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EKD Genderatlas

Frauen sind auch heute noch in Leitungsgremien unterrepräsentiert

Grafik: Esther StoschSynode gezeichnetSynode gezeichnet

Der nun von der EKD herausgegebene zweite Ergänzungsband zum Genderatlas zeigt die Entwicklung von der Erreichung des Frauenwahlrechts bis jetzt in den Evangelischen Kirchen Deutschlands.

Im Januar 2019 wurde der 2. Ergänzungsband zum Genderatlas der EKD mit dem Thema Einführung des Frauenwahlrechts in den Evangelischen Landeskirchen vom Studienzentrum für Genderfragen der EKD in Kooperation mit der Konferenz der Genderreferate und Gleichstellungsstellen in den Gliedkirchen der EKD herausgegeben.

„Als Frauen in Deutschland 1918 das politische Wahlrecht erhielten, gab es in der evangelischen Kirche noch kein Frauenwahlrecht. Zwar waren Frauen schon damals treue Gottesdienstbesucherinnen und leisteten ehrenamtlich nahezu die gesamte karitative Arbeit. Mitentscheidungsrechte in den Gemeinden und Synoden wollten die Funktionsträger der Kirche ihnen jedoch nicht zugestehen.” schreibt Dr. Irmgard Schwaetzer, Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland im Vorwort. Der Weg bis zur rechtlichen Gleichstellung in der Kirche sei lang und von starken Widerstände geprägt gewesen. Dies sei im kirchlichen Bewusstsein nicht hinreichend präsent, so Schwätzer. 

Noch keine paritätische Besetzung in Leitungsgremien erreicht

Die EKD-Dokumentation macht mittels Diagrammen die Beteiligung der Frauen in kirchlichen Gremien von 1949 bis jetzt sichtbar. In keiner Kirche wird auch heutezutage im Leitungsgremium eine paritätische Besetzung von Frauen und Männern erreicht. Die Repräsentanz der Frauen in den Synoden liegt derzeit lediglich bei etwa einem Drittel. In der EKHN ist Anteil der Frauen unter den gewählten Synodalen gegenüber 2010 um rund fünf Prozent auf 37 Prozent gestiegen.

Der vorliegende 2. Ergänzungsband zum Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in der evangelischen Kirche gibt einen ersten EKD-weiten Überblick über die Einführung des Frauenwahlrechts in den Landeskirchen und wirft ein Schlaglicht auf die innerkirchliche Debatte um das Frauenwahlrecht zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Repräsentanz der Geschlechter in den Landessynoden wird mit ausgewählten Daten beleuchtet. Außerdem wird die Dokumentation dazu anregen, die Geschichte der Gleichstellung beim kirchlichen Wahlrecht weiter zu erforschen.

Der Atlas steht über folgenden Link zum Download:

www.gender-ekd.de/download/FrauenwahlrechtinderKirche.pdf

Weiterführende Informationen unter: 
www.gender-ekd.de

 

 

 

 

Der Menschensohn muss erhöht werden,
damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben.

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