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Festgottesdienst

Steffen Held als Dekan in Dreieich-Rodgau eingeführt

kfDie Pröpstin für Starkenburg, Karin Held (vorne re.), führte am Samstag, 29. Mai, in Dudenhofen Dekan Steffen Held (vorne li.) und den Dekanatssynodalvorstand unter der Leitung von Dr. Michael Grevel (Mitte) in ihre Ämter ein. Verantwortung in der Leitung des fusionierten Kirchenkreises übernehmen mit den beiden (v. l.) Pfarrerin Silke Henning, Pfarrerin Sandra Scholz, Ute Zanger, Dr. Rainer Hollmann als stellvertretender Präses, Pfarrerin Christina Koch, Dr. Markus Domschke, Bernhard Rücker, Brigitte Jahn-Lennig, Rolf Müller und Pfarrer Sven Sabary.

Mit einem festlichen Gottesdienst zur Einführung von Dekan Steffen Held und des Dekanatssynodalvorstands unter dem Vorsitz von Präses Dr. Michael Grevel begrüßte das Evangelische Dekanat Dreieich-Rodgau online und vor Ort in Dudenhofen seine neue Leitung. Die Starkenburger Pröpstin Karin Held berief den 46-Jährigen gemäß den Ordnungen der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) in das Dekaneamt und segnete ihn für seinen neuen Dienst in der Region.

kfEinen Dekan, „der in den Dialog mit anderen geht, sich einmischt, sich einsetzt für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung, und eine Kirche, die für Menschen auch in Not da ist und Relevantes zu sagen hat, ohne wichtig zu tun – in allem Ernst, aber eben auch mit Hoffnung und Freude“, kündigte Steffen Held in seiner Einführungspredigt für seine Amtszeit an.

Pandemiebedingt hatte sich der Kirchenkreis dazu entschieden, einen Gottesdienst in kleinem Rahmen vor Ort in der Evangelischen Kirche Dudenhofen mit Vertreter*innen der verschiedenen Berufsgruppen im Dekanat sowie Ehrengästen aus Politik, Gesellschaft und Kirche zu feiern. „Empfangstüten to go“ mit Sekt, Schorle, Knabbereien und Infos über das fusionierte Dekanat sorgten dafür, dass das Feiern nicht ganz ausfallen musste. Für alle Interessierten wurde die Gottesdienstfeier auf dem Youtube-Kanal der Kirchengemeinde übertragen – unter anderem in das Langener Petrus-Gemeindehaus, Steffen Helds vormalige Wirkungsstätte. Eine Aufzeichnung soll ebenfalls bald online sein. 

Freude an Gott als Fundament kirchlicher Angebote

„Ich bin nicht Pfarrer geworden, um den Mangel zu verwalten, sondern um zu gestalten, mit anderen in geistlicher Gemeinschaft zu leben, Geborgenheit in ihr zu spüren und von meinem Glauben zu erzählen“, sagte Dekan Steffen Held in seiner Einführungspredigt in der Evangelischen Kirche Dudenhofen sowie per Liveübertragung ins Internet.

Als festes Fundament dafür sieht der leitende Geistliche des evangelischen Dekanats mitten im Rhein-Main-Gebiet die Freude: die Freude in und an Gott, am gemeinsamen Arbeiten daran, das Evangelium - also die Frohe Botschaft Gottes von gelingendem Zusammenleben - unter die Menschen zu bringen. „Nur gemeinsam können wir Kirche der Freude, des Evangeliums sein. Und nur so kann es auch gelingen, dass wir anderen zur Freude werden.“

Für die kommenden Jahre kündigte Steffen Held in seiner Predigt einen evangelischen Dekan an, „der in den Dialog mit anderen geht, sich einmischt, sich einsetzt für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung, und eine Kirche, die für Menschen auch in Not da ist und Relevantes zu sagen hat, ohne wichtig zu tun – in allem Ernst, aber eben auch mit Hoffnung und Freude“. 

Rat der Pröpstin: Zehn Schlüsselqualifikationen 

Zuvor hatte Pröpstin Karin Held den Theologen im Rahmen einer feierlichen Zeremonie als Vertreterin der Kirchenleitung der EKHN in das Dekane-Amt berufen und für seinen Anfang Mai begonnenen Dienst gesegnet. In ihrer Ansprache gab sie Dekan Held, symbolisiert durch einen dicken Schlüsselbund, zehn Schlüsselqualifikationen für das Dekane-Amt mit auf den Weg – darunter Sorgfalt, Treue und Demut, aber auch die Orientierung an den eigenen Zielen und Visionen, Wissen um die Bedürfnisse der Menschen und die Erfordernisse der Zeit, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und in die anderer, die Authentizität des Menschen hinter dem Amt und schließlich der eigene Glaube und dessen Pflege.

Zur Person: Steffen Held

Pfarrer Steffen Held, 46 Jahre alt, geboren in Offenbach und aufgewachsen in Frankfurt, studierte evangelische Theologie in Frankfurt und Marburg. Nach dem Vikariat in Langen und im Frankfurter Bibelmuseum trat er seine erste Pfarrstelle 2005 in der Evangelischen Kirchengemeinde Bensheim-Auerbach an. 2007 übernahm er die Pfarrstelle in der damaligen Evangelischen Petrusgemeinde Langen, die heute Teil der Evangelischen Kirchengemeinde Langen ist. Zudem engagierte er sich im Dekanatssynodalvorstand Dreieich. Seit August 2018 arbeitet Steffen Held auch als Schulpfarrer an der Dreieichschule Langen. Am 16. Januar 2021 wählte ihn die erste Synode des fusionierten Evangelischen Dekanats Dreieich-Rodgau zum Dekan, die sechsjährige erste Amtszeit begann am 1. Mai. Pfarrer Held und seine Frau Sandra leben in Langen und haben einen Sohn und eine Tochter.

Dekanatssynodalvorstand: Ehrenamtliche und Geistliche leiten das Dekanat gemeinsam

Nicht nur den Dekan, auch die Mitglieder des Dekanatssynodalvorstands als geschäftsführendes Leitungsgremium des rund 70.000 Mitglieder zählenden Kirchenkreises führte die Pröpstin mit der Bitte um Gottes Segen feierlich in ihre Ämter ein:

Neben dem Präses der Dekanatssynode Dr. Michael Grevel (Egelsbach), seinem Stellvertreter Dr. Rainer Hollmann (Seligenstadt) und Dekan Held gehören dem DSV der I. Synode derzeit weitere sechs ehrenamtliche Mitglieder und vier Pfarrer*innen an: Dr. Markus Domschke (Urberach), Brigitte Jahn-Lennig (Neu-Isenburg), Rolf Müller (Langen), Bernhard Rücker (Nieder-Roden) und Ute Zanger (Dietzenbach) sowie Pfarrerin Silke Henning (Neu-Isenburg), Pfarrerin Christina Koch (Dudenhofen), Pfarrer Sven Sabary (Heusenstamm) und Pfarrerin Sandra Scholz (regionale Pfarrstelle für Ökumene und Gesellschaftliche Verantwortung). Eine stellvertretende Dekanin oder ein stellvertretender Dekan wird den Vorstand gegen Jahresende komplettieren; die Stelle ist derzeit ausgeschrieben.

Stichwort: Der Dekanatssynodalvorstand (DSV)

Der DSV hat die Verantwortung für Finanzen und Personalangelegenheiten des Dekanats, bereitet die Tagungen der Dekanatssynode vor und setzt die Beschlüsse des regionalen Kirchenparlaments um. Ihm gehören Ehrenamtliche sowie Pfarrerinnen und Pfarrer an, die allesamt von der Dekanatssynode und damit von Vertreterinnen und Vertretern der 28 Kirchengemeinden zwischen Langen und Seligenstadt gewählt werden. 

Das Evangelische Dekanat Dreieich-Rodgau

Das Evangelische Dekanat Dreieich-Rodgau umfasst 28 Kirchengemeinden mit rund 50 Pfarrerinnen und Pfarrern und 17 Mitarbeitenden im Gemeindepädagogischen Dienst für 70.000 evangelische Kirchenmitglieder im Kreis Offenbach und den Hanauer Stadtteilen Klein-Auheim und Steinheim. Es erstreckt sich von der A5 und dem Frankfurter Flughafen im Westen bis zur Mainlinie im Norden und Osten.

Das Evangelische Dekanat Dreieich-Rodgau hat die Trägerschaft für 18 evangelische Kindertagesstätten und betreibt die Evangelische Familienbildung im Kreis Offenbach. Das Dekanatsteam arbeitet an derzeit zwei Standorten in Dietzenbach und Langen – unter anderem in der Kinder- und Jugendarbeit, der Kirchenmusik, den Handlungsfeldern Ökumene und Gesellschaftliche Verantwortung sowie in der Alten-, Klinik-, Hospiz- und der Notfallseelsorge. Der Umzug an einen gemeinsamen Standort ist geplant. 

Gott stellt unsere Füße auf weiten Raum
und ich glaube, er tut das auch durch die,
die mit uns leben.

(Melanie Beiner zu Psalm 31,9)

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