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Bischof aus Kassel besucht erstmals Synode der EKHN Kooperation der beiden Kirchen soll intensiver werden

"Es lässt sich mehr bewerkstelligen, als sich immer nur von ferne zu grüßen"

Frankfurt, November 2006. Erstmals hat ein Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) die Kirchensynode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) besucht.

In seinem Grußwort sagte der Kasseler Bischof Professor Dr. Martin Hein: „So fern und fremd, wie es manchmal behauptet wird, sind wir uns gar nicht.“ Hein wies auf die gemeinsame Geschichte hin. Beide Kirchen haben gerade das „Elisabethjahr 2007“ eröffnet, mit dem sie an den 800. Geburtstag der hessischen Wohltäterin erinnern. Ein Jahr zuvor hatten sie mit dem Philipps-Jahr an den hessischen Landgrafen Philipp, einer Gründerfigur der evangelischen Kirche in Hessen, erinnert. Hein nannte als wichtigen Anstoß für die Zusammenarbeit den Kirchentag 2001 in Frankfurt. Wörtlich berichtete Hein: „Unvergesslich ist mir der Abschluss in den Katakomben des Waldstadions. Da wurde spürbar: Es lässt sich mehr bewerkstelligen, als sich immer nur von ferne zu grüßen.“ Der Frankfurt Kirchentag habe „einen Bewusstseinswandel in der gegenseitigen Wahrnehmung hervorgerufen und seither eine stetige und deutliche Annäherung ausgelöst“. Die Zeichen stünden auf mehr Gemeinsamkeit, ohne die Besonderheiten beider Kirchen aufzugeben. Wörtlich betonte Hein: „Wir wollen diese Kooperation. Wir wollen die Chancen nutzen, die sich daraus für beide Landeskirchen ergeben. Basis dafür ist die vertrauensvolle Zusammenarbeit während der letzten Jahre. Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck ist dazu bereit.“

Der Präses der EKHN-Kirchensynode Professor Dr. Karl Heinrich Schäfer sagt: „Wenn wir als Evangelische Kirche in der Gesellschaft gehört werden wollen, sollten wir Gemeinsames fördern und nicht Trennendes kultivieren. Dass wir mit unseren Evangelischen Kirchen in Hessen auf diesem Wege sind, gehört zu den erfreulichen Erfahrungen der letzten Jahre.“

Prüfung gemeinsamer Aufgaben beginnt

Die Synode billigte mit sehr großer Mehrheit den Vorschlag, den Hein zusammen mit Kirchenpräsident Prof. Dr. Peter Steinacker für das weitere Verfahren im angestrebten Kooperationsprozess unterbreitete. Demnach wird eine Lenkungsgruppe, zu der die geistlichen, juristischen und diakonischen Spitzen beider Kirchen gehören, prüfen, inwieweit Aufgaben auf eine gemeinsame Ebene übertragen werden können. Konkret sollen dabei bis Mitte 2008 die Bereiche Mission und Ökumene, Akademiearbeit, Religionspädagogik und Theologische Ausbildung untersucht werden. Die Bereiche Öffentlichkeitsarbeit, Jugendarbeit und Prädikantenausbildung sollen folgen. Auch Fragen zu den theologischen Bekenntnissen, der Verfassung und dem Recht sollen bedacht werden.
Beide Kirchen arbeiten bereits in 25 Arbeitsfeldern zusammen, insbesondere in Bildungseinrichtungen wie der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt und in der Vertretung kirchlicher Interessen gegenüber staatlichen Organen wie der Evangelischen Jugend Hessen im Hessischen Jugendring, beim Datenschutz, dem Evangelischen Pressedienst (epd) sowie in der Evangelischen Ruhegehaltskasse Darmstadt und der Kirchlichen Zusatzversorgungskasse Darmstadt. Entsprechend kooperieren auch die Diakonischen Werker beider Kirchen in der Liga der freien Wohlfahrtspflege.

Jeder Mensch braucht einen Hoffnungsschrank,
in dem wir die Erfahrungen
von Befreiung sammeln.

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