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Social Talk

Nachhaltige Innovationen für die Sozialwirtschaft

oixabay.com/geraltCollage mit Web-Buttons und Finger

Wie können Unternehmen aus der Sozialwirtschaft Innovationen nachhaltig für sich nutzen? Darüber spricht Dennis Horn für die EKHN beim diesjährigen Social Talk in Darmstadt. Dabei wird er zwei Methoden vorstellen, die nicht neu sind, aber selten angewandt werden.

HörfunkschulePortraitDennis Horn

Von Clarissa Weber

Mit der Digitalisierung und dem gesellschaftlichen Wandel sind auch Unternehmen aus dem Gesundheits- und Sozialberich konfrontiert. Traditionelle Leitungs- und Managementkonzepte werden in Frage gestellt, tragfähige Innovationen sind gefragt. Dennis Horn, Digitalexperte bei der ARD klärt auf:„Eine nachhaltige bzw. tragfähige Innovation ist eine Innovation, die überlebt. Das bedeutet: Sie erweist sich als so sinnvoll, dass sie in einer Institution zum Alltag wird.“

Der „Social Talk“ gibt Denkanstöße

Dennis Horn wird einer der Referenten beim Social Talk 2019 am 12. November sein. Von 10 bis 16.30 Uhr wird zuerst in einem Plenarvortrag und später in verschiedenen Foren über unterschiedliche Aspekte von Innovation in der Sozialwirtschaft gesprochen. Für die EKHN spricht Dennis Horn im Forum „Innovation – Ansätze und Methoden“. Dann skizziert er, wie Unternehmen nachhaltig innovativ werden können. Horn ist beim WDR am Aufbau einer Innovationsabteilung beteiligt.

Agieren statt reagieren

Dennis Horn hat beobachtet, dass Institutionen auf Entwicklungen in der digitalen Welt eher reagieren und nicht agieren. Plattformen wie Facebook und Instagram werden mit möglichst guten Inhalten bespielt, um nicht abgehängt zu werden, aber eine eigene Idee sei das nicht.

Zwei praktikable Methoden

Um diesen Herausforderungen entgegenzuwirken, wird er zwei Methoden vorstellen: Das „Flughöhenmodell“ und das „Zukünftemodell“. Dennis Horn beschreibt beide Modelle als inspirierend, da sie ein sehr klares, eindrückliches Bild zeichneten, nach dem sich die Institutionen richten können. Im Flughöhenmodell werden alltägliche Dinge in verschiedene Flughöhen eingeteilt um zu verstehen, was das Unternehmen gerade wirklich tut. Es geht um eine Erfassung des Ist-Zustandes. Im Zukünftemodell hingegen werden Zukunftsszenarien entworfen und der Weg dahin skizziert, einschließlich der Maßnahmen, um diese Zukünfte zu erreichen.

Was verhindert und fördert Innovation?

Aber Innovationen können auch verhindert werden. Hindernisse sind starre Hierarchien, Festhalten an der Vergangenheit und fehlende Bereitschaft. Aber auch wer seine Außenwelt nicht beobachte, könne keine Rückschlüsse daraus ziehen. Dennis Horn stellt klar: „Um Innovation zu erreichen, muss ein gewisser Kontrollverlust zugelassen werden, es muss die Bereitschaft da sein, sich auf Wandel einzulassen.“ Es sei notwendig, die Außenwelt zu beobachten und Rückschlüsse aus den wahrgenommenen Entwicklungen zu ziehen. Dennis Horn sagt außerdem: „Wir müssen uns nichts vor machen: Innovation bedeutet Investition. Institutionen, die nicht investieren, verlieren.“

Appell an Unternehmen in der Sozialwirtschaft

Doch wie können diese Erkenntnisse nun auf die Sozialwirtschaft übertragen werden? Horn selbst kommt nicht aus der Branche, aber als Außenstehender hat er beobachtet, dass die Unternehmen oft nicht digitalisierungs- und innovationsgetrieben denken. Im Gegenteil: Sie hätten teilweise sogar kulturelle Vorbehalte gegen Innovation. Einige zeigten sogar ein grundlegendes Unverständnis für Digitalität. „Dieser Falle müssen Institutionen und Unternehmen schnell entkommen, denn es liegt auch an ihnen ob sich Europa gegenüber den USA und China in einer digitalisierten Welt als eigenständig behaupten kann oder nicht“, betont Horn.

Dennis Horn ist freier Journalist für die ARD. Mit dem Büro fiene,horn hat er federführend große Medien-Websites entwickelt. Als Teil des Büros „Die Medienfüchse“ ist Horn außerdem als Dozent in den Bereichen Journalismus und Online tätig, unter anderem auch für das Medienhaus der EKHN und die Hörfunkschule Frankfurt.

 

 

Ich merke, der weite Raum
entsteht nicht in mir und durch mich.
Er entsteht, weil andere da sind,
die mir Räume eröffnen,
gnädig umgehen mit meinen Schwächen,
sich einsetzen für einen menschenwürdigen Umgang
mit allen Menschen.

(Melanie Beiner zu Psalm 31,9)

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