Herzlich Willkommen! Entdecken Sie, welche Angebote der EKHN zu Ihnen passen. Über das Kontaktformular und auf facebook sind wir offen für Ihre Anregungen.

Menümobile menu

Corona

Zehnjähriger bläst gegen Corona

Sabrina Schultheiß

Finn Schultheiß spielt seit März jeden Abend auf seiner Posaune, um ein Zeichen der Hoffnung zu setzen. Das Besondere: Er ist zehn Jahre alt und hat bereits eine eigene Fangemeinde.

von Herbert Schott

In Italien wurden wegen der Corona-Epidemie Ausgangssperren verhängt. In dieser Zeit verbreitete sich dann schnell eine Idee, die auch in vielen anderen Ländern Anklang fand und sich schnell weiterentwickelte. Menschen sangen Lieder und spielten auf den unterschiedlichsten Instrumenten. Mit ihren Melodien machten sie sich und vielen Kranken in dieser schweren Zeit Hoffnung.

Zehnjähriger begeistert vom Balkonsingen der Italiener

Als der zehnjährige Finn das sah und hörte, beschloss es: „Das will ich auch zu Hause bei mir machen. Ich will den Leuten im Ort auch eine Freude und Hoffnung machen, dass alles wieder gut wird!" Am 23. März 2020 rief die Theologin Margot Käßmann dazu auf, bundesweit abends „Der Mond ist aufgegangen“ zu singen und auf verschiedenen Instrumenten zu spielen. Seitdem ist der kleine Finn mit dabei.

Die Noten für sein Spiel auf der Posaune bekam er von seiner Chorleiterin. So konnte er am 23. März mit dabei sein und „Der Mond ist aufgegangen“ auf der Posaune spielen. Seit diesem Tag spielt Finn jeden Abend um 19.00 Uhr auf seiner Posaune sein Ständchen gegen Corona. Dazu gekommen sind weitere Musikstücke wie die Europa-Hymne, Osterchoräle und auch das eine und andere Volkslied.

Zehnjähriger Posaunist hat eigene Fangemeinde

Inzwischen hat er schon eine große Fangemeinde vor Ort in Bleidenrod. Voller Vorfreude warten besonders die älteren Mitbürger auf sein Ständchen. Sie sitzen auf der Bank vor ihrem Haus oder lauschen am offenen Fenster den Posaunenklängen von Finn. Auch kommt es vor, dass Autofahrer oder Radler anhalten und ihm zuhören. Über 30 Mal war er nun schon im Einsatz. Er will noch so lange weiter blasen, bis alles wieder besser wird. „Ich will in diesen schweren Zeiten meine Mitmenschen durch die Musik aufmuntern und ihnen eine kleine Freude machen", sagt der Zehnjährige voller Überzeugung.

Seine Mutter Sabrina Schultheiß beschreibt ihren Sohn Finn als durchaus ehrgeizig und als Kind, das nicht so schnell aufgibt. Wo seine Freude und sein Talent zur Musik herkommen, kann sie sich nicht erklären. „Bei uns in der Familie ist da keiner, der ihm das vererbt haben könnte, sagt sie. 

Seit etwas mehr als einem Jahr spielt Finn als Jüngster in der altersgemischten Gruppe der Kirchengemeinde Posaune. „Seine Darbietungen sind fehlerfrei gespielt", stellt der langjährige Bläser Herbert Schott fest und ist tief beeindruckt.

Alles, was dir vor die Hände kommt,
es zu tun mit deiner Kraft, das tu.

(Prediger 9,10)

Prediger 9,10

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages/tolga tezcan

Zurück zur Webseite >

to top