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Dekanatssynode

„Es muss ein neues Wir entstehen“

© ekhn

Die Wiesbadener Dekanatssynode verabschiedet den Haushaltsplan 2023 und blickt auf den Reformprozess ekhn2030 mit Bildung der Nachbarschafträume. Außerdem: viele Personalveränderungen im Dekanat.

Pandemie, Ukrainekrieg, Energiekrise: „Das Leben jagt uns“ –  so brachte Dekan Dr. Martin Mencke auf der Herbstsynode des Evangelischen Dekanats Wiesbaden das Lebensgefühl vieler auf den Punkt. „Corona prägte unser Leben, unseren Alltag und das Virus ist doch nicht weg, aber andere Krisen haben sich längst darüber geschoben“, so Mencke.

Im Hinblick auf den fortdauernden Krieg in der Ukraine forderte er die Synodalen auf, nicht nachzulassen, nach Wegen zu suchen, traumatisierte und entwurzelte Menschen aus Kriegsgebieten zu unterstützen. „Ich bin dankbar für alles, was in den Gemeinden und Häusern in den vergangenen Monaten für die Aufnahme von Flüchtlingen geschehen ist und weiterhin geschieht“, so Mencke.

„Frieden entsteht nachhaltig“

Der Wiesbadener Dekan positionierte sich deutlich zum Konzept des sogenannten „gerechten Friedens“ der Evangelischen Kirche in Deutschland. Obwohl kirchlich und gesellschaftlich davon die Rede sei, dass das Konzept, anzupassen und neu zu justieren sei, könne er diese Notwendigkeit nicht sehen. „Wir wissen und sollten nicht nachlassen zu betonen: Frieden entsteht nachhaltig – nicht nur durch Waffen. Das Recht zur Selbstverteidigung wird dadurch aber nicht ausgehebelt. Und rechtserhaltende Gewalt wird in diesem Konzept ganz und gar nicht negiert.“

Kirchengemeinden auf Partnersuche

Die Kirchengemeinden sind im Rahmen des Reformprozesses „ekhn2030“ derzeit auf Partnersuche zur Bildung von Nachbarschaftsräumen. Wer von den 43 Kirchengemeinden im Dekanat zwischen Eltville, Wiesbaden, Wildsachsen, Hochheim und Wallau mit wem in die Zukunft geht, wird bis Ende 2023 feststehen. Mencke erinnerte die Synodalen daran, nicht aus dem Blick zu verlieren, dass es am Ende darum gehe, ein neues „Wir“ entstehen zu lassen: „Über den Fragen, was vom je eigenen unbedingt erhalten und weitergeführt werden kann, muss die wichtigere Frage Kraft gewinnen: Was wollen wir mit Freude und Energie in Zukunft gemeinsam machen?“, so der Dekan.

Haushalt verabschiedet

Die Dekanatssynode hat mit großer Mehrheit den Haushaltsplan 2023 beschlossen. Das Gesamtvolumen beträgt 40,6 Millionen Euro.
Rund 90 Prozent davon ergeben sich aus der Gemeindeübergreifenden Trägerschaft für 33 evangelische Kindertagesstätten. Rund 800.000 Euro umfasst der Haushalt der Evangelischen Familienbildung. 4,1 Millionen Euro, rund 10 Prozent, beziehen sich auf die klassischen Arbeitsfelder des Dekanats wie Kirchenmusik, Gemeindepädagogischer Dienst, Verwaltung und Fachstellen.
„Nimmt man alles zusammen“, erklärte Präses Eberhard Busch, „sind rund 80 Prozent des Haushalts Personalkosten.“ Das gesamte Evangelische Dekanat hat derzeit etwa 750 Mitarbeitende.

 

Synode kompakt

  • Die Kollekte aller Kirchengemeinden im Dekanat vom 8. Mai erbrachte 11.200 Euro. Gesammelt wurde für die polnischen Schwesterkirche in der Diözese Breslau für die Unterstützung im Engagement für Flüchtlinge.
  • Dekan Dr. Martin Mencke wird zum Juni 2023 neuer Beauftragter der Evangelischen Kirchen in Hessen am Sitz der Landesregierung. Die Dekanestelle ist ausgeschrieben.
  • Die Pfarrstelle in Nordenstadt ist mit Pfarrerin Corinna Koppe wiederbesetzt. (Einführungsgottesdienst: 30. Oktober, 10 Uhr). Die halbe Pfarrstelle an der Marktkirche wurde mit Helmut Peters besetzt. Das Pfarrteam in Triangelis wird ab 1. Januar 2023 mit Pfarrerin Stella Schu wieder komplett sein.
  • In den Ruhestand verabschiedet wurden Pfarrerin Ulrike Conrad aus Klarenthal und Pfarrerin Susanne Jung aus der Michaelsgemeinde Kostheim. Pfarrer Stephan Da Re wurde aus der Johanniskirchengemeinde verabschiedet. Seit September ist er Schulpfarrer und Schulseelsorger an der Carl-von-Ossietzky-Schule (Gymnasiale Oberstufe) in Wiesbaden-Klarenthal sowie per Abordnung am Gymnasium Eltville tätig.
  • Joachim Müller (stellvertretender Geschäftsführer) und Saskia Kowal (Sekretariat) verlassen die Abteilung Kindertagesstätten im Dekanat.
  • Andrea Porcher-Graf hat von der Dekanatsverwaltung in die Regionalverwaltung gewechselt.



In der Konzentration auf das, was ist,
kann sich so etwas wie ein Raum öffnen,
ein Gewahrsam schärfen für die Gegenwart Gottes.

(Carsten Tag)

Carsten Tag

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages / rusm

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