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Helga Engler-Heidle verabschiedet

Zwischen Frauenpower und Ehrenamt

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Die langjährige Frankfurter Frauenpfarrerin und Leiterin der Ehrenamtskademie Helga Engler-Heidle ist in den Ruhestand verabschiedet worden.

Darmstadt, 6. September 2013. Die Leiterin der Ehrenamtsakademie der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Pfarrerin Helga Engler-Heidle, ist am Freitag (6. September) in Darmstadt in den Ruhestand verabschiedet worden. Seit 2006 leitete sie die Einrichtung der EKHN, deren Ziel es ist, vor allem Ehrenamtliche in Verantwortungspositionen zu qualifizieren, darunter die etwa 12.000 Kirchenvorsteherinnen und -vorsteher. Im vergangenen Jahr besuchten rund 1600 Interessierte die knapp 90 Veranstaltungen an 18 Akademie-Standorten von Biedenkopf bis Heppenheim. Die Angebote reichten von Seminaren zur Leitungskompetenz oder Rhetorik bis zu Tipps für die Öffentlichkeitsarbeit. Nach Worten Engler-Heidles sind „Ehrenamtliche unverzichtbar, wenn Kirche sich erneuern will“. Ihr Ziel sei es gewesen, dazu beizutragen, dass „Ehrenamtliche auf Augenhöhe mit Hauptamtlichen arbeiten können.“ Im Ruhestand will sie sich nun verstärkt dem Thema Spiritualität widmen. Engler-Heidles Nachfolge als Leiter der Ehrenamtsakademie tritt Pfarrer Dr. Steffen Bauer an.

Mitautorin von "Frauen im Talar"

Engler-Heidle wurde 1948 in Traben-Trarbach an der Mosel geboren. Nach dem Theologiestudium in Bethel, Marburg und Tübingen sowie dem Vikariat in Dreieichenhain im Kreis Offenbach trat sie 1975 ihre erste Pfarrstelle in der Frankfurter Luthergemeinde an. 1985 bis 2001 nahm sie das Frauenpfarramt in Frankfurt wahr. Dort organisierte sie unter anderem Seminare für eine „frauengerechte Sprache“ und zur Feministischen Theologie. Sie war Mitherausgeberin des Buches „Frauen im Talar“, das erstmals die Geschichte der Pfarrerinnen in der EKHN thematisierte. Ab 1997 leitet sie das Frauenbegegnungszentrum „Eva“ in Frankfurt. Daneben war sie unter anderem ehrenamtliche Vorsitzende der „Evangelischen Frauenarbeit in Hessen und Nassau“. Von 2001 bis 2006 leitete Engler-Heidle das Projekt zur Neustrukturierung der Frauenarbeit in der EKHN. In dieser Zeit entwickelte sich die Frauenhilfe der EKHN zu dem Verband „Evangelische Frauen in Hessen und Nassau“, dem schließlich alle Frauenverbände beitraten. 2006 wurde sie Leiterin der Ehrenamtsakademie. Engler-Heidle ist verheiratet und hat zwei Töchter.

Mit Konsequenz und Einfühlungsvermögen

Der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Dr. Volker Jung, bezeichnete Engler-Heidle als „engagierte Theologin“, die sich in ihrem Berufsleben besonders für die Belange der Frauen und der Ehrenamtlichen eingesetzt habe. Ihr besonderer Verdienst sei es, wichtige Arbeitsbereiche „mit großer Konsequenz und zugleich hohem Einfühlungsvermögen neu auszurichten und zukunftsfähig zu machen“. Dazu gehöre beispielsweise die Gründung des Frauenbegegnungszentrums in Frankfurt ebenso wie die Neustrukturierung der Frauenarbeit in der EKHN oder der Aufbau der Ehrenamtsakademie. Ihre Veröffentlichungen zur Geschichte der Pfarrerinnen in der Kirche hätten darüber hinaus auch auf dazu beigetragen, dieses Thema aufzuarbeiten.

Rolle der Ehrenamtlichen maßgeblich gestärkt

Nach Worten des Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Dr. Ulrich Oelschläger, hat Engler-Heidle aus dem „Projekt Ehrenamtsakademie eine Institution für alle Engagierten in der evangelischen Kirche“ gemacht. Mit „Ausdauer und Energie hat sie eine überzeugende Arbeit geleistet und dazu beigetragen, die besondere Rolle der Ehrenamtlichen zu festigen“, so Oelschläger. Ehrenamtliche wie beispielsweise Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher hätten heute mit der Akademie eine „kompetente Anlaufstelle, um ihre Gaben weiterzuentwickeln und das Verantwortungsbewusstsein zu stärken.

 Mehr Informationen: www.ehrenamtsakademie-ekhn.de   

Die Verabschiedung von Helga Engler-Heidle findet am 6. September um 17 Uhr in der Pauluskirche (Paulusplatz) in Darmstadt mit Kirchenpräsident Dr. Volker Jung statt.

 

 

 

Gott stellt unsere Füße auf weiten Raum
und ich glaube, er tut das auch durch die,
die mit uns leben.

(Melanie Beiner zu Psalm 31,9)

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