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Digitale Synode

Evangelische Kirche warnt vor „Kollaps in der Pflege“

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Die Synode hat sich am Freitag für eine grundlegende Reform der Pflege ausgesprochen. In einem Positionspapier und in einer Resolution fordert die Synode, den Pflegekollaps zu verhindern und die Pflegeversicherung zu reformieren. Die Resolution der Kirchensynode warnt auch vor zunehmender Berufsflucht.

EKHN-Synode will grundlegende Reform der Pflegeversicherung 

Die Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hat sich am Freitag für eine grundlegende Reform der Pflege ausgesprochen. In einem Positionspapier mit dem Titel „Pflege tut Gutes – Pflege braucht Gutes“ und in einer Resolution fordert die Synode, den „Kollaps der Pflege“ zu verhindern und sie durch eine „grundlegende Reform der Pflegeversicherung“ zu sichern. Die Synode stelle zudem „mit Besorgnis“ fest, dass sich die Versorgungssituation pflegebedürftiger Menschen zur „Mangelwirtschaft“ entwickelt habe, heißt es in der Resolution. Gleichzeitig werde die wesentliche Säule der Pflegeversorgung, die Familie, „brüchig“, weil die Übernahme von Sorgetätigkeiten Frauen zunehmend in die Armut führe, die Zahl der Kinder zurückgegangen und die der Kinderlosen gestiegen sei. 

Berufsflucht in der Pflege entgegenwirken 

Die Resolution der Kirchensynode nimmt auch die Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte in den Blick und warnt vor zunehmender „Berufsflucht“. Die Synode sieht schließlich auch eine Benachteiligung Pflegebedürftiger in ländlichen Gebieten, die „unzureichende Versorgungsangebote“ erhielten, weil „ökonomische Kriterien den Pflegemarkt bestimmen“. Zudem machten die steigenden Eigenanteile der Pflegekosten pflegebedürftige Menschen „arm“. Schon jetzt müssten Heimbewohnende durchschnittlich mehr fast 2.000 Euro Eigenbeitrag aufbringen. Zuletzt habe die Corona-Pandemie die Krise in der Pflege noch verschärft und die Notwendigkeit für eine tiefgreifende Veränderung und Anpassung des Systems umso deutlicher gemacht. 

Ziel ist kalkulierbare Vollversicherung 

Ziel müsse am Ende eine „solidarisch finanzierte Vollversicherung mit festem, kalkulierbarem Eigenanteil“ sein, die pflegebedürftige Menschen nicht arm machen solle. Die professionelle Pflege müsse zudem Rahmenbedingungen erhalten, „die wirtschaftliches Handeln und Dienst am Nächsten als gleichwertige Prinzipien begreifen“, um die Berufe im Pflegebereich „zukunftsfest und attraktiv“ zu machen. Es sei zudem wichtig, die „Leistungsbereitschaft und das Engagement von professionell Pflegenden und pflegenden Angehörigen“ zu stützen. 

Direkt zur Vorlage der Resolution und dem Positionspapier der Synode zur Pflege (PDF)

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Der weite Raum ist auch ein Ort in der Seele.
Er entsteht, weil andere liebevoll,
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(Melanie Beiner zu Psalm 31,9)

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