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Synode der EKHN

Gesellschaft, Gebietsreform und Gemeindeöffnung

Rita DeschnerDie Synodalen treffen sich meist zwei Mal jährlich im Gebäude des Evangelischen Regionalverbandes in Frankfurt

Von Donnerstag bis Samstag (25. bis 27. April) tritt in Frankfurt am Main die Kirchensynode der EKHN zu ihrer Frühjahrstagung zusammen.

Unter der Leitung von Präses Dr. Ulrich Oelschläger beraten die 152 Synodalen unter anderem über den Bericht von Kirchenpräsident Dr. Volker Jung zur Lage in Kirche und Gesellschaft sowie über Vorschläge zu einer weitreichenden Gebietsreform. Die bisher 47 Dekanate sollen sich zu höchstens 28 größeren Regionen zusammenschließen. Die Synode, die mit einem politischen Parlament vergleichbar ist, wird auch darüber entscheiden, ob sich die Vorstände von Kirchengemeinden künftig für Jugendliche öffnen. Zur Wiederwahl steht daneben der Propst für Süd-Nassau, Dr. Sigurd Rink. Er ist seit 2002 für über 220 Gemeinden mit rund 350.000 Evangelischen rund um Wiesbaden zuständig. Neu aufgenommen wurde ein Zwischenbericht über das Medien- und Kommunikationskonzept der EKHN. Daneben liegen aktuelle Anträge aus vier Kirchenregionen zum hessischen Kinderförderungsgesetz vor.

Bericht: „Kirche mit anderen“ werden

Traditionell steht in der Frühjahrssynode der Bericht des Kirchenpräsidenten zur Lage in Kirche und Gesellschaft auf der Tagesordnung (voraussichtlich Donnerstag, ab 11 Uhr). Unter dem biblischen Leitsatz „Friede denen in der Ferne und denen in der Nähe“ (Jesaja 75,19) wird sich Kirchenpräsident Dr. Volker Jung mit dem Thema Toleranz befassen. Ausgehend von den Erfahrungen des Protestantismus und seiner Geschichte will er einen Bogen bis zu aktuellen Herausforderungen spannen. Dabei wird er auch der Frage nachgehen, wie weit sich die evangelische Kirche für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus anderen Religionen öffnen kann, um von einer „Kirche für andere“ zu einer „Kirche mit anderen“ zu werden.

Debatte: grundlegende Gebietsreform

Auf der Frühjahrssynode wird die Debatte über eine grundlegende Gebietsreform in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau eröffnet (voraussichtlich Donnerstag ab 15.00). Aus den bisher 47 Dekanaten sollen in den kommenden sechs Jahren 25 bis maximal 28 werden. Ziel der Neuordnung ist es, in Zukunft Gebiete mit größeren Gestaltungsspielräumen zu schaffen. Die Synodalen stimmen dabei auch über ein neues Frankfurter Stadtdekanat ab, das sich aus den bisherigen vier einzelnen Dekanaten zusammensetzen soll. Eine Entscheidung über das Gesamtpaket zur Neuordnung ist für die Tagung im Herbst vorgesehen.

Gemeinden: Kirchenvorstände für Jugendliche öffnen

Den Synodalen liegt auch ein Entwurf vor, nach dem Gemeinden künftig bis zu zwei Jugendliche ab 14 Jahren in die Kirchenvorstände berufen können (voraussichtlich Freitag ab 9 Uhr und Samstag ab 12 Uhr). Dadurch sollen die Anliegen der jüngeren Generation besser vertreten werden. Die neuen Jugenddelegierten sollen beratende Funktion haben und mit ihrer Volljährigkeit zu stimmberechtigten Mitgliedern des Vorstands werden. 

Wahl: Propst Sigurd Rink

Als Personalentscheidung steht die Wiederwahl des Propstes für Süd Nassau, Dr. Sigurd Rink, an (voraussichtlich Freitag, 15 Uhr). Rink ist seit 2002 Propst mit Sitz in Wiesbaden. Er ist auch Vorsitzender der Konvente der Evangelischen Akademie Hessen und Nassau, Beauftragter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für „Kirche in Freizeit und Tourismus“ sowie Vizepräsident des Evangelischen Bundes mit Sitz in Bensheim. Zur Propstei Süd-Nassau gehören rund 350.000 evangelische Mitglieder in 220 Kirchengemeinden mit über 350 Pfarrerinnen und Pfarrern. Die Propstei reicht von Nassau an der Lahn bis vor die Tore Frankfurts und von Grävenwiesbach im Taunus bis nach Rüdesheim am Rhein. Neben der hessischen Landeshauptstadt gehören unter anderem auch Kronberg, Bad Homburg, Hofheim, Hochheim, Bad Schwalbach und Dietz zum Propsteigebiet.

Öffentlichkeitsarbeit: frisches Konzept

Neu aufgenommen auf die Tagesordnung wurde ein Bericht über das Medien-Kommunikationskonzept der EKHN (voraussichtlich Freitag 12 Uhr). Mit neuen Ideen aus der Öffentlichkeitsarbeit sollen vor allem Mitglieder angesprochen werden, die den vielfältigen kirchlichen Angeboten bisher distanziert gegenüberstanden. Dazu gehört eine sogenannte regelmäßige „Impulspost“ an über eine Million evangelische Haushalte, ein völlig überarbeiteter Interntauftritt und ein stärkeres Engagement in sozialen Netzwerken wie Facebook und twitter. Erstmals werden deshalb auch aktuelle Meldungen aus der Synode über den Kurznachrichtendienst twitter verbreitet (https://twitter.com/ekhn_de).

Hintergrund: Synode

Die Synode ist gemäß der Kirchenordnung das „maßgebende Organ der EKHN“. Geleitet wird die mit einem Parlament vergleichbare Institution vom Kirchensynodalvorstand mit Präses Dr. Ulrich Oelschläger (Worms) an der Spitze. Seine Stellvertreterin ist Dr. Susanne Bei der Wieden (Frankfurt). Die Synode besteht derzeit aus 152 Frauen und Männern, 138 werden von den Dekanatssynoden der EKHN gewählt, zwei repräsentieren die Reformierte Stadtsynode aus Frankfurt, zwei vertreten die Theologischen Fakultäten in Frankfurt und Mainz. Weitere zehn Mitglieder wurden aufgrund ihres besonderen Sachverstands von der Kirchenleitung berufen. Gemäß Kirchenordnung sollen mindestens zwei Drittel der gewählten Synodalen nichtordinierte Gemeindemitglieder sein, ein Drittel sind Pfarrerinnen und Pfarrer. Die Synode erlässt Gesetze, besetzt durch Wahl die wichtigsten Leitungsämter und beschließt den Haushalt. Als das maßgebende Organ geistlicher und rechtlicher Leitung trifft sie auch wichtige kirchenpolitische Entscheidungen. Ausschüsse und regionale Arbeitsgruppen bereiten die Entscheidungen der Synode vor.

 

 

Maria sprach:
"Meine Seele erhebt den Herrn,
und mein Geist freuet sich Gottes, meines Heilandes.
Er stößt die Gewaltigen vom Thron und erhebt die Niedrigen."

(nach Lukas 1,46-55)

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