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Kirchenpräsident beim Rittertag

Wie geht es weiter - nach und mit der Corona-Pandemie?

Anna-Luisa HortienKirchenpräsident Dr. Volker Jung (r.) mit Dr. Oskar Prinz v. Preußen, Herrenmeister des Johanniterordens, (l.) und Johannes Perlitt, Kommendator der Hessischen Genossenschaft des Johanniterordens.

In seiner Predigt beim Rittertag des Johanniterordens hatte Kirchenpräsident Jung seine Gedanken zu den Folgen der Corona-Pandemie geäußert. Er sagte, dass es ein "weiter-so-wie-bisher" nicht geben könne. Deshalb zeigte er auf, welche Aufgaben stattdessen anstehen.

Wenn sich Mitglieder der Johanniter-Schwesternschaft aus der Region und Ritter der hessischen Genossenschaft des Johanniterordens auf dem Gelände rund um die Komturkirche in Nieder-Weisel treffen, ist in jedem Jahr ein besonderer Besuch vorgesehen. In diesem Jahr war der hessen-nassauischen Kirchenpräsidenten Dr. Volker Jung zu Gast und hielt die Predigt im Gottesdienst.

Ausblick auf die Veränderungen während und nach der Pandemie

In seiner Predigt hatte der Kirchenpräsident die Frage gestellt, wie es weitergeht - nach und mit der Corona-Pandemie. Das Corona-Virus verlange uns viel ab. Immer wieder einschränken, vorsichtig sein, sich gegenseitig schützen. Immer wieder Pläne ändern. Volker Jung geht davon aus: „Es kann nach der Pandemie kein einfaches ‚Weiter-so-wie-bisher‘ geben. Grenzen erkennen, sorgsamer und nachhaltig leben - das ist unsere Aufgabe.“ Und was wird dann aus uns werden? „Wir können nicht sagen, was alles auf uns zukommen wird. Aber bleiben wird das, was wir jetzt schon sind: Kinder eines liebenden und gnädigen Gottes.“

Johannes der Täufer - Namenspatron mit großer Bedeutung

Jung thematisierte während seiner Predigt auch Johannes den Täufer als Namenspatron des Johanniterordens. Johannes sei ein Bußprediger. „Er steht in der großen Tradition der Propheten Israels. Sie weisen auf Unrecht hin, sie mahnen, das Leben zu prüfen und Irrwege zu verlassen“, sagte Jung. Aber es gehe ihnen nicht darum, die eigenen Interessen durchzusetzen oder Menschen so anzuklagen, dass sie klein gemacht werden. Mit seiner Botschaft gebe Johannes einen kräftigen Impuls zu fragen, was wir ändern können und müssen, und Verantwortung füreinander zu übernehmen.
Der Name Johannes bedeute „Gott ist gnädig“. Aus der Gnade Gottes heraus leben und zum Leben finden – dafür stehe Johannes der Täufer.

Gestaltung der Feierlichkeiten

Kirchenpräsident Jung gestaltete gemeinsam mit Jörg Fröhlich, Pfarrer im Geistlichen Zentrum der Johanniter, den Gottesdienst zum Abschluss des sogenannten Rittertages, der Mitgliederversammlung der Genossenschaft, bei der unter anderem auch neue Ehrenritter ernannt und Auszeichnungen vergeben werden. Am frühen Nachmittag hatte außerdem Pfarrer Carsten Tag, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Hessen, in einem Vortrag zur Verantwortung und den Aufgaben der Diakonie Hessen als Werk der Kirche informiert.

Das Dekanat und die Johanniter

Eine romanische Kirche aus dem Mittelalter – ein Tagungszentrum mit vielen Seminarräumen – ein modernes Hotel für Kost und Logis. Das ist das Geistliche Zentrum der Johanniter Nieder-Weisel im Evangelischen Dekanat Wetterau. Dort werden über das Jahr verteilt zahlreiche Veranstaltungen wie Einkehrwochenenden, Pilgertouren oder Tagzeitengebete angeboten. Darüber hinaus finden in Nieder-Weisel auch interne Veranstaltungen der Johanniter statt.

Die Mitglieder des Johanniterordens folgen einem doppelten Auftrag: Eintreten für den Glauben und Einsatz für den Kranken und Hilfsbedürftigen.

Das Geistliche Zentrum wird gemeinsam getragen von Johannitern und dem Dekanat Wetterau. Weitere Informationen: www.geistliches-zentrum-johanniter.de

[ahart/red]

Beten mit Worten der Bibel:

Gott,
wir erfassen kaum, was auf Erden ist,
und begreifen nur schwer,
was wir in Händen haben.
Was aber im Himmel ist, wer hat es erforscht?
Und wer hat deinen Ratschluss erkannt?
Es sei denn, du hast Weisheit gegeben und
deinen heiligen Geist aus der Höhe gesandt.
Amen

(Weisheit 9,16 ff)

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