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Ostern

Gottes großes Comeback

PRAMPicture/istockphotoSeit 2000 Jahren wartet die Christenheit auf das Wiederkommen ihres HerrnSeit 2000 Jahren wartet die Christenheit auf das Wiederkommen ihres Herrn

Totgesagte leben länger, weiß das Sprichwort. Menschen, die andere längst abgeschrieben haben, sind plötzlich wieder präsent. Wenn halb vergessene Musiker wie Mitglieder der Kelly Family oder Sportler wie der Boxer Henry Maske wieder im Rampenlicht stehen, dann berichten die Medien von einem Comeback. Auch Gott ist für die Menschen oft verborgen, abgeschrieben und vergessen. Tatsächlich hat die Auferstehung Jesu Merkmale eines Comebacks

OsternEin Comeback bedeutet nicht nur, dass jemand wieder da ist, sondern wieder neu und anders da ist. Ein Comeback beschreibt kein Stehaufmännchen, sondern eine Neuerfindung – wie die Mediensprache das ausdrücken würde. So verhält es sich auch mit der christlichen  Hoffnung auf ein Leben nach aller Zeit – wieder da zu sein und doch ganz unvorstellbar anders. Niemand kann sagen wie.

Unglaubliche Geschichten sind die besten Nachrichten

Geschichten von Auferstehung sind nicht totzukriegen. Kaum einer glaubt sie, jeder erzählt sie weiter. Denn für sehr viele Menschen ist die Überwindung des Todes die stärkste Sehnsucht ihres Lebens. Die Frauen, die Jesus im Grab nicht finden, können es nicht glauben, erzählen es aber weiter. Und auch den Aposteln „erschienen ihnen diese Worte, als wär's Geschwätz, und sie glaubten ihnen nicht“, schreibt Lukas. Und er berichtet, wie sie das Unglaubliche weitergetragen haben – durch den ganzen Mittelmeerraum. 

Ohne die unglaubliche Nachricht von Jesu Auferstehung gäbe es keinen christlichen Glauben. Bei Jesus von einem Comeback zu sprechen, erscheint mehr als ungewöhnlich. Aber es treffen alle Merkmale zu: Er ist wieder da - allerdings ganz anders - und die Nachricht verbreitet sich schnell. Der christliche Glaube beruht auf dem  unglaublichen Comeback Jesu.  Der Sinn liegt darin, dass dieses Comeback für alle Menschen gelten soll. 

Gott kommt immer wieder zu seinen Menschen

Das Alte Testament berichtet von der Sehnsucht des Gottesvolkes nach dem Wiederkommen des Messias, der das Volk retten würde aus seiner politischen und religiösen Misere. Dieser Gedanke geht von einem heilen Anfangszustand aus, der wiederhergestellt werden soll. Ein Comeback. Die Evangelien berichten von Johannes dem Täufer, der auf das große Comeback Gottes hinweist. Und Jesus wurde mehrfach gefragt: Bist du der Messias? Bis du der, auf den sich unsere ganze Sehnsucht richtet? 

Mit Jesus kommt Gott auf die Welt

Diese Erwartungen erfüllt Jesus zunächst nicht. Sein Königtum deutet er mit ziemlich schrägen Bildern. Er reitet zwar in Jerusalem ein, aber nicht auf einem Pferd wie ein König, sondern auf einem geborgten Esel. Und der rote Teppich, den ihm das Volk ausrollt, sind nur Zweige. Und als er kurz darauf qualvoll am Kreuz stirbt, begraben seine Freunde  alle ihre Hoffnungen. Und dann sagen ein paar Frauen, er sei wieder auferstanden. Sein Comeback ist der neue Bund, den Gott mit seinen Menschen schließt, das Neue Testament. Schnell verbreitet sich die gute Nachricht, dass Gott wieder bei den Menschen ist, im ganzen römischen Reich. 

Wenn Gott zu den Menschen zurückkommt, dann ist es ein Comeback. Wenn Gott als Kind in der Krippe liegt, dann ist Gott wieder da, ganz nah bei den Menschen. Doch das Warten hört nicht auf. Die Himmelfahrtsgeschichte setzt eine neue Hoffnung: Jesus wird als Herr der Welt wiederkommen. Dann wird der Mensch gewordene Gott am Ende der Zeit sein großes Comeback haben und alles Leben aus seiner Endlichkeit befreien.

Wer Halt gewährt,
verstärkt in sich den Halt.

(Martin Buber)

Martin Buber

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages_rusm

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