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Kurhessen-Waldeck

Kandidatinnen für Bischofswahl vorgestellt

EKHNAnnegret PuttkammerAnnegret Puttkammer, derzeit Pröpstin für Nord-Nassau, tritt als Bischofskandidatin an

Zwei Frauen kandidieren für das Bischofsamt der kurhessischen Landeskirche (EKKW). Neben der Bielefelder Wissenschaftlerin Beate Hofmann steht Annegret Puttkammer zur Wahl, die als Pröpstin für Nord-Nassau in der EKHN bekannt ist.

EKKWProf. Dr. Beate Hofmann kandidiert neben Annegret Puttkammer als Nachfolgerin für Bischof Martin HeinProf. Dr. Beate Hofmann kandidiert als Nachfolgerin von Bischof Martin Hein

Erstmals in der Geschichte der Landeskirche stellen sich zwei Frauen zur Wahl für das Bischofsamt in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Dies teilte Präses Dittmann, Vorsitzender der  Landessynode und des Nominierungsausschusses, heute in Kassel der Presse mit. Im Mai 2019 wird während der Frühjahrstagung der Landessynode in Hofgeismar eine neue Bischöfin gewählt. Ins Amt eingeführt wird die neue Bischöfin im September 2019, wenn der bisherige Bischof Martin Hein in den Ruhestand geht.

Die Landeskirche hatte ihre Mitglieder im vergangenen Jahr aufgefordert, Vorschläge für eine neue Bischöfin oder einen neuen Bischof einzureichen. Dieser Aufruf sei auf breite Resonanz gestoßen, berichtete Dr. Dittmann: 140 Vorschläge mit insgesamt rund 60 Namen seien eingegangen. Aus diesen habe der Nominierungsausschuss in einem intensiven Entscheidungsprozess zwei Kandidatinnen bestimmt, die sich am 9. Mai 2019 der Landessynode in Hofgeismar zur Wahl stellen werden: Prof. Dr. Beate Hofmann und Pröpstin Annegret Puttkammer. 

Kandidatin aus Herborn: Pröpstin Annegret Puttkammer (55)

„Als eine „Unterwegs-Bischöfin“ möchte ich den Austausch mit möglichst vielen Gruppen und Einzelnen suchen“, beschreibt Annegret Puttkammer ihr Amtsverständnis. Sie will dazu beitragen, dass die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck zuversichtlich ihren Weg gehen kann – trotz aller Herausforderungen unserer Zeit. Dabei positioniert sie sich überall da, wo Menschen herabgewürdigt würden, klar für Barmherzigkeit und Menschenwürde.

Annegret Puttkammer ist seit Juni 2011 Pröpstin für Nord-Nassau in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Die aus Fulda Stammende ist in Velbert aufgewachsen. Nach ihrem Studium der Evangelischen Theologie in Münster und Bonn war sie Vikarin in Kleve am Niederrhein und als Pastorin beim Evangelischen Bibelwerk im Rheinland sowie anschließend als Referentin im Frauenwerk der Ev. Landeskirche in Württemberg tätig. Von 1997 bis 2001 war Frau Puttkammer Gemeindepfarrerin in Wiesbaden-Dotzheim, von 2001 bis 2008 in Bad Soden-Neuenhain. Im Jahr 2008 wurde sie zur Dekanin des Ev. Dekanats Herborn, verbunden mit einer halben Stelle Gemeindepfarramt in Herborn, gewählt. Annegret Puttkammer engagiert sich seit 1995 in der Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste der Evangelischen Kirche in Deutschland (AMD) und ist seit 2009 deren stellvertretende Vorsitzende. In ihrer Zeit als Dekanin initiierte sie das Projekt „Wie Kirchengemeinden auf Distanzierte zugehen können“ und leitete den Prozess zur inhaltlichen Vorbereitung der Fusion mit dem Nachbardekanat. 

Aus ihrem Amt als Pröpstin sind ihr strukturelle Fragen wie die Bildung von Kooperationsräumen und die Zusammenführung von Dekanaten sowie die Herausforderungen des ländlichen Raumes vertraut. Sie ist Vorsitzende der Evangelischen Akademie Frankfurt und Mitglied der Vollversammlung und des Beirates der Geschäftsleitung der Vereinten Evangelischen Mission (VEM). Zudem ist sie Mitglied des Aufsichtsrates der Jesus- Bruderschaft Gnadenthal und der Stiftung Scheuern (Behindertenhilfe, bis 2018). Seit Januar 2019 ist die Pröpstin stellvertretende Kuratoriumsvorsitzende von „midi“, der neuen gemeinsamen „Arbeitsstelle für missionarische Kirchenentwicklung und diakonische Profilbildung“ von EKD und Diakonie Deutschland.

Als Autorin und Herausgeberin veröffentlichte Puttkammer Literatur zu den Themen „Verkündigung“,  Gestaltung des geistlichen Lebens“, „Lebensbezogene Bibelarbeit“ und „Gemeindeentwicklung“.

In ihrer Freizeit beschäftigt sie sich mit Literatur, Musik und Filmen. Gemeinsam mit ihrem Mann, Pfarrer i.R. Detlev Puttkammer, mit dem sie seit 1994 verheiratet ist, wandert sie gerne, so zum Beispiel in Etappen von Hamburg bis nach Genua. 

Mehr über Annegret Puttkammer

Kandidatin aus Bielefeld: Prof. Dr. Beate Hofmann (55)

„In den anstehenden Veränderungsprozessen setze ich mich für eine erkennbar evangelische Kirche ein: spirituell lebendig, vielfältig und einladend.“ So beschreibt Dr. Beate Hofmann ihr Leitbild. Ihr Kompass für das kirchenleitende Amt ist: Kirche soll einladen zur Begegnung mit Gottes Wort und miteinander, sie soll Räume zum Wachsen, zu Orientierung und Engagement bieten und ihre Ressourcen innovativ einsetzen. Auf dem Hintergrund ihrer ökumenischen Erfahrung ist ihr wichtig, dass Kirche durch Bildung und diakonische Arbeit Gesellschaft mitgestaltet.

Dr. Beate Hofmann ist seit Oktober 2017 Direktorin des Instituts für Diakoniewissenschaft und Diakoniemanagement der Kirchlichen Hochschule in Bethel/Bielefeld. Schwerpunkte ihrer dortigen Tätigkeit sind das Zusammenspiel von Haupt- und Ehrenamt in Kirche und Diakonie und die Gestaltung diakonischer Unternehmenskultur. Frau Hofmann ist in Bad Tölz, Miesbach und Regensburg aufgewachsen. Ihr Studium führte sie nach Bethel, Heidelberg, Evanston (USA), Hamburg und München. Durch ihr Vikariat in München-Hasenbergl und ihre Tätigkeit als Gemeindepfarrerin in München-Großhadern machte sie Erfahrungen in der Arbeit mit unterschiedlichen sozialen Milieus. Frau Dr. Hofmann promovierte 1999 an der Ludwig-Maximilians-Universität München zum Thema „Der Bayerische Mütterdienst der Evangelisch-Lutherischen Kirche. Geschichte und Arbeitsweise im Spiegel von Dokumenten und Interviews“. Anschließend war sie bis 2003 Theologische  Studienleiterin des Fortbildungszentrums der Diakonie Neuendettelsau und zugleich Pfarrerin in der Anstaltsgemeinde St. Laurentius. Von 2003 bis 2013 lehrte sie als Professorin für Gemeindepädagogik und Kirchliche Bildungsarbeit an der Evangelischen Hochschule Nürnberg. Sie bildete Religionspädagoginnen und Religionspädagogen sowie Diakoninnen und Diakone aus.

Weiterhin arbeitete sie zu Fragen der Gemeindeentwicklung und Glaubenskommunikation sowie des Ehrenamtes und der Engagementforschung im kirchlichen Kontext. Erwachsenenbildung war auch das Thema ihrer Habilitation an der Augustana-Hochschule Neuendettelsau: „Sich im Glauben bilden. Der Beitrag von Glaubenskursen zur religiösen Bildung und Sprachfähigkeit Erwachsener“ im Jahr 2013. Seit Oktober 2013 lehrt die Professorin für Diakoniewissenschaft und Diakoniemanagement an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal / Bethel. Frau Dr. Hofmann engagiert sich in zahlreichen Gremien in den Bereichen Diakonie und Erwachsenenbildung. Zudem ist sie Mitglied des Beirates des Referats für Chancengerechtigkeit der EKD (seit 2016). Sie verfügt über eine Ausbildung zur Gemeindeberaterin und zur geistlichen Begleiterin und war über 10 Jahre nebenamtlich als Gemeindeberaterin tätig. 

Verheiratet ist Beate Hofmann in zweiter Ehe mit dem katholischen Physiker Dr. Stefan Geis. Sie spielt Harfe und Klavier, ist kulturell interessiert, liest gerne und findet ihren Ausgleich bei Sport und Gartenarbeit.

Die Evangelische Kirche Kurhessen-Waldeck (EKKW)

Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) liegt im geographischen Zentrum Deutschlands: Nord- und Osthessen gelten als die „Stammlande“ der Kurhessen-Waldecker, aber auch das thüringische Schmalkalden gehört dazu wie das Kinzigtal, das sich von Schlüchtern bis Hanau erstreckt. Und so reicht die EKKW bis vor die Tore Frankfurts im Rhein-Main-Gebiet. 

EKHN und EKKW unterhalten einige Einrichtungen gemeinsam, zum Beispiel:

Diakonie Hessen
Religiospädagogisches Institut
Zentrum Oekumene

Gott erweist seine Liebe zu uns darin,
dass Christus für uns gestorben ist,
als wir noch Sünder waren.

Römer 5, 8

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages_saemilee

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