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Deutsche Einheit in Mainz

Lila zeigt den Weg zur Freiheit

EKHN/WeinrichLila Teppich zeigt den Weg zur FreiheitLila Teppich zeigt den Weg zur Freiheit

Die Vorbereitungen für die deutschandweit zentralen Feiern zum Tag der Deutschen Einheit in Mainz laufen auf Hochtouren. Auch die evangelische Kirche feiert schon am Montagabend mit. Schlagzeuge rufen zum Fest, Pantomimen verzaubern die Christuskirche, 1000 Armbänder erinnern an einen bedrohten Wert. Und lila zeigt den Weg zur Freiheit.

Bildergalerie

Christuskirche Mainz 1000 Bänder erinnern an das Schicksal Verfolgter Freiheitsbänder
EKHNProgramm zur "Nacht der Freiheit" am 2. Oktober in MainzProgramm zur Nacht der Freiheit - (auf dieser Seite rechts kompletter Download)

Mainz, Oktober 2017. Die Mainzer haben es derzeit nicht leicht mit ihrer Freiheit. Den Tag der Deutschen Einheit, der ab Montagabend deutschlandweit in der rheinland-pfälzischen Hauptstadt gefeiert wird, flankieren 7000 Polizisten, hunderte von Betonpollern und Dutzende gesperrter Straßen. Sicherheit ist eines der wichtigsten Gebote - zumal am Dienstag alles mit Rang und Namen von Bundeskanzlerin über Bundespräsident bis zu Politikern aus Brüssel an den Rhein kommt. Da hilft alles Murren der Mainzer über die verlorene Freiheit am 3. Oktober 2017 nichts.

Freiheit ist zentraler Begriff

Vielleicht finden sie ja den Weg zur evangelischen "Nacht der Freiheit", die schon am 2. Oktober um 19 Uhr in der Christuskirche beginnt. Dabei weist ein 50 Meter langer lila Teppich den Weg zur "Nacht der Freiheit". Mit ihr feiern die protestanten den Tag der Einheit. Mit dem Thema Freiheit nehmen sie zugleich einen der zentralen Begriffe der genau 500 Jahr zurückliegenden Reformation auf. 

Portraits von Unterdrückten   

Gemeinsam mit der Hilfsorganisation „Amnesty International“ wird die evangelische Kirche zeigen, wo überall in der Welt Menschen bedroht sind und ihnen Freiheit vorenthalten wird. Am Abend werden beispielsweise 1.000 Armbänder mit Namen von  Menschen verteilt, die Opfer von Diktaturen und Freiheitseinschränkungen wurden. In mühevoller Kleinarbeit wurden die Bänder dazu individuell mit ihren Namen versheen. Gleichzeitig  hat die evangelsiche Kirche mit Portraits von rund 60 von Verfolgung Betroffenen eine spezielle Internetseite eingerichtet: http://www.ekhn.de/freiheit/start.html

Von Pantomime bis Schlagzeug

Die Nacht der Freiheit beginnt am 2. Oktober um 19 Uhr in der Christuskirche. Mit „drumlet“, die mit in ihrer „Rhythm’n’Groove Experience Show“ ein mitreißendes Rhythmusfeuerwerk zünden, wird der Abend eröffnet. Es folgt „Colour Gospel”, der Mainzer Powerchor. Er ist neben Fernseh- und Radioauftritten für seine fulminanten Auftritte bekannt. Die „Frankfurt City Blues Band“ will danach dem Pubikum einheizen. Ihr gelingt seit über 25 Jahren der Spagat  zwischen authentischen und aufregend neuen Interpretationen des Blues. Mit Olga und Pierino, dem Schweizer Pantomimenduo, wird das Freiheitsprogramm fortgesetzt. Es spielt auf der Bühne mit der „Freiheit“ und mit den Zuschauern, weckt Erinnerungen und lässt die Gäste staunen.

Freiheit ist überall bedroht

„Überall auf der Welt sind die Freiheitsrechte von Menschen in Gefahr. Eine Vielzahl ist inhaftiert, allein weil sie ihre Meinung geäußert haben. Wir wollen das am Tag der Deutschen Einheit zum Thema machen, an dem an die Freiheitsgeschichte des eigenen Landes erinnert wird. Auch Deutschland hat noch nicht ewig eine freiheitliche Grundlage und Demokratie“, erklärt Projektleiter Wolfgang H. Weinrich von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Gemeinsam wird er mit der SWR-Journalistin Antje Feig die Nacht moderieren.

Neue Talente entdecken

Parallel zum Programm im Kirchenschiff lädt ein interaktiver Stand in der Christuskirche ein, die eigenen Talente im Leben zu entdecken. Das Motto: „Mach doch, was Du glaubst“. Dabei können Ehrenamtliche erkunden, ob ihr Engagement gefragt ist; Jugendliche finden spielerisch mit Studierenden und Studienbegleitenden ihren Berufsweg. Diese Ausstellung ist auch am 3. Oktober zwischen 11 und 18 Uhr geöffent. Die Harfenistin Anne Kox-Schindelin sorgt dann zudem für musikalische Atmosphäre jeweils um 12,  14, 16, und 17 Uhr.

Gottesdienst 3. Oktober live in SWR und ARD

Am 3. Oktober ab 10 Uhr übertragen der SWR und die ARD den offiziellen Festgottesdienst zum diesjährigen Tag der Deutschen Einheit mit vielen Repräsentatinnen und Repräsentanten aus Politik und Gesellschaft. Die Predigt in der ökumenischen Feier im Mainzer Dom wird der pfälzische Kirchenpräsident Christian Schad halten. Er kündigte an, die Verantwortung aller für den Erhalt der Freiheit zum Thema zu machen. Der Mainzer katholische Bischof Peter Kohlgraf wird den Angaben zufolge auf die Mesnchen hinweisen, die in der Schattenseite der Freiheit leben müssen. In Statements werden vier Protagonisten zudem die friedens- und freiheitsstiftende Kraft ehrenamtlich getragener Initiativen aufzeigen. Der Arzt Gerhard Trabert vom Verein „Armut und Gesundheit“, Gülbahar Erdem von der Initiative Muslimische Seelsorge, Nora Weisbrod von der Schülerhilfsorganisation „Aktion Tagwerk“, die sich für ein besseres Leben in Afrika engagiert sowie Till Baeckmann vom Projekt „Rent a Jew (Miete einen Juden), das Begegnungen zwischen jüdischen und nichtjüdischen Menschen ermöglicht, stellten dar, wie man dem Motto des diesjährigen Einheitstages „Zusammen sind wir Deutschland“ leben kann.

In die Geschichte schauen

Am 3. Oktober  zwischen 15.30 und 21 Uhr erzählt die Evangelische St. Johanniskirche in der Mainzer Innenstadt  (Bischofsplatz 10) „KirchenGeschichten“. Das Gebäude steht auf Kirchenmauern, die zu den bedeutendsten Fundamenten nördlich der Alpen zählen. Die älteste Mainzer Kirche, die einst der Dom der Stadt war, gewährt dabei Einblicke in die Baugeschichte und den Stand der spannenden Forschungen mit kleinen Infosequenzen.

Evangelische Veranstalter des Programms zum Tag der Deutschen Einheit in Mainz 2017 sind die Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, die Evangelische Kirche der Pfalz und   die Evangelische Kirche im Rheinland.  

Jeder Mensch braucht einen Hoffnungsschrank,
in dem wir die Erfahrungen
von Befreiung sammeln.

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