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Hessische Friedenspreisträger

Imam und Pastor arbeiten für Frieden

Charlotte Mattes

In kaum einem afrikanischen Land stehen sich Muslime und Christen so feindselig gegenüber wie in Nigeria. Muhammad Ashafa und James Wuye, ein Imam und ein Pastor, wollen das nicht dulden und erhalten nun den renommierten Hessischen Friedenspreis.

Verantwortlich für die religiös motivierte Gewalt in Nigeria sind nach Ansicht der diesjährigen hessischen Friedenspreisträger James Wuye und Muhammad Ashafa die geistlichen Führer von Christen und Muslimen. Deshalb müsse alles daran gesetzt werden, diese Personen zu erreichen, sagten der evangelische Pastor und der Imam in der Evangelischen Akademie Frankfurt.

Die beiden Theologen arbeiten in ihrer Heimat Nigeria seit 19 Jahren für Frieden und Verständigung. Sie gründeten in dem von gewalttätigen Übergriffen religiöser Extremisten gezeichneten Land ein Zentrum, das Mediatoren ausbildet, die in Krisengebieten erfolgreich zwischen den Konfliktparteien vermitteln.

Als frühere Mitglieder einer militanten christlichen Miliz und einer radikalen islamistischen Gruppierung waren Wuye und Ashafa bis Anfang der 1990er Jahre erbitterte Feinde. Nach blutigen Kämpfen in der nordnigerianischen Provinzhauptstadt Kaduna - der Imam verlor damals Angehörige, der Pastor seine rechte Hand - ging Ashafa auf seinen christlichen Kontrahenten zu, um den „Teufelskreis der Gewalt“ zu durchbrechen.

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Ich merke, der weite Raum
entsteht nicht in mir und durch mich.
Er entsteht, weil andere da sind,
die mir Räume eröffnen,
gnädig umgehen mit meinen Schwächen,
sich einsetzen für einen menschenwürdigen Umgang
mit allen Menschen.

(Melanie Beiner zu Psalm 31,9)

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