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Karfreitag

Kirchenpräsident zu Karfreitag: Revolution und Trost am Kreuz

EKHN/Peter BongardKirchenpräsident Volker Jung feiert GottesdienstKirchenpräsident Volker Jung feiert Gottesdienst

Opfer von Gewalt, heimatlose Flüchtlinge, unschuldige Arbeitslose: Wer in dieser Welt das Kreuz Christi erblickt, muss auch das Leid der Welt mit anderen Augen sehen, sagt Kirchenpräsident Volker Jung in seiner Botschaft zu Karfreitag. An diesem Tag predigt er auch im ARD-Gottesdienst.

In seinem diesjährigen Wort zu Karfreitag hat der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Volker Jung, den Tod Jesu am Kreuz als „Botschaft mit revolutionärem Potenzial bezeichnet“. Sie rufe dazu auf, den Blick auf die Menschen zu richten, „die unter Unterdrückung leiden und für sie einzutreten“, sagte Jung. Als Beispiel nannte der Kirchenpräsident Frauen, die Opfer sexueller Gewalt werden, Menschen, die durch Krankheit ihren Arbeitsplatz verloren, Flüchtlinge, die in ihrer Heimat alles aufgeben müssen und Gefangene der Diktaturen in aller Welt. Wer auf das Kreuz schaue, müsse über das Elend und Unrecht in der Welt erschrecken, so Jung.

Der Tod ist nicht „endgültig“

Nach Worten Jungs sei das Kreuz zugleich Ausgangspunkt für „größten Trost“. Nach christlichem Verständnis entstehe unter dem Kreuz „eine Ahnung davon, dass Leiden und Tod nicht endgültig sind“. Menschen könnten Trost darin finden, „dass im Leiden von Jesus Gott selbst am Kreuz da ist“. Jung: „Diese Hoffnung hilft mir, den Tragödien unserer Tage besser stand zu halten. Wenn ich im Gekreuzigten Gott erkenne, den Lebendigen, den Ewigen, dann weiß ich: Der Tod hat nicht das letzte Wort. Dann kann ich auch die Kreuze dieser Welt anschauen, ohne zu verzweifeln. Ich muss nicht wegschauen. Ich muss Leid nicht ignorieren oder verdrängen – eigenes Leid und fremdes Leid. Ich kann mich ihm zuwenden in der Hoffnung, dass kein Leid dieser Welt endgültig ist.“

Kirchenpräsident Volker Jung wird auch im diesjährigen ARD-Fernsehgottesdienst zu Karfreitag predigen, der am 30. März ab 10 Uhr aus Erbach am Rhein übertragen wird. >> Mehr zum ARD-Gottesdienst an Karfreitag 2018 mit Kirchenpräsident Jung  

Hintergrund Karfreitag

Am Karfreitag erinnern Christinnen und Christen an das Leiden und Sterben Jesu am Kreuz. Der Begriff „Kar“ leitet sich dabei vom althochdeutschen „kara“ ab, was mit Klage oder Trauer übersetzt werden kann. Nach christlichem Verständnis offenbarte sich Gott im Leben und Sterben Jesu. Gott selbst litt in Gestalt des unschuldig Gekreuzigten mit. Darum wurde das Kreuz im Christentum in der Folge zum Zeichen für Leid, Mitgefühl, Erlösung und Auferstehung.

Kirchenpräsident Volker Jung an Karfreitag in den Medien 

Karfreitag, 30. März, 7.30 bis 8 Uhr: Radio-Andacht „Morgenfeier“ in hr2-kultur
Karfreitag, 30. März, 10 Uhr: ARD-Fernsehgottesdienst aus der Johanneskirche in Erbach am Rhein

Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.

2. Korinther 5, 17

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von Zoltan Tasi/unsplash

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