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Einigung zwischen Kim und Trump

Koreanische Christen hoffen auf baldigen Frieden

Kai FuchsDas koreanische Fernsehen berichtet über das Treffen zwischen Kim und TrumpDas koreanische Fernsehen berichtet über das Treffen zwischen Kim und Trump

Ist ein tragfähiger Frieden zwischen Nord- und Südkorea möglich? Das Treffen von US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Regierungschef Kim Jong-un am 12. Juni könnte ein weiterer Schritt in die richtige Richtung gewesen sein. Koreanische Christen hoffen jetzt auf weitere Fortschritte im Friedensprozess auf der koreanischen Halbinsel.

Kai FuchsKoreanische Zeitungen berichten über das Treffen zwischen Kim und TrumpKoreanische Zeitungen berichten über das Treffen zwischen Kim und Trump

Der 12. Juni könnte in die künftigen Geschichtsbücher eingehen: Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un und der Präsident der Vereinigten Staaten Donald Trump haben in Singapur eine Vereinbarung zur atomaren Abrüstung Nordkoreas unterzeichnet. Es war das erste Gipfeltreffen eines amtierenden US-Präsidenten mit der Führung Nordkoreas. Erst am 27. April hatten sich Kim Jong-un und Südkoreas Präsident Moon Jae-in an der Grenze zwischen Nord- und Südkorea getroffen und vereinbart, dass noch in diesem Jahr ein Friedensvertrag geschlossen wird, der den Waffenstillstand von 1953 ersetzen soll. Nominell herrscht zwischen den beiden koreanischen Staaten immer noch der Kriegszustand.

Zeichen der Hoffnung

Als ein „kleines Hoffnungszeichen“ bezeichnete Prawitz, der Vorsitzende der Korea-Partnerschaft in der EKHN, die derzeitigen Entwicklungen zwischen Nord- und Südkorea. Seit 1980 besteht eine Partnerschaft zwischen der evangelischen Propstei Rhein-Main und der Propstei GwangJu der Presbyterianischen Kirche in Südkorea mit regelmäßigen Veranstaltungen und gegenseitigen Besuchen.

„Die Grenze macht uns krank“

Für Nataly Jung-Hwa Han vom Korea-Verband ist die Grenze zwischen Nord- und Südkorea „einfach unmenschlich“; sie mache die Menschen „krank“. Jung-Hwa Han betonte: „Dieses Bewusstsein, dass sie zu Unrecht geteilt wurden, verbindet die Menschen in Nord- und Südkorea. Das gibt uns die Kraft, dass wir die Wiedervereinigung vorantreiben“.

Friedensprozess braucht Zeit

Der südkoreanische Pfarrer Shin Seung Min erklärte, dass ein Friedensschluss zwischen Nord- und Südkorea noch Zeit brauche: „Im Moment ist es uns wichtig, dass endlich der Krieg beendet wird. Was erreicht werden könnte, wäre ein Nichtangriffspakt, der von den Amerikanern unterzeichnet und von anderen beteiligten Staaten mit bestätigt wird.“ Von Wiedervereinigung könne derzeit jedoch noch keine Rede sein, erklärte Shin Seung Min.

Grundprinzipien einer friedlichen Wiedervereinigung

Unter welchen Voraussetzungen ein Friedensprozess oder gar eine Wiedervereinigung auf der koreanischen Halbinsel möglich wäre, hat die Koreanische Kirche bereits 1988 in einer Denkschrift veröffentlicht. Shin Seung Min erläuterte: „Wir haben fünf wichtige Grundprinzipien einer friedlichen Wiedervereinigung definiert. Erstens: Wiedervereinigung kann nur friedlich geschehen; mit Waffen lässt sich gar nichts erreichen. Zweitens: Die unabhängige Wiedervereinigung durch die Koreaner selbst ohne Einmischung von außen. Drittens: Der große Zusammenhalt aller Koreaner über alle Unterschiede hinweg. Viertens: die Beteiligung der Zivilgesellschaft, der Bürgerinnen und Bürger und fünftens: das humanitäre Prinzip.“

Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen.

Jesaja 42, 3

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von iStock/Stereohype

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