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Rekordsommer in Deutschland

Bauern klagen – Winzer entspannt

123ducu/istockphoto.com

Der Sommer 2018 könnte als einer der zehn heißesten Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in die Geschichte eingehen. Für viele Bauern ist das ein Alptraum, sie rechnen mit hohen Ernteausfällen. Einige deutsche Winzer dagegen fiebern einem qualitativ hochwertigen Wein entgegen.

„Ja es ist wahnsinnig trocken, aber unseren Reben macht das bis jetzt nichts aus“, sagt Eric Manz vom Weingut Manz im Rheinhessischen Weinoldsheim. Seit sechzehn Jahren kümmert sich die Winzerfamilie um die himmlischen Tropfen der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau.  Ob Hitze und Trockenheit den Weinreben schaden sei davon abhängig, wie tief die Pflanzen wurzeln, so Manz. „Und da unsere Reben ziemlich alt sind und tiefe Wurzeln haben, müssen wir auch nicht wässern“, ergänzt der Winzer.

Trauben reduzieren – weniger Wasser brauchen

Wenn sich abzeichnet, dass die Hitzeperiode doch zu lange wird, könne man auch einfach die Trauben an den Reben reduzieren. „Normalerweise haben wir so 20 Trauben am Stock. Jetzt haben wir schon mal auf zehn reduziert. Dann stimmt der Wasserhaushalt wieder“, erklärt Manz. Mit dieser Methode könne auf jeden Fall die Qualität des Weins sichergestellt werden.

Nicht alle Winzer haben Glück

Ganz ohne Probleme dürfte der heiße Sommer aber nicht für alle Winzer bleiben. „Besonders Kollegen mit jungen Pflanzen, die an einem steilen Hang liegen, könnten zu kämpfen haben“, sagt Manz. Diese Winzer kämen um eine Bewässerung nicht herum  - und die sei nur sehr schwierig zu bewerkstelligen.

Sommer 2003 als Maßstab

Total unvorbereitet seien die Winzer auf den Rekordsommer aber nicht. „Die Temperaturen aus dem Jahr 2003 waren schon sehr lehrreich“, erinnert sich Manz. Gelernt habe man vor allem eins: Sollte es wirklich zu trocken werden, müssten die Trauben früher gelesen werden. So könnte es auch in diesem Jahr kommen, wenn es nicht in den nächsten Wochen angemessen regnen würde. In der Regel würden die Winzer Anfang September damit beginnen, so der Winzer. Das nehme dem Wein aber keineswegs seine Qualität erklärt Manz: „Im Jahr 2003 hatten wir einen der besten Rotweine, der war richtig alkoholig.“ Ideal sei es natürlich trotzdem, wenn es den ganzen Sommer über nass und kalt wäre und erst im September die Temperaturen anstiegen.


Welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder.

Römer 8, 14

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von iStock-Ailime

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