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Jubiläum

„Glaubensstarke und zuversichtliche Menschen" wie in Rheinhessen gefragt

Rudolf Uhrig, WormsEröffnungsgottesdienst zu 200 Jahren Rheinhessen im Wormser Dom mit Kardinal Karl Lehmann und Kirchenpräsident Volker Jung.Eröffnungsgottesdienst zu 200 Jahren Rheinhessen im Wormser Dom mit Kardinal Karl Lehmann und Kirchenpräsident Volker Jung.

Kardinal Karl Lehmann und Kirchenpräsident Volker Jung haben in einem gemeinsamen Gottesdienst im Wormser Dom die Feierlichkeiten zu 200 Jahren Rheinhessen eröffnet: ein besonderer Landstrich mit besonderer Geschichte und besonderen Menschen.

Bildergalerie

Kirchenpräsident Volker Jung predigt im Wormser Dom über 200 Jahre Rheinhessen. Eröffnungsgottesdienst zu 200 Jahren Rheinhessen im Wormser Dom mit Kardinal Karl Lehmann und Kirchenpräsident Volker Jung.
Yvonne SchnurDom St. Peter in WormsDer Dom St. Peter in Worms wurde im 12. Jahrhundert im romanischen Stil erbaut

Worms, 17. Januar 2016. Der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, und der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Dr. Volker Jung, haben am Sonntag in einem gemeinsamen Gottesdienst im Wormser Dom die Feierlichkeiten zu 200 Jahren Rheinhessen geistlich eröffnet. In seinen Einführungsworten wies Kardinal Karl Lehmann auf die liberale Grundhaltung der Menschen in Rheinhessen hin. Die Menschen der Region hätten als Durchgangsregion gelernt  „- bis in den Konfessionswechsel der Reformationszeit hinein - dass unterschiedliche Mächte und Kräfte herrschen und unter ihnen zu leben. Sie haben darum auch gelernt, im Maße des Möglichen sich jeweils anzupassen. Vielleicht ist darauf auch eine liberale Grundhaltung entstanden – leben und leben lassen –, die bis heute zu dieser Landschaft und zum Menschenschlag gehört.“

Lebendiger Strom der Völker am Rhein

In seiner Predigt bezeichnete der hessen-nassauische Kirchenpräsident Dr. Volker Jung die Geschichte Rheinhessens als vorbildhaft bei der Integration von Menschen. Der Landstrich sei immer eine Region gewesen, „in der Einheimische und Fremde sich begegneten“. So habe der rheinhessische Schriftsteller Carl Zuckmayer (1896-1977) seine Heimatregion beispielsweise als „die Kelter, die Völkermühle Europas“ bezeichnet. In Rheinhessen hätten sich die Menschen nach Zuckmeyer wie die Wasser aus Quellen und Bächen und Flüssen vermischt, „damit sie zu einem großen, lebendigen Strom zusammenrinnen“. Der historische Rückblick erinnere aber auch daran, „welche schwierigen Situationen Menschen ausgehalten haben“. Derzeit sei die Konzentration auf die Chancen und Herausforderungen der Integration besonders wichtig. Dafür sind nach Jung „viele glaubensstarke und zuversichtliche Menschen gefragt, die einander und Fremden nicht mit Vorurteilen und Angst begegnen“. Jung erinnerte auch an die rheinhessischen Auswanderungswellen in die USA aufgrund steigender Armut im 19. Jahrhundert. Jung: "Heute ist Rheinhessen nicht Fluchtland, sondern Zufluchtsland". 

Hintergrund: 200 Jahre Rheinhessen

Mit der Neuordnung Europas vor 200 Jahren beim Wiener Kongress (1814-1815) entstand auch Rheinhessen. Am 8. Juli 1816 unterzeichnete schließlich Großherzog Ludewig von Hessen-Darmstadt im in Mainz die Urkunde für die neue linksrheinische Provinz. Bis heute ist Rheinhessen durch die christliche Tradition geprägt. In der Region leben insgesamt rund 400.000 katholische und evangelische Christen in über 300 Kirchengemeinden. Deshalb beteiligen sie die Kirchen mit insgesamt fast 150 Veranstaltungen von Konzerten über Lesungen und Vorträgen bis zu Kirchenführungen und Radwanderungen an dem Festprogramm zu 200 Jahren Rheinhessen.

Mehr Informationen zum evangelischen Programm zu 200 Jahre Rheinhessen:
www.rheinhessen-evangelisch.de

 

 

Du stellst meine Füße auf weiten Raum.

(Psalm 31,9)

Psalm 31,9

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages/tolga tezcan

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