Kathmandu lag, wirkte mit einer Stärke von 7,8 auf der Richter-Skala. Einen Tag später gab es ein Nachbeben der Stärke 6,7. Bis Mitte Mai folgten zahlreiche Nachbeben. Die Erdbeben gelten als tödlichste Katastrophe in der Geschichte Nepals. Mehr als 8000 Menschen starben an den Folgen der Beben.

Am 28. Mai, 19.30 Uhr, veranstaltet Dr. Hoch’s Konservatorium ein Bezefizkonzert zugunsten der Erdbeben-Opfer in Nepal. Der Eintritt ist frei, es werden Spenden für die Diakonie Katastrophenhilfe erbeten.

Ich bin gewiss,
dass weder Tod noch Leben,
weder Engel
noch Mächte noch Gewalten,
weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges,
weder Hohes noch Tiefes
noch irgendeine andere Kreatur
uns scheiden kann
von der Liebe Gottes,
die in Christus Jesus ist,
unserm Herrn.

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